Oliver Naegele ist CEO & Founder von Blockchain HELIX. BlockchainHelix sieht sich als „Heimat der digitalen Identität“. Im Rahmen eines Video-Interviews konnten wir uns mit Oliver über das Produkt helix id und digitale Identitäten austauschen. Welche Idee verfolgt die helix id? Wie kam die Idee zur Firmengründung und welche aktuellen Ziele gibt es? Und welche Lösungen bietet helix id für Endkunden und -nutzer an? Wir wünschen nun viel Spaß mit unserem Interview.

Wer lieber das Video dazu sehen möchte kann gerne einen Blick auf unseren YouTube Kanal werfen:

Blockchain Use Cases: Digitale Identitäten, helix id und die Lösung der Vetrauens-Krise im Internet

Wie bereits Teil des Interviews angekündigt, findet ihr die Zusammenfassung des zweiten Teils im Folgenden:

Mirco: Ja, wir haben jetzt bereits etwas über eure Kunden und Zielgruppe gesprochen. Natürlich schafft ihr etwas wie helix id nicht nur aus dem Prinzip reiner Nächstenliebe, sondern auch mit einer gewissen wirtschaftlichen Intention. Kannst du uns erläutern, wie euer Geschäftsmodell aussieht?

Oliver: Klar. Wenn man über helix id spricht, müssen wir die gesamte Thematik in einzelne Komponenten aufteilen: so gibt es natürlich neben der wirtschaftlichen, auch die philosophische und gesellschaftliche Komponente.

Für uns war von Anfang an klar, dass wir mit Privatkunden kein Geld verdienen wollen.

Unsere Messlatte, die wir uns selbst gesetzt haben, liegt bei 1 Million Nutzern. Und es ist klar, dass wir diese Zahl nicht so schnell erreichen würden, wenn die App oder die angebotene Dienstleistung Geld kostet. Daher wollen wir unsere Einnahmen im B2B generieren. Konkret heißt das, dass wir beispielsweise für die Dienstleistung „Durchführung eines KYC-Prozesses“ bezahlt werden – das wiederum kostet einiges an Geld. Wir sprechen hier von 2 – 20 € pro Person. Auf der anderen Seite arbeiten wir auch mit öffentlichen Einrichtungen und Trägern zusammen; hierbei geht der Weg jedoch mehr über Förderungen. In Summe handelt es sich also um ein klassisches Netzwerk-Geschäftsmodell.

Mirco: Okay, super. Ja mit diesem Geschäftsmodell schaffst du natürlich einen enormen Mehrwert für den Endkunden. Schließlich hat er die Möglichkeit ohne Kosten seine Identität auf einer Plattform beziehungsweise eurer App zu sichern und immer wieder für Registrierungsprozesse und viel mehr zu verwenden.

Oliver: Genau in dieser Einfachheit liegt auch unser Ansatz. Wir möchten mit helix id eine einfache und klare Sprache bedienen und dem Kunden eine erstklassige Usability bieten. Natürlich steckt hinter der Haube ein riesiger Technologie-Stack, den der Endkunde aber nicht sieht. Das ist ein Vorteil.

Die App ist super einfach zu bedienen und wir möchten unserem User diese Einfachheit mitgeben.

Mirco: Absolut. Genau das ist die entscheidende Frage. Wie bekomme ich etwas, dass so komplex ist wie die Blockchain an den Endanwender, ohne, dass dieser mit Komplexität überhäuft wird. Ein Produkt muss schließlich einfach zu nutzen sein. Und hier schafft ihr einen starken Use-Case: ich habe ein Produkt, bei dem ich mich einmal anmelden muss, um es immer wieder verwenden zu können.

Oliver: Das ist es, ja. Ein System muss letztendlich dennoch so sicher sein, dass egal welche Person davor sitzt oder es bedient, keine Möglichkeit hat, das System und die darin enthaltenen Daten zu manipulieren beziehungsweise zu ändern. Und genau das ist mit der Blockchain möglich.

Daher ist es so wichtig, das Mindset hinter der Blockchain zu verstehen.

Mirco: Da stimme ich zu. Ja, Oliver du hast bereits einige Fragen beantwortet, die ich mir noch aufgeschrieben hatte – beispielsweise die Frage, wie sich Blockchain Helix finanziert und an welchen Projekten ihr aktuell arbeitet. Gibt es noch ein paar abschließende Worte deinerseits?

Oliver: Ja, einige abschließende Worte würde ich noch gerne zu aktuellen Projekten hinterlassen. Wir haben Projekte im Bereich Mobilität und Automotive und eine Sache können wir hier ganz klar sehen:

Mobilität ist ein Bereich, der sich neu erfinden muss.

Und hier muss ich auf das Buzzword „Digitalisierung“ zurückgreifen. Daher haben wir mit Daimler und anderen Partnern, die Mobility Blockchain Plattform geschaffen. Das Interessante daran ist, dass es sich um eine offene Plattform handelt, an der sich viele beteiligen können und diese die Plattform dann auch für sich selbst nutzen können. Dabei sind alle Schnittstellen open-source. Das war jetzt ein Beispiel für eines unserer Projekte. Es gibt aber noch viele weitere interessante Bereiche, die wir aktuell im Auge haben:

Telekommunikation, Mobilität und Payment sind interessante Branchen für Blockchain Helix und helix id.

Wir arbeiten gerade an der Implementierung eines eigenen Stablecoins, sodass in Zukunft in Verbindung mit der eigenen digitalen Identität, auch mit digitalem Cash gezahlt werden kann.

Und wir wollen hierbei die Heimat für deine digitale Identität sein – dein digital me.

Mirco: Vielen Dank Oliver. Ich finde es wirklich genial, was ihr macht und helix id bietet richtig gute Use-Cases für die Blockchain. Denn in erster Linie geht es auch darum, dass die Leute verstehen wie vielseitig die Blockchain-Technologie einsetzbar ist. Ich bin mir sicher, dass wir in naher Zukunft auch nochmals wegen des Banken- und Stablecoinprojekts sprechen werden. In diesem Sinne, bis bald.

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Daniel Wenz avatar
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.