Heute vor einer Woche, am 20. November 2019, erschien ein höchst interessanter Blogbeitrag auf der Plattform Medium. Der Beitrag wurde von dem Europäischen Investmentfond (engl. European Investment Fund, EIF) verfasst und trägt den selbsterklärenden Titel „Why do we need to support blockchain and AI in Europe?“.

Im Artikel selbst wird ein mitreisendes Plädoyer für eine Stärkung finanzielle Unterstützung von Zukunftstechnologien gehalten. Gleichzeitig kündigt die EU eine Investitionsoffensive in Höhe von 400 Millionen für das kommende Jahr und im Rahmen des InvestEU -Programms weitere Milliarden ab 2021 an.

Konkurrenz aus USA und China setzt EU unter Druck

Beginnen wir mit der guten Nachricht. Die Europäische Union sowie der EIF erkennen Blockchain als zentrales Zukunftsthema an. So heißt es in dem Bericht, dass es ‚klar sei, dass Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz unser Leben verändern werden‘. Die Relevanz wird bereits dadurch deutlich, dass dies der Eröffnungssatz des eigentlichen Artikels ist.

Anschließend reflektiert der Beitrag den Ist-Zustand der Europäischen Entwicklung für neue Technologien. So heißt es beispielsweise, dass von Maastricht über Berlin bis hin zu Tallinn bereits die hellsten Köpfe Innovationen schaffen, die ‚alles‘ verändern werden: Von Medizintechnik, über Verteidigung bis eben der Art und Weise wie wir Informationen speichern.

Dabei nennt der Bericht noch konkrete Zahlen. So investiere die Europäische Union in diesem Jahr mehr Geld in Blockchain als es beispielsweise China tue; jedoch nach wie vor weniger als die USA. So weit, so gut.

Dennoch offenbart der Artikel danach die Schwachstelle der aktuellen Investitionspolitik. So werden die Gelder hauptsächlich für Grundlagenforschung und die Erstellung von sogenannten Proof-of-Concepts (kurz PoC) verwendet. Kurzum: Bildlich gesprochen helfen wir dem Kind zwar beim Laufen lernen, doch zeigen ihm nicht wie man eigentlich sprintet. Und genau hier liegt die zukünftige Herausforderung, die als solche auch im Bericht anerkannt wird.

Firmengründer und Startups, die mit ihrem Geschäft erfolgreich sein wollen und daher auch Wachstum benötigen, wandern in andere Länder wie die USA oder den asiatischen Kontinent ab. Damit findet nicht nur ein Wissenstransfer statt. Problematisch ist hierbei aus europäischer Sicht insbesondere die Tatsache, dass die damit verbundenen Jobchancen und der wirtschaftliche Aufschwung in anderen Ländern zur Geltung kommt. Was kann der EIF also tun?


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Gezielte Investitionen in Blockchain sollen Förderung verbessern

Gemeinsam mit der Europäischen Kommission sowie des InvestEU-Programms wird der Europäische Investitionsfond nun für das kommende 100 Millionen Euro bereitstellen. Das Geld soll für Venture Capital (=Risikokapital) Fonds genutzt werden, welche wiederum in AI und blockchain-fokussierte Unternehmen investieren. Der EIF bezeichnet diese initialen Investitionen als ‚Cornerstones‘ und erwartet zusätzliche 300 Millionen Euro von privaten Investoren.

Ab 2021 soll dieses Investitionsschema dann auch Förderbanken die Möglichkeit geben, zu partizipieren. Dadurch erhofft sich die Europäische Union einen weiteren signifikanten Anstieg des Kapitals; insbesondere auf nationaler Ebene. So wird auch festgehalten, dass die aktuellen Fördersummen nur ein Anfang sind. Sowohl der EU als auch dem EIF sind bewusst, dass die jetzigen Summen nicht ausreichend sind und in der Zukunft deutlich gesteigert werden müssen. Dennoch sei der aktuelle Schritt ein klares Bekenntnis zu den Zukunftstechnologien von Blockchain und AI.

Am Ende des Artikels kommt dann zur Geltung, was viele Menschen (gerade hier in Deutschland) und auch auf europäischer Ebene vermissen: den Mut, groß zu denken und Visionen zu haben. So heißt es:

Stell dir eine Welt vor, in der wir in Supply Chains Verschwendung reduzieren, Kosten trimmen und die Effizienz erhöhen können – dank der transparenten Natur der Blockchain. AI und Blockchain können nur Leben verändern, wenn sie auch kommerzialisiert und verwendet werden. Wir freuen uns darauf, dies umzusetzen!

Die EU und der Europäische Investitionsfond planen ein Investitionspaket in Zukunftstechnologien wie AI und Blockchain. Im kommenden Jahr 400 Millionen Euro und ab 2021 bis zu 2 Milliarden Euro. Wie denkst du über diese Zahlen? Kann die EU zum Vorreiter für Blockchain werden?

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEMedium - EIF
Daniel Wenz avatar
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.