Der Preis von Bitcoin schnellt weiter in die Höhe und reißt auch den Rest des Kryptomarktes mit. Die Nachricht über den Anstieg hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt, außer in China, wo der Kurssprung mit steinigem Schweigen quittiert wurde.

Wer auf Baidu, Chinas größter Suchmaschine, nach „Kryptowährung“ sucht, findet kaum Bitcoin-bezogene Nachrichten in den großen Nachrichtenkanälen. Ähnliche Ergebnisse erscheinen bei der gleichen Suche im chinesischen Google.

Stattdessen produzieren die Suchanfragen eine Kaskade von Berichten über Krypto-Betrug, Token-hungrige Dating App-basierte Systeme, polizeiliche Razzien und Bemühungen zur Bekämpfung von Krypto-Mining.

Die größte Finanzzeitung des Landes, China Economic Daily, erwähnte auf ihrer Homepage weder den Bitcoin-Preis noch Kryptowährungen. Dasselbe gilt für Chinas größte Zeitung, People’s Daily. Beide Publikationen sind staatlich geführt.

People’s Daily berichtete jedoch über Rückschläge für chinesische Miner: Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat angekündigt, dass sie das Krypto-Mining bald auf ihre Liste der verbotenen Industrien setzen wird.

Diese Ankündigung bedeutet wahrscheinlich, dass alle Schürfer, die noch in China geblieben sind, mit strengeren Maßnahmen rechnen müssen. Der Schritt wird auch Unternehmen und Einzelpersonen daran hindern, in die Mining-Branche zu investieren.

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Noch härtere Maßnahmen werden erwartet

Während die aktuellen Krypto-Razzia hart genug zu sein scheint, könnte eine ernsthaftere Mediensperre auf dem Weg sein. Peking ist dazu übergegangen, den Internetzugang für kryptobezogene Medien zu sperren. Dasselbe gilt für Websites der Datenanbieter wie zum Beispiel CoinGecko und CoinMarketCap, die Kurse verfolgen.

Die jüngste Whitelist der Cyberspace Administration of China umfasst nur noch 1.358 Medienanbieter. Am auffälligsten ist das Fehlen von Caixin, einer der größten Firma für Finanznachrichten des Landes.

Die chinesischen Aufsichtsbehörden haben davor gewarnt, dass internetbasierte Mediendieste, die Nachrichten veröffentlichen, sich an die neueste Version der Liste halten müssen. Für den Rest gilt:

Anbieter, die sich nicht an die Regeln halten, werden bestraft.

Diese jüngste Entwicklung könnte den Zugang chinesischer Internetnutzer zu kryptobezogenen Informationen weiter einschränken. Die Financial Times hat berichtet, dass chinesische Krypto-Enthusiasten auf der Suche nach Zugangslösungen zur DeFi-Industrie sind. Das passiert, nachdem eine Reihe von großen Krypto-Firmen das Land verlassen oder ihren Betrieb eingestellt haben.

In der Financial Times heißt es:

Die jüngsten Einschränkungen halten neue Marktteilnehmer davon ab, in die Kryptomärkte einzutreten. Experten sagen, dass einige bestehende Kryptobesitzer sich an DeFi wenden, um weiterhin handeln zu können. DeFi-Protokolle haben nicht die gleichen Verpflichtungen an Identitätsnachweis wie die strenger regulierten konventionellen Börsen.

Ungeachtet dessen hat der Bitcoin-Handel in China, wo einst einige der größten Börsen der Welt beheimatet waren, einen schweren Schlag erlitten.

Im November 2019 lag der Anteil Chinas an den weltweiten Bitcoin-Transaktionen bei 15 %. Im Juni – drei Monate vor der Razzia – fiel dieser Anteil auf nur noch 5 %.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.