Jedem, der sowohl regelmäßig unsere Crypto News, als auch die Nachrichten verfolgt, werden die letzten Wochen 2 Parallelen aufgefallen sein: der Bitcoin Preis steigt und das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Alleine im Januar konnte der Bitcoin knapp unglaubliche 30% zulegen. Ganz zu schweigen von den fast 90% Rendite aus dem letzten Jahr. BTC scheint wieder einen Lauf zu haben und an Stärke zu gewinnen.

Gleichzeitig sind die Nachrichten voll von Berichterstattungen aus China. Das Coronavirus versetzt das Land der Mitte in Angst und Schrecken und verunsichert auch hier zu Lande viele Menschen. Immer mehr Mensch in und außerhalb Chinas stecken sich an. Wie der asiatische Aktienmarkt gestern zeigte, bleiben auch die Finanzmärkte von den schlechten Nachrichten nicht unbeeindruckt. Könnte es sein, dass ein Zusammenhang zwischen der Bitcoin Preis Rallye und dem Ausbruch des Virus besteht? Viele Experten sind geteilter Meinung. Wir analysieren.

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Bitcoin Preis Rallye 2020

Wir konstatieren: der König der Kryptowährungen befindet sich seit Anfang Januar, genauer gesagt seit dem 3.1, in einer sehr ansehnlichen Rallye. Der Kurs konnte, ausgehend von 7.000 USD erst die 8.000er und dann schließlich die 9.000er Marke zurückerobern. Die bisherigen Hochs für dieses Jahr liegen sogar bei über 9.500 US-Dollar, wovon eines in der Nacht von Sonntag auf Montag erreicht wurde. Insgesamt konnte der BTC Preis so knapp 30% im Januar zulegen.

Bitcoin Preis Januar


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Coronavirus breitet sich aus

Gleichzeitig halten wir aber auch fest: das Coronavirus bahnt sich seit einigen Wochen von China aus seinen Weg durch die Welt. Laut Spiegel sind mittlerweile mehr als 17.000 Menschen „nachweislich infiziert“, 361 von ihnen sind gestorben. Außerhalb Chinas gab es bislang 146 Infektionen und einen Todesfall. In Deutschland steigt die Zahl der Infizierten auf 12. Die Dunkelziffer der Infizierten in China könnte unter Umständen bei weitem höher ausfallen. So schlimm die Nachrichten auch sind, was haben sie nun mit Bitcoin zu tun?

Bitcoin: das Safe-Haven-Asset?

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch immer mehr Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Viele Firmen in China haben die Ferien nach dem chinesischen Neujahrsfest verlängert, um mögliche Neuansteckungen einzudämmen. Das geht natürlich zu Lasten der Produktion. Die wenig erfreuliche Stimmung der Investoren zeigte sich gestern an den Finanzmärkten. Der Shanghai Composite Index fiel nach seiner Eröffnung um satte 9% ab.

Des Weiteren pumpt die chinesische Zentralbank 173 Mrd. USD in die Märkte, um diese zu stabilisieren. Das entspricht in etwa der aktuellen Marktkapitalisierung von Bitcoin. Kurz gesagt: das Coronavirus scheint wirtschaftlich gesehen einiges durcheinander zu bringen.

Diese zunehmend negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft durch das Coronavirus können als möglicher Grund für die Bitcoin Preis Rallye in den letzten Wochen angesehen werden. Es wäre tatsächlich nicht das erste Mal, dass Bitcoin seinem Ruf als „Safe-Haven-Asset“ gerecht wird. Bereits Anfang des Jahres waren die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach der Tötung eines iranischen Generals als Erklärung für einen Bitcoin Preisanstieg herangezogen worden.

Experten sind sich uneinig

Ob die Spekulationen eines Zusammenhangs zwischen der Bitcoin Preis Rallye und dem Ausbruch des Coronavirus besteht, weiß natürlich niemand genau. Die Situation lässt deshalb viel Raum für Spekulationen von einigen Experten. So meint Nigel Green, Chief Executive der Finanzberatung deVere Group:

Der anhaltende Aufwärtstrend des Bitcoin-Preises korreliert mit der Verbreitung des Coronavirus. […] Je mehr Einzelfälle identifiziert werden, je mehr Länder auf der ganzen Welt betroffen sind und je größer die Auswirkungen auf die traditionellen Finanzmärkte sind, desto höher ist der Preis für Bitcoin gesprungen.

Ein weiterer Kommentar in die gleiche Richtung kommt von Jehan Chu, Managing Partner bei der Blockchain Investment- und Beratungs-Firma Kenetic Capital:

In dem Maße, wie das Vertrauen in globale Institutionen und Märkte weiter abnimmt, werden wir erleben, wie hochmobile digitale Werte wie Bitcoin im Wert explodieren.

Aber nicht jeder teilt diese Meinung über einen möglichen Zusammenhang. So meint der im Crypto-Space bekannte Mati Greenspan, Gründer von QuantumEconomics, dass das Coronaviraus keine Auswirkungen auf Bitcoin hat:

Was auch immer in den Aktien [Märkten] passiert, scheint keinerlei Auswirkungen auf den Kryptomarkt zu haben. Krypto verhält sich weder wie ein sicherer Hafen angesichts des Virus, noch verkauft es sich zusammen mit den anderen Risikoanlagen. Vielmehr bleibt es völlig unkorreliert.

Am Ende können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht viel mehr sagen, als die Herren Green, Chu und Greenspan. Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht oder es sich nur um einen Zufall handelt, werden nur die nächsten Wochen zeigen. Eine echte Korrelation zwischen den Ereignissen lässt sich kaum ableiten. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass es erfreulichere Gründe gibt, auf die Entwicklung des Bitcoin Kurses gespannt zu sein. Ein solcher Grund ist beispielsweise das Bitcoin Halving im Mai. Dieses wird von vielen schon sehnsüchtig erwarten und auch als möglicher Grund für die Preis Rallye im Januar angesehen.

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[Bildquelle: Shutterstock]