Trotz der massiven Verluste im Zuge der Coronakrise hat Bitcoin bis jetzt 2020 ein gutes Jahr. Die Year-to-Date Performance bis zum gestrigen Sonntag lag bei über 25%, womit BTC sogar den US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 im ersten Halbjahr schlägt. Diese Kursgewinne erscheinen allerdings fast schon mau gegenüber des Plus, das einige Altcoins dieses Jahr bis heute zu verzeichnen haben. Zu nennen sind hier beispielsweise Ethereum mit +72% und Tezos mit +65%.

Doch dieser Schein der schwindenden Bitcoin Vorherrschaft kann trügen. Während einige eine neue Altcoin Rallye wie im Jahr 2017 sehen, sind sich andere in diesem Punkt nicht so sicher. Ein bekannter Top Trader aus dem Crypto-Bereich ist eher der Meinung, dass es vor der nächsten lang ersehnten Bitcoin Rallye ein Aussterben von Altcoins geben wird. Was ist dran an seiner These?

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Altcoin Aussterben vor der nächsten Bitcoin Rallye?

Bei dem Top Trader aus dem Crypto-Bereich handelt es sich um „Joe007“, der sich durch seine Positionierung an der Spitze des Bitfinex Leaderboards einen Namen gemacht hat. In einem neuen Twitter Post vom 3. Juli macht Joe007 eine gewagte These, als er schreibt, dass seiner Meinung nach ein Altcoin „Massen-Aussterben“ vor einer möglichen nächsten Bitcoin Rallye kommen wird. Konkret schrieb er:

Ich bin der Ansicht, dass das Massenaussterben von Shitcoins wahrscheinlich der nächsten Bitcoin Rallye vorausgehen wird. Machen Sie daraus was Sie wollen.

Die Aussage von Joe007 kann als sehr kontrovers angesehen werden, da es unter einigen Crypto-Fans immer wieder die Hoffnung auf eine Altcoin Season wie 2017 gibt. Doch der Trader scheint dabei grundsätzlich eine kritische Einstellung geben alles zu haben, was nicht „Bitcoin“ heißt. So schoss er auch gegen den DeFi Bereich, der auf der zweitgrößten und somit neben BTC vielversprechendsten Kryptowährung aufbaut:

DeFi ist nichts anderes als ein weiterer Marketing-Trick einer Schattenbande von Schlangenölverkäufern hinter Ethereum. Es ist offensichtlich, dass sie versuchen, eine weitere ICO-ähnliche Manie zu schaffen. Mit dem gleichen 0 realen Nutzen in der realen Welt.


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Auch andere Experten sehen nur BTC

Der Top Trader Joe007 ist dabei allerdings nicht der Einzige, der radikale Ansichten gegenüber Altcoins hat. So schrieb Adam Back, der CEO von Blockstream, der von Satoshi Nakamoto im BTC White Paper namentlich erwähnt wurde, am 30. Juni auf Twitter:

Es gibt nur eine Kryptowährung: Bitcoin

Der Programmierer teilte Bloomberg Anfang Juni mit, dass Bitcoin auf dem besten Weg sei, innerhalb der nächsten fünf Jahre 300.000 Dollar zu erreichen. Dies würde bedeuten, dass BTC um mehr als 3.000% vom gegenwärtigen Niveau steigen würde.

Der im Crypto-Bereich ebenfalls bekannte BTC Befürworter Max Keiser ist neben Back auch ein sogenannter „Bitcoin Maximalist“. In einem kürzlich erschienen Interview begründet Keiser seine Vorliebe für das digitale Gold wie folgt:

Es gibt keinen Coin da draußen, der etwas tun kann, was Bitcoin nicht bereits tut oder in Kürze tun kann.

Wie wir anhand der Beispiele von Joe007, Adam Back und Max Keiser sehen, sind sich viele Experten aus dem Crypto-Bereich darüber einig, dass Bitcoin die einzig wahre Kryptowährung ist und Altcoins langfristig zum Scheitern verurteilt sind. Doch werden sie Recht behalten?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die 11-jährige Vormachtstellung von Bitcoin trotz knapp 5.600 anderer Kryptowährungen laut Coinmarketcap kein Zufall ist. Durch die von Satoshi Nakamoto erfundene Kryptowährung wurde die größte Innovation im Crypto-Bereich getätigt, weshalb es kein Wunder ist, dass BTC die meiste Marktkapitalisierung auf sich vereint.

Ob alle anderen Kryptowährungen deshalb aber automatisch zum Scheitern verurteilt sind, kann nur die Zukunft zeigen. Feste steht jedoch definitiv, dass die Welt keine 5.600 Kryptowährungen braucht und 99% davon wertlos werden. In diesem Szenario gäbe es allerdings trotzdem noch Platz für einige andere „Spezial-Kryptowährungen“ neben Bitcoin.

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.