Analysten sagen voraus, dass mindestens ein auf Bitcoin-Futures basierender börsengehandelter Fonds (ETF) diesen Monat in den USA auf den Markt kommen soll. Der Fonds würde Bitcoin-Terminkontrakte kaufen, die hauptsächlich an der Chicago Mercantile Exchange (CME) oder einer anderen regulierten Börse gehandelt werden. Damit setzt man auf die Kursentwicklung der größten Kryptowährung, anstatt sie zu kaufen.

Wenn die Wall Street diese ETFs unterstützt, würde sich die Spanne zwischen Kassapreisen und Futures-Preisen vergrößern. Das würde auch die Rendite einer als „Cash and Carry“ bekannten Strategie erhöhen. Dabei werden Futures-Kontrakte verkauft und der Vermögenswert gleichzeitig auf dem Kassamarkt gekauft.

Ilan Solot, globaler Marktstratege bei Brown Brothers Harriman, sagte gegenüber CoinDesk:

Wenn der Futures-ETF herauskommt, wird es mehr Zuflüsse zum Kauf von Futures geben. Das würde die Futures-Kurve weiter in den Contango treiben (eine Situation, in der die Futures-Kontrakte mit einem Aufschlag auf den Kassapreis gehandelt werden). Was gleichzeitig einen starken Anreiz für Carry-Trader bietet. Sie würden den Handel mit BTC auf dem Kassamarkt beginnen, so dass die Kassapreise am Anfang steigen würden.

Futures: Jährliche Renditen von mehr als 20 % möglich

Da die Futures-Prämie, d. h. die Differenz zwischen Kassa- und Futurespreisen, an der CME und anderen Börsen Anfang des Jahres 20 % erreichte, wurden Cash-and-Carry-Geschäfte bei Institutionen sehr beliebt. Durch den Verkauf von 3-Monats-Futures oder 5-Monats-Futures Kontrakten sowie den Kauf von Coins auf dem Kassamarkt lassen sich unter Umständen jährliche Renditen von über 20 % erzielen. FTX, Binance und andere Kryptobörsen haben jedoch nach dem großen Bitcoin-Wertverlust im Mai die Leverage reduziert. Danach sind auch die Prämien in den einstelligen Bereich gefallen.

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Inflationssorgen erhöhen Interesse auf Bitcoin

Die zunehmenden globalen Inflationsängste tragen zum wachsenden Interesse an Bitcoin bei, dessen Angebot begrenzt ist. Makoto Sakumra vom NLI Research Institute sagte dazu gegenüber Reuters:

Im Gegensatz zu früheren Anstiegen scheint der Markt nicht mehr so überschwänglich zu sein. Eine wachsende Zahl von Anlegern ist der Meinung, dass die Inflation nicht nur vorübergehend ist. Von daher ist es möglich, dass Bitcoin als Absicherung gegen Inflation gewählt wird.

ProShares startet morgen?

Für den ProShares Bitcoin Strategy ETF wurde vor genau 75 Tagen ein Antrag eingereicht. Sofern die Securities and Exchange Commission (SEC) nicht ausdrücklich Einwände erhebt, könnte ProShares den Handel am Dienstag aufnehmen, berichtet Reuters.

Bitcoin verzeichnete am Freitag ein Sechsmonatshoch von 62.944 US-Dollar, was nicht weit von seinem Allzeithoch von 64.895 US-Dollar liegt, das die Währung erst im April erreichte. Ethereum kostete dabei rund 3.866 US-Dollar.