Herzlich Willkommen zu unserem Bitcoin & Altcoin Report der KW 14! Zusammen mit den Jungs von Accointing, wollen wir euch alle 2 Wochen die wichtigsten Metriken, Analysen und Fundamentaldaten in diesem Artikel zusammenfassen und einen kleinen Ausblick geben. Es ist nun gut 3 Wochen her, dass der Bitcoin Kurs einen historischen Rückgang von 50% binnen eines Tages verkraften musste.

Seitdem hat sich die Situation jedoch wieder etwas beruhigt und BTC sich großteils erholt. Dennoch ist COVID-19 das beherrschende Thema und in Anbetracht der Tatsache, dass die USA wohl noch wenige Wochen hinter Europa ist, hat die Panik und die damit verbundene Auswirkung auf die Wirtschaft wohl noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

In diesem Bitcoin & Altcoin Report werfen wir einen Blick auf die Korrelation und die damit verbundene Frage, ob BTC sich mittlerweile wieder vom Aktienmarkt entkoppelt hat. Ferner schauen wir uns die Altcoins an (ja, sie existieren noch) und die allgemeine Stimmung am Markt. Last, but not least sprechen wir über die neuesten Erkenntnisse anhand von On-Chain Analysen. Viel Spaß!

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Bitcoin Kurs: Korrelation mit S&P500 und Gold?

Bis vor dem Crash galt Bitcoin noch als unkorreliertes Asset. Diese Aussage ist auf langfristige Sicht auch nach wie vor zutreffend. In Anbetracht der Turbulenzen an den Börsen korrelierte der Bitcoin Kurs jedoch stark mit dem Verhalten des S&P500.

In der vergangenen Woche kamen dann die ersten Meldungen, ob Bitcoin sich nicht langsam wieder ‚verselbständige‘ und damit die Korrelation zurückginge. Dazu schauen wir uns den folgenden Chart an:

Bitcoin Kurs und Korrelation mit Gold und Aktienindizes
Bitcoin – Orange; Gold – Rot; SP500 – Blau

Auf den ersten Blick sieht es wohl so aus, als wäre Bitcoin unkorreliert. Doch anstatt das BTC sich in eine andere Richtung bewegt, scheint es so, als würde Bitcoin aktuell die Richtung vorgeben. Anders formuliert: BTC wird zum Indikator, der wohl angibt, wie andere Assets sich bewegen.

Während dies für einige Tage gilt, sehen wir an anderen Tagen, dass Bitcoin sich genauso wie die übrigen Assets verhält und somit mit ihnen korreliert.

Hinsichtlich der Korrelation hat sich also wenig verändert. Werfen wir also einen Blick auf andere potenzielle Änderungen. Das Stichwort hierzu lautet: der gesamte Cryptomarkt.

Volumen im gesamten Markt steigt massiv an

Bitcoin Volumen Gesamtmarkt

Was uns wohl direkt ins Auge sticht, sind die unteren vertikalen Balken. Diese geben uns das tägliche Handelsvolumen für den Gesamtmarkt an. Wir können ganz deutlich erkennen, dass das Handelsvolumen massiv angestiegen ist und auch 21 Tage nach dem gewaltigen Drop beim Bitcoin Kurs noch hoch ist. Dabei liegt es circa zweimal so hoch wie noch im Dezember 2019 und gar dreimal so hoch wie im Dezember 2018.

Hinsichtlich der Widerstandszonen (engl. resistance levels) sehen wir ganz deutlich, dass wir aktuell mit den Widerständen vom Dezember 2019 kämpfen. Kommen wir jedoch nochmal zurück zum Volumen: die Tatsache, dass die Handelsvolumina aktuell hoch sind, ist positiv. Es ist ein Zeichen, dass Investoren – trotz des massiven Bitcoin Kurs Drops und des gesamten Rückgangs am Markt – nicht ängstlich sind. Dabei stellt sich natürlich folgende Frage:

Wer oder was bringt eigentlich das Handelsvolumen in den Markt?

Wenn wir einen Blick auf Statistiken werfen, dann sehen wir deutlich, dass das Volumen nicht nur von bestehenden Leuten im Cryptospace kommt. Es sind auch neue Investoren und Privatanleger, die den Markt betreten. Dies ist – ohne jegliche Zweifel – eine positive Nachricht.

Um etwas mehr Gefühl hierfür zu bekommen, ein Blick auf aktuelle Zahlen des Coinbase Reports

  • 5x Erhöhung von Cash und Crypto Deposits. In Summe: 1.3 Milliarden US
  • 2x Erhöhung bei der Anmeldung von neuen Nutzern
  • 3x Erhöhung bei der Anzahl an Tradern
  • 6x Erhöhung des gesamten Handelsvolumens

Parallel dazu bestätigte Jesse Powell, der Gründer von Kraken, die Aussagen mit ähnlichen Statements. So sagte er, dass nicht nur die Neuanmeldungen deutlich gestiegen seien, sondern auch die bestehenden Accounts massiv aufgestockt wurden.

Solche Zahlen sind unglaublich wichtig, da sie das Wachstum im Cryptomarkt verdeutlichen. Wachstum ist gerade im Hinblick auf die Größe und das Alter des Marktes wichtig. Eine kleine Anmerkung hierzu, um nochmals die Dimension zu verdeutlichen:

Apple hält Liquiditätsreserven in Höhe von 207 Milliarden Dollar. Am heutigen Tag beträgt die Marktkapitalisierung des gesamten Cryptomarktes gerade einmal 186 Milliarden USD.


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Bitcoin Kurs und der Blick auf Altcoins

Seit die US-Regierung ein Billionenpaket zur Stimulation der Wirtschaft angekündigt hat und die FED von unbegrenzter Liquidität spricht, wird das Narrativ von Bitcoin als digitales Gold immer wichtiger. Dennoch sehen wir aktuell, dass – trotz der eigentlich günstigen Situation für BTC – dessen Dominanz nicht signifikant zulegen konnte und auch der Bitcoin Kurs selbst noch unter seinem Niveau vor Beginn des Crashes liegt. Denn bei einem Crash ziehen die Leute ihre Gelder aus Bitcoin und den Altcoins. Über den letzten Monat hinweg veränderte sich die Bitcoin Dominanz von 64 auf 65 Prozent. Dabei gab es jedoch kurzfristige Einbrüche auf 62%.

Bitcoin Dominanz

Was die Altcoins betrifft, können wir also festhalten, dass diese – gerade in Relation zu BTC – weitestgehend konstant verliefen. Damit hat es sie nicht bedeutsam mehr oder weniger als Bitcoin getroffen. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Alts nicht doch noch weiter sinken werden?

Hier gibt es keine konkrete Antwort. Wahrscheinlich ist es, dass die Entwicklung der Altcoins noch stärker vom Geschehen an den Weltmärkten abhängt. Wenn die Leute weiterhin in Panik verfallen, ist es wahrscheinlich, dass viele Investoren aufgrund des häufig niedrigen Handelsvolumens und der Liquidität ihr Geld aus den Altcoins abziehen und in Bitcoin umschichten oder komplett in Fiat wandeln.

Werfen wir nun noch einen Blick auf die harten Zahlen. Das heißt vor allem Indikatoren und On-Chain Analysen.

On-Chain Analysen und Indikatoren

Dazu beginnen wir mit einem bekannten Indikator: dem Fear & Greed Index. Er zeigt uns schnell und leicht verständlich, wie es aktuell um den Bitcoin Kurs steht:

Bitcoin Kurs mit Fear & Greed Index

Es ist hierbei wohl offensichtlich, dass nach einem starken Drop, wie wir ihn vor Kurzem erlebten, der Markt nach wie vor ängstlich ist. Anders formuliert: die Angst ist noch vorhanden und der Index liegt bei einem geringen Wert.

Dies kann jedoch eine Chance für diejenigen Anleger darstellen, die sich selbst als Investoren bezeichnen und einen langfristigen Anlagehorizont verfolgen. Denn dann können die aktuellen Preise eine Chance darstellen.

Bitcoin Kurs und der SOPR Indikator

Machen wir weiter mit dem SOPR-Indikator. Dieser stellt den Verkaufspreis in Relation zum Einkaufspreis. In Zahlen ausgedrückt, sieht das wie folgt aus: Wenn der SOPR <1 liegt, sind mehr Bitcoin im Verlust als im Profit. Die jeweiligen Käufer haben also einen höheren Preis beim Kauf gezahlt als sie beim Verkauf erhalten haben.

Glassnode Indikator

Folgen wir diesem Indikatoren sehen wir eine Rückkehr nach dem massiven Drop. So liegt der aktuelle SOPR-Wert bei rund 0.98 nachdem er noch Mitte März bei ca. 0.94 lag. Dies könnte also ein Zeichen dafür sein, dass wir bei 0.94 einen Boden gefunden haben.

Bitcoin und Hodler Net Position Change

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Veränderung der Positionen von Hodlern. Dazu betrachtet der Indikator wie sich die monatliche Balance eines Investors verändert hat. Kurzum: ist die Anzahl von Bitcoin im Wallet gestiegen oder gesunken?

Bitcoin Kurs und Net Hodler Positionen

Hier sehen wir deutlich, dass sich auf mittel- bis langfristige Sicht keine große Änderung ergeben hat. Alles ist also ’normal‘. Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont akkumulieren weiterhin BTC.

Fazit: Jetzt ist die Zeit für Bitcoin sich zu behaupten

Auf Wochensicht ist der Bitcoin Kurs leicht angestiegen. Die Gründe für Bitcoin sind in Anbetracht der aktuellen makroökonomischen Sicht wohl so stark wie noch nie zuvor. Parallel dazu beginnt eine neue Phase der Akkumulation und Investoren erhöhen weiterhin ihre BTC-Positionen.

Die Arbeitslosenquoten in vielen Ländern steigen durch das Coronavirus deutlich an und die Wirtschaft wird noch länger mit den Problemen zu kämpfen haben. Offensichtlich suchen die Menschen nach Alternativen und das Interesse an Bitcoin steigt wieder. Auch wenn Kryptowährungen per se absolut volatil sind, sollten wir uns bewusst machen, dass die aktuellen Vorgänge an den globalen Märkten eine absolute Ausnahme sind und einzelne Indizes sich teilweise volatiler als BTC verhalten. Das Narrativ für Bitcoin wird damit immer stärker. Doch bei all der Euphorie ist jetzt Zeit für Bitcoin gekommen, sich zu zeigen und zu behaupten.


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[Bildquelle: Shutterstock, Glassnode, Tradingview, alternative.me]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.