In den vier Monaten seit Jahresbeginn konnte der Bitcoin Kurs bereits seine volatile Seite zeigen: Während BTC am 01.01.2020 noch bei 7.200 USD notierte, stieg er zeitweise auf bis zu 10.400 USD (+40%) um danach auf 4.500 USD zu fallen und von dort aus auf den aktuellen Wert von 8.800 Dollar zu steigen. Gerade jetzt, in Anbetracht des bevorstehenden Bitcoin Halving stellt sich die Frage, ob der Bitcoin Kurs bald wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Dollar notieren wird?

In diesem Artikel wollen wir uns 4 Indikaten anschauen, die einen positiven Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate geben. Wir betrachten sowohl Fundamentals, als auch die Charts.

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Bitcoin Kurs und der MACD: Rückkehr der Bullen?

Beginnen wir mit einem technischen Indikator: Beim Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator handelt es sich um einen beliebten Indikator der Chartanalyse. Er wird hauptsächlich verwendet, um mittelfristige Trends vorherzusagen. Dabei beschreibt der Indikator „Veränderungen der Stärke und Richtung des Momentums, sowie der Länge eines Trends.“

Seit dem starken Bitcoin Kurs Anstieg in der letzten Woche drehte der MACD Indikator aus 1-Wochen-Perspektive wieder bullish. Für den Bitcoin Kurs war dies – zumindest in der Vergangenheit – der Start eines Bullruns.

Um etwas konkreter zu werden: 2017 drehte der MACD positiv und leitete somit die bekannte Rallye von 2.000 in Richtung der 20.000 Dollar ein. Auch 2019 wurde der Indikator grün, bevor der Bitcoin Kurs um 300% stieg. Last but not least begleitete der MACD uns dieses Jahr auf der Reise von 8.000 in Richtung der 10.400 USD.

Wie mein Kollege Malte bereits gestern berichtete, stieg Bitcoin damit 7 Wochen in Folge. Wer sich näher mit den daraus resultierenden Konsequenzen beschäftigen möchte, dem verlinke ich hier den Artikel.

Hat das Decoupling begonnen? – BTC mit Abkehr

Seit der starken Kurskorrektur im Finanzmarkt Mitte März hat die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 deutlich zugenommen. Damit war die Entwicklung des Bitcoin Kurs stark von der des amerikanischen Finanzmarktes abhängig. Die damit verbundene Angst lag darin, dass ein potenziell weiterer Absturz des S&P 500 auch zu einer Korrektur beim Bitcoin Kurs führen würde.

Doch gerade in den letzten Tagen sehen wir eine starke Eigendynamik bzw. Entwicklung von Bitcoin. Wie der nachfolgende Tweet des Asset Managers Charles Edward zeigt, könnte dies der Aufbruch des Decouplings sein.

Dies wäre ein starkes Signal und Bitcoin würde damit erneut in den Trend fallen, den wir vor der massiven Korrektur Mitte März beobachten konnten: BTC als unkorreliertes Asset.


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BRRR: Bitcoin Kurs und die Druckmaschinen der FED

Einer der größten Vorteile von Bitcoin gegenüber klassischem Fiatgeld liegt in seiner Härte. BTC kann nicht beliebig erschaffen werden und damit unterliegt der Bitcoin Kurs auch nicht einem so starken Druck wie es beispielweise unser Fiatgeld tut. Damit meine ich, dass die Inflationsrate von BTC nicht willkürlich durch eine Erhöhung der Angebotsmenge steigen kann.

In Anbetracht der aktuell desaströsen Auswirkungen von COVID-19 auf die US-Wirtschaft ist damit zu rechnen, dass die Federal Reserve noch stärker dem politischen Druck folgen wird und damit eine noch lockerere Geldpolitik verfolgen wird.

Jerome Powell, der Vorsitzende der Federal Reserve, sprach vor wenigen Tagen über die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft. So sagte er:

Wir werden für das zweite Quartal 2020 Wirtschaftsdaten sehen, die so schlecht sind wie wir sie noch nie in der US-Geschichte gesehen haben. Es gibt durch COVID-19 und die Maßnahmen unsererseits uns davor zu schützen, direkte Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.

Powell sieht sich dadurch bestätigt (er gab sogar sein Versprechen) die aktuelle Niedrigzinspolitik aufrechtzuerhalten. Ferner sagte er, dass die FED auch weiterhin den Markt mit Liquidität versorgen wird. Dies bedeutet nichts anderes, als eine weitere massive Erhöhung der Geldmenge und damit Schwächung der Kaufkraft des US-Dollars. Damit wird einer der wichtigsten Kaufgründe für Bitcoin befeuert. Die aktuelle Geldpolitik der USA ist also eine deutliche Stütze für den Bitcoin Kurs.

Bitcoin Hashrate steigt: Miner erweitern Kapazitäten

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Hashrate. Als Basis hierfür dienen die Analysedaten der Firma Glassnode. Wir sehen hierbei, dass die Hashrate des Bitcoin Netzwerkes auf ein neues Allzeithoch von 150 Exahashes angestiegen ist.

Ein Anstieg der Hashrate ist ein klarer Indikator für die Erweiterung der Kapazitäten durch die Miner. Anders formuliert: die Miner investieren massiv in neue Geräte und die Sicherheit des Netzwerks. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich beim Bitcoin Mining um ein langfristiges Geschäftsmodell handelt, ist die Annahme gegeben, dass die Mehrheit der Miner damit auch einen langfristigen Anstieg des Bitcoin Kurs erwartet. Eine ausführlichere Analyse zum Bitcoin Halving hat mein Kollege Ilia gestern präsentiert.

Wir können also festhalten, dass es aktuell viele positive Faktoren für BTC gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin Kurs damit kurz- bis mittelfristig (und natürlich erst recht langfristig) über der Marke der 10.000 Dollar notieren wird, ist hoch.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.