Wie viele Bitcoin gibt es tatsächlich? – Auch wenn die maximale Anzahl von BTC ohne Zweifel auf 21 Millionen festgelegt wurde, herrscht über das verfügbare Bitcoin Angebot kein Konsens. Schließlich gibt es verschiedene Faktoren zu einer Reduzierung des Angebots führen. In diesem Artikel schauen wir uns die Ergebnisse von Timothy Peterson an.

Peterson beschreibt in einem Paper, weshalb er das tatsächliche Angebot an Bitcoin auf gerade einmal 14 Millionen BTC beziffert. Schauen wir uns daher seine Gründe genauer an.

Bitcoin Angebot niedriger als gedacht

Als Basis unseres Artikels dient ein Paper, das den Titel „There Will Be Never More Than 14 Million Bitcoins“. Veröffentlicht wurde der Bericht von Cane Island Digital Research und ist hier einsehbar.

Im Kern geht es also um die Aussage, dass es niemals mehr als 14 Millionen BTC geben wird. Wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt auf Coinmarketcap nach dem Circulating Supply schauen, erhalten wir eine Zahl in Höhe von 18.493.243 BTC.

Timothy Peterson, der an dem Bericht mitgewirkt hat, glaubt also an deutlich weniger Bitcoin. Schauen wir uns die Analyse und seine Begründung etwas näher an.

Jeden Tag entsteht ein Nettoverlust von 600 BTC

Wir sehen, dass Peterson folgende Überlegung trifft. Jeden Tag werden aktuell 900 Bitcoin durch Mining produziert. Dem Gegenüber steht seiner Meinung nach ein Verlust von 1500 BTC pro Tag.

Dementsprechend entsteht ein Nettoverlust von 600 BTC pro Tag seit dem letzten Halving. Als Konsequenz dessen muss das verfügbare Angebot an Bitcoin sinken anstatt wachsen. Davor wiederum gab es nach der Überzeugung von Peterson immerhin einen Zuwachs von 300 BTC pro Tag.

Schauen wir uns nun aber genauer an, welche Gründe Peterson für den Verlust von Bitcoin nennt.

Gründe weshalb das Bitcoin Angebot sinkt

In dem oben referenzierten Bericht sehen wir die genauen Gründe aufgeführt. Dabei gibt es eine Vielzahl an einzelnen Gründen sowie konkrete Beispiele die Peterson nennt.

Wer sich die genaue Berechnung sowie dazugehörigen Grafiken zum Bitcoin Angebot anschauen möchte, dem empfehle ich den direkten Blick in das Paper.

Kommen wir nun aber zu den Gründen, weshalb das Bitcoin Angebot sinkt:

  • Der Verlust oder die Zerstörung von Hardware, auf der die eigenen Private Keys gelagert wurden. Dies trifft insbesondere für Miner der ersten Stunde zu, deren Laptops im Verlauf der Zeit auf dem Schrott landeten oder unglücklicherweise weggeworfen wurden.
  • Punkt 2 ist ähnlich zu Punkt 1: Der Verlust von Private Keys. Wer beispielsweise ein Paper Wallet besitzt und das dazugehörige Blatt Papier wegwirft oder vergisst wo es gelagert wurde, hat schlechte Karten auf seine Bitcoin zuzugreifen.
  • Der Tod des Besitzers. Ein Extrembeispiel hierfür ist der ehemalige QuadrigaCX-Gründer.
  • Der Versand von Bitcoin an eine falsche Adresse.

Peterson nennt in seinem Bericht diese vier Gründe an primäre Gründe für das geringere Bitcoin Angebot. Weitere Beispiele können aus seinem Bericht entnommen werden.

Fazit: Was heißt ein reduziertes Angebot?

Um es kurz zu fassen: Timothy Peterson geht davon aus, dass das Bitcoin Angebot deutlich unter 21 Millionen Bitcoin liegt. Seiner Meinung nach wird es nie mehr als 14 Mio. BTC geben.

Dabei nennt Peterson verschiedene Gründe vom Verlust bis hin zu falschen Transaktionen. Mit der Idee eines reduzierten Supplies ändert sich natürlich auch die Bepreisung und die Knappheit der Kryptowährung.

Unter der Annahme, dass Peterson Recht hat, müssten Investoren Bitcoin einen deutlichen höheren Wert beimessen, da das tatsächlich verfügbare Angebot geringer ist.

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Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.