Voraussichtlich muss die Kryptoabteilung von Robinhood mit einer Strafe in Höhe von mindestens 10 Millionen US-Dollar rechnen. Die New Yorker Aufsichtsbehörde für mutmaßliche Verstöße prüft das Unternehmen gerade in Bezug auf Cybersicherheit und Geldwäsche. Aus verschiedenen Kreisen ist zu hören, dass sich die Strafe auch auf mehr als 15 Millionen US-Dollar belaufen könnte. Dies ist abhängig von einer Untersuchung über die Nachlässigkeit bei Sicherheitspraktiken. Allerdings bezieht sich dieser Regelverstoß nur auf die Kryptowährungsabteilung. Dabei wurde bereits eine Rekordstrafe von 70 Millionen US-Dollar von der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) verhängt. Ist der Börsengang der Handelsplattform Robinhood nun gefährdet oder steckt das Unternehmen die Summen einfach weg?

Kann Robinhood das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen?

Die Handelsplattform hat ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. Neben der Kritik am Umgang mit GameStop- und Plattformproblemen muss es sich mit Rekordstrafen herumplagen, weil die Sicherheit nicht gewährleistet war. Dies betrifft jedoch nur die Kryptowährungsabteilung des Unternehmens. Auch wenn das Unternehmen sehr schnell wächst, hat es doch Kundenvertrauen einbüßen müssen. Trotz der Rekordstrafe von 70 Millionen US-Dollar hat Robinhood den Börsengang beantragt. Ob dieser so reibungslos abläuft, ist jedoch zweifelhaft. Denn die Kritik am Unternehmen ist stark und auch die Kontrolle der Aufsichtsbehörden wird noch einmal das Vertrauen der Kunden auf die Probe stellen.

Noch sind die Benutzerkennzahlen wie auch der Umsatz gut, doch bleibt dies so? Schaut man auf die letzten beiden Quartale gibt das Unternehmen in einem Tweet vom 8. April, dass rund 9,5 Millionen Kunden im ersten Quartal mit Kryptowährungen gehandelt haben. Dies bedeutet, dass sich die Zahl gegenüber dem vierten Quartal mehr als versechsfacht hat. Im vierten Quartal waren es nur 1,7 Millionen Krypto-Trader. Dies zeigt gleichzeitig auch, wie wichtig eine einfache App ist, wie sie Robinhood hat. Trotz der Achterbahnfahrt im letzten Jahr und den Rekordstrafen sind die Kunden nach wie vor auf der Seite des Unternehmens, was wohl auch an der wirklich sehr übersichtlichen App liegen mag.

Der Vorteil des hohen Kundenzuwachses war mit Sicherheit auch der Scherz-Kryptowährung Dogecoin (DOGE) zu verdanken. Denn ganze 34 % des Umsatzes im Q1 dieses Jahres kam durch den Dogecoin. Gleichzeitig gab Robinhood auch an, dass beim Sinken des Dogecoin das Geschäft geschädigt werden könnte, da keine andere Kryptowährung eine solche Nachfrage hat.

Um dieses Vertrauen aber nicht komplett zu verspielen, muss Robinhood nun einiges tun und bedeutende Schritte nach vorn machen. Nur so kann die schlechte Publicity der letzten Monate überwunden werden. Zudem muss sich das Unternehmen mächtig ins Zeug legen, denn es wird eine langfristige Anstrengung, um die Kunden zu halten und neue hinzuzugewinnen.

Wann kommt der Börsengang von Robinhood?

Der Börsengang steht in den Startlöchern und ist bisher noch in der ersten Phase. Daher wird es sicher noch einige Wochen dauern, bis das Unternehmen an der Börse notiert ist. Bekannt ist jedoch, dass das Listing an der Nasdaq mit dem Ticker „Hood“ geplant ist.

Wer bei Robinhood einsteigen möchte, sollte sich jedoch im Klaren sein, dass es mit großen Risiken verbunden ist. Nicht nur die ständige Kritik, auch die Rekordstrafen und der Verlust sind dabei zu betrachten. Auch wenn Robinhood in 2019 und 2020 auf einen Umsatz von 277,5 Millionen US-Dollar und 958,8 Millionen US-Dollar zurückblicken kann, steht dem gegenüber auch ein Verlust von 1,5 Millionen US-Dollar.

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Stephanie Hahn
Autor
Ich bin Stephie, wohne im schönen Andalusien und seit rund 5 Jahren bin ich von Kryptowährungen fasziniert. Dadurch, dass ich selbst investiere, bin ich natürlich immer bestens informiert, lasse mich aber nicht durch Emotionen leiten. Aber ich kann auch nicht abstreiten, dass ich risikobereit bin - muss man auch sein, bei solchen Geldanlagen. Ansonsten bin ich eine echte Leseratte, liebe das Meer und gute Musik.