Erneut schafft es der Stablecoin Tether (USDT) große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, nachdem dieser bereits vor wenigen Wochen im Rahmen der aktuellen Diskussion um Bitfinex im Rampenlicht stand. In der Causa Bitfinex geht es vor allem um Marktmanipulation und den Vorwurf, dass auf den Exchanges Geld aus illegalen Geschäften gewaschen wird. Nun berichtet Bloomberg, dass Tether als Zahlungsmittel für Glücksspielseiten oder (online) Marihuana-Shops gerade zu boomed.

Nach dem Bloomberg-Bericht entwickelt sich Tether immer mehr zu einem Zahlungsmittel. Der Stablecoin, der im Kontext von Trading beispielsweise zum Sichern der Gewinne genutzt wird, wird – gerade im Vergleich zu Bitcoin – immer häufiger für Zahlungen verwendet, so der Bericht.

Tether Boom – Glücksspiel und Cannabis vorrangig

Um dies nun an zwei Beispielen fest zu machen: Die Firma CoinPayments, welche Lösungen als Payment-Provider für Kryptwährungen anbietet, gibt beispielsweise an, dass der Stablecoin Tether mittlerweile 30% des gesamten Volumens ausmacht. Tendenz steigend! So liegt bereits der aktuelle Anteil von 30% des Gesamtvolumens aller Transaktionen satte 3000% über dem Vorjahresniveau. Bei anderen Firmen sieht es ähnlich aus.

So sagte Ievgen Iugrinov, der als Produktmanager bei der moskauer Firma B2BinPay arbeitet, dass auch bei ihnen Tether mittlerweile 20% zum Gesamtvolumen beiträgt. Hier hat sich der Wert jedoch ‚lediglich‘ verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr.


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Warum findet der Stablecoin so viel Anklang als Zahlungsmittel?

Auch wenn es immer wieder Kontroversen über die tatsächliche Deckung von Tether gab, ist das Prinzip eines Stablecoins, das er an eine (oder mehrere) Assets gekoppelt ist. Dadurch erhält er einen ‚festen‘ Wert, was ihn wiederum zu einem wenig-volatilen und somit stabileren Asset macht. Und genau davon profitieren sowohl Kunden als auch Händler.

Sean Mackay, der das operative Geschäft von CoinPayments leitet, erklärt den Charme von Tether – gerade im Vergleich zu anderen Kryptowährungen – wie folgt:

Früher akzeptierten die meisten Händler nur Bitcoin, Ethereum und vielleicht Litecoin. Diese mussten sie entweder direkt in Fiatwährungen oder dann etwas später in einen Stablecoin konvertieren, um sich gegen die Kursschwankungen (=Volatilität) abzusichern. Heute können wir beobachten, dass die Zahlungen einfach direkt in Tether erledigt werden.

Ein weiterer Punkt liegt nun auch darin, dass die Transaktionskosten mit Tether (aber auch mit anderen Kryptowährungen) einfach deutlich geringer sind als bei Kreditkarten. Insbesondere bei ‚high-risk sites‘ wie eben Gambling-Seiten oder Cannabis-Shops ist es schwieriger Anbieter für die Abwicklung mit Kreditkartenzahlungen zu findet. Ist man bei diesem Vorhaben erfolgreich, darf man sich dann auch noch über höhere Gebühren als andere Händler freuen. Tether schafft hier also Abhilfe!

Tether übertrumpft Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel im Bereich High-Risk Sites. Kannst du dir vorstellen, dass Tether zukünftig die Rolle des electronic cash systems übernimmt? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEbloomberg.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.