Gerade in der letzten Woche berichteten wir über die aktuellen Geschehnisse rund um den Facebook Coin Libra und die Bedenken des US-Kongresses, dass Libra eine Gefahr für die Finanz- und Währungsstabilität darstellen könne. In einem Gespräch, das am 09. Juli 2019 stattfand, spricht Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, nun auch über die Gefährdung der Finanzstabilität durch Kryptowährungen.

In dem Interview erklärte Balz, dass die Finanzstabilität nicht durch Kryptowährungen gefährdet sei. Die Gespräche diesbezüglich wurden im Europäischen Parlament geführt und über die Kanäle der Deutschen Bundesbank verbreitet.

Kryptowährungen sind (überhaupt) keine Bedrohung für die Finanzstabilität

So sagte Burkhard Balz, dass Kryptowährungen seiner Ansicht nach überhaupt keine Bedrohung für die Währungs- oder Finanzstabilität darstellen. Damit schließt er sich auch der Meinung der EZB an, die in Kryptowährungen keine Gefahr für die allgemeine Finanzstabilität sieht. Balz erklärte weiter, dass eine solche Situation jedoch entstehen könne, wenn kein richtiger Umgang damit gefunden würde, z.B. wenn es keine Regulierung und internationalen Standards gibt, die Kryptowährungen erfüllen müssen. So wurde beispielsweise mehrfach darüber berichtet, dass die spanischen Strafverfolgungsbehörden Bedenken „in der Causa Bitcoin“ geäußert haben. Sie monieren, dass Bitcoin Geldautomaten (ATMs) Lücken in den Vorschriften der Europäischen Union zur Bekämpfung der Geldwäsche (=anti money laundry, AML) ausnutzen. Dies mag zwar ärgerlich sein, jedoch bei weitem noch keine Gefahr für die Finanzstabilität darstellen.


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Distributed Ledger (DLT), Artificial Intelligence (AI) und Cloud Computing sind die Zukunft

Nachdem beispielsweise Donald J. Trump sich erst kürzlich gegen Kryptowährungen ausgesprochen hat, ist es umso erfreulicher positive Meinungen zu Blockchain, DLT und Kryptowährungen zu hören. So lobt Burkhard Balz den technologischen Fortschritt und setzt große Hoffnungen auf die Distributed Ledger-Technologie (DLT), Artificial Intelligence (AI) und Cloud Computing. Gleichzeitig mahnt er an, dass zukünftig (und insbesondere bei steigender Verbreitung und Akzeptanz) „Sicherheitschecks“ für Kryptowährung durchgeführt werden müssen.

Ferner sagte Balz, dass es im Wesentlichen nicht um eine Revolution, sondern mehr um eine Evolution gehe. Ziel soll sein, es den Menschen zu ermöglichen, bequemer auf ihre finanziellen Vermögenswerte zuzugreifen. Man kann also durchaus von „einem neuen digitalen Zeitalter“ sprechen, das den Finanzsektor nachhaltig (für immer?) verändern wird.

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[Bildquelle: Shutterstock]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

1 KOMMENTAR

  1. Wenn man die Kunst des Umkehrschlusses beherrscht, wird aus „Deutsche Zentralbank sagt, Kryptowährungen sind keine Gefahr für Stabilität“ der Umkehrschluss „Notenbanken sind eine Gefahr für die Geldwertstabilität“. Man denke an versteckte Inflationierung, Nullzinspolitik, immer riskantere Kreditvergabe bei Banken wegen sinkender Ertragslage usw.
    🙂 Schönes Wochenende allen hier!

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