Ein weiteres führendes Land hat erklärt, dass es nicht in die Fußstapfen Chinas mit einem landesweiten Krypto-Verbot treten will. Russland ist das jüngste Land, das sich von strengen Maßnahmen distanziert, nachdem auch die US-Börsenaufsicht SEC diese Idee scheinbar ausgeschlossen hat. Doch Russlands Haltung gegenüber Kryptos könnte dabei an eine wichtige Bedingung geknüpft sein: Kryptobörsen könnten ins Ausland verbannt werden.

Einem Bericht von Interfax zufolge sagte dazu Alexey Moiseev, der stellvertretende russische Finanzminister:

Im Moment kann ich nur sagen, dass Krypto-Zahlungen auf russischem Territorium nicht erlaubt sind. Gleichzeitig können die Bürger digitale Währungen kaufen und Wallets außerhalb Russlands nutzen. Das wird auch so bleiben, denke ich. Es gibt derzeit keine Pläne, etwas zu ändern.

Das bisher einzige kryptospezifische Gesetz in Russland verbietet Krypto-Transaktionen, bietet aber kaum mehr als einige Begriffserklärungen. Dieses Gesetz wurde am 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt. Moiseev stimmte zu, dass Schlüsselbegriffe wie Kryptowährungen, digitale Vermögenswerte und Blockchain-Technologie in dem Gesetz noch immer nicht definiert sind. Es handelt sich dabei um ein Problem, das die Regierung und der Gesetzgeber seit Jahren zu lösen versuchen.

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Russland hat kein Problem mit Kryptowährungen, aber mit Kryptobörsen

Moiseev deutete an, dass Moskau es begrüßt, wenn Bürger mit Kryptowährungen handeln und sie besitzen. Solange die Plattformen nicht auf russischem Boden sind. Der Minister antwortete auf Fragen von Studenten im Anschluss an einen Vortrag am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen:

Natürlich kann ein russischer Staatsbürger eine Wallet außerhalb Russlands haben. Aber sie werden Verboten unterliegen, wenn sie innerhalb des Landes operieren. Ich denke, dass es in absehbarer Zukunft so bleibt.

Es war dabei nicht ganz klar, wen genau Moiseev mit „sie“ bezeichnete. Aber die wahrscheinlichste Antwort lautet Kryptobörsen.

In den letzten Jahren hat die Mehrheit der russischen Kryptobörsen ihren Hauptsitz ins Ausland verlegt. Dadurch können die Börsen ihre Dienste weiterhin anbieten, sollte ein landesweites Verbot von in Russland ansässigen Plattformen folgen.

Moiseev behauptete, dass die „finanzielle Souveränität“ gefährdet ist, solange Krypto-Plattformen unreguliert bleiben.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.