Kryptowährungen sind zwar nicht erst seit gestern auf dem Markt, doch immer wieder gibt es Diskussionen rund um die Regulation der digitalen Token. Ein besonders heißes Thema ist dabei die rechtliche Klassifizierung der Coins, denn je nach Klassifizierung kann das unterschiedliche Auswirkungen auf den Assets haben. Das Unternehmen Ripple kam in der Vergangenheit oft ins Fadenkreuz dieser Diskussion. Nun nimmt Ripple Stellung und bedient sich dabei an Richtlinien aus Großbritannien.

Ripple und unerlaubter Wertpapierverkauf?

Wenn ein Unternehmen an die Börse geht und Aktien ausgibt, muss es bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen erfüllen und unterliegt einer Pflicht zur Berichterstattung an die Aktionäre. Das ist auch gut so, denn natürlich möchten Investoren wissen, was die Firma von denen Sie Anteile halten genau macht.

Im Crypto-Space stellt sich die rechtliche Regulierung von Coins aufgrund ihrer Neuheit etwas schwieriger dar, denn es sind schließlich keine klassischen Wertpapiere oder Finanzprodukte, wie Aktien oder Derivate. Regulierungsbehörden haben deshalb bis jetzt gerne einen großen Bogen um das Thema gemacht und damit für wenig Klarheit gesorgt.

Gerade Ripple ist in der Vergangenheit immer wieder beschuldigt worden unerlaubt Wertpapiere ausgegeben zu haben. Das Unternehmen steht schließlich hinter der Kryptowährung XRP, das in dem Produkt xRapid verwendet wird. Aktuell steht das Unternehmen Ripple in den USA sogar mit dem ehemaligen XRP Investor Bradley Sostack im Rechtsstreit, der XRP als Wertpapier sieht. Falls seine Klage erfolgreich sein sollte, könnte das unangenehme Folgen für Ripple haben: die Herausgabe von XRP wäre damit ein unerlaubter Wertpapierverkauf (gewesen) und somit illegal.


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Ripple zieht für XRP Richtlinien aus Großbritannien heran

Ripple sieht sich wegen des aktuellen Rechtsstreits im Zugzwang und nahm in einem aktuellen Blog-Post Stellung zu den Vorwürfen. Als Argumentationsgrundlage nahm das Unternehmen dabei Richtlinien der Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) aus Großbritannien. Dort werden Kryptowährungen in 3 Kategorien eingeteilt:

  • Exchange Token (Token für den Austausch, z.B. zum bezahlen)
  • Utility Token (Token, die innerhalb ihres Ökosystems einen Zweck erfüllen) und
  • Security Token („Wertpapier“-Token)

Laut der Stellungnahme Ripples ist XRP ein Exchange Token und fällt somit nicht in den Zuständigkeitsbereich der FCA, was bedeuten würde, dass Ripple auch keine Wertpapiere unerlaubt herausgegeben hätte, wie es in dem Rechtsstreit behauptet wird. Konkret schriebt das Unternehmen:

Mit der Herausgabe dieser Klassifizierungen macht die FCA den Unternehmen deutlich, welche digitalen Vermögenswerte in ihren „regulatorischen Rahmen“ fallen. Anders ausgedrückt, die FCA hat gezeigt, welche Arten von Token als Wertpapiere reguliert werden und welche nicht. Die FCA hat auch den Rahmen flexibel gestaltet, um den technologischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Da sie anerkennt, dass digitale Vermögenswerte im Laufe der Zeit zwischen den Klassifizierungen wechseln können.

Ripple fordert mehr Klarheit seitens der Regulierungsbehörden

Ripple sagt, dass es für Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt an der Zeit ist ihre rechtlichen Einschätzungen zu aktualisieren und klare Richtlinien für digitale Assets zu schaffen. So fordert das Unternehmen die USA und andere Länder auf, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und den Unternehmen einfache und direkte regulatorische Leitlinien anzubieten.

So wie die USA bei der Regulierung des Internets mitgewirkt haben, unternimmt Großbritannien wichtige erste Schritte zur Regulierung digitaler Assets und Blockchain. Es gibt eine Reihe weiterer Länder auf der ganzen Welt, die sich bereits als freundlich für die Blockchain-Technologie erwiesen haben. Darunter die Schweiz, Abu Dhabi, Thailand, Singapur und viele mehr, die wichtige Hinweise aus der FCA entnehmen und ihre eigenen Vorschriften entwickeln.

Klarheit hat bis jetzt in keinem Bereich geschadet. Und so könnte eine vernünftige und einheitliche Regulierung zu digitalen Assets eine entscheidende und beflügelnde Rolle bei den Entwicklungen in diesem Bereich einnehmen. Auch der Rechtsstreit von Ripple könnte dafür einen Präzedenzfall liefern.

Was denkst du zu den Aussagen von Ripple? Meinst du der Ausgang des Rechtsstreits könnte dem Kurs von XRP schaden? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

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