Ripple Labs Co-Founder Jed McCaleb hat vergangenen Monat 453 Millionen XRP veräußert. Das geht aus den Daten von XRPScan hervor.

McCaleb arbeitete seit 2011 für Ripple Labs, ehe er das Unternehmen 2014 verließ, um an Stellar Lumens XLM zu arbeiten. Für seine Mitwirkung an OpenCoin, das später zu Ripple Labs umbenannt wurde, erhält McCaleb 8 Milliarden XRP Token periodisch ausgezahlt.

McCaleb kann auch nach der Veräußerung der 453 Millionen Token noch auf einen reichlichen Bestand an XRP zurückgreifen. So besitzt der Ripple Co-Founder weiterhin 617,3 Millionen Token. Erst vor wenigen Tagen hatte McCaleb 408 Millionen XRP erhalten.

Damals hatte McCaleb noch versucht alle Token auf einen Schlag zu verkaufen. Ripple konnte den Softwareentwickler allerdings durch Klagen davon abhalten, um einen starken Wertverlust durch den Abverkauf zu vermeiden.

Ripple Kurs bleibt stabil

Dies hat vor allem McCaleb selbst weitergeholfen. Seitdem ist der XRP Kurs nämlich deutlich gestiegen. Zwar liegt der Kurs aktuell deutlich unter dem erreichten Allzeithoch vom 4. Januar 2018 (3,84 USD), konnte sich in den letzten Tagen allerdings stabil halten.

Zu einem Abverkauf bei privaten Anlegern sollte diese Ripple News allerdings nicht führen. Zwar wird in den Abverkäufen durch bekannte Gesichter oftmals eine Hiobsbotschaft gesehen, McCaleb ging jedoch von Anfang an sehr offen über seine Pläne zum Verkauf seiner Anteile um.

Einen Teil der erhaltenen Token spendete der Mitgründer von Ripple Labs an gemeinnützige Organisationen wie Give Directly oder Literacy Bridge.

Aktuell wird XRP bei rund 0,95 USD gehandelt. Seit Jahresbeginn konnte der Ripple-Token seinen Wert damit ungefähr verfünffachen, obwohl der XRP Kurs durch die SEC-Klage stark unter Druck geraten war und teilweise um 70 Prozent sank.

SEC-Klage setzte XRP Kurs unter Druck

Durch gerichtliche Teilerfolge konnte Ripple Labs den Wert des Token in den letzten Monaten stabilisieren. Analysten vermuten einen starken Anstieg, wenn Ripple dies SEC-Klage komplett abwehren sollte. Hierbei geht es um insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar.

Ripple habe die Veräußerung des Tokens damals nicht korrekt angemeldet, so die Anklage der Börsenaufsicht. Ein Urteil steht aktuell noch aus. Zuletzt hieß es, dass Ripple Labs einen Börsengang anstrebt, wenn die Gerichtsverhandlungen beendet sein sollten.