Seit Ripple durch die amerikanische Securities and Exchange Comission (SEC) angeklagt worden ist, fällt der XRP Kurs ununterbrochen. Zum Zeitpunkt des Artikels beträgt der Preis für 1 XRP gerade einmal 0,22 US-Dollar. Dies entspricht einem 7-Tagesverlust in Höhe von mehr als 50%. Wie Ripple nun zu der Anklage reagiert und welches offizielle Statement seit dem gestrigen Tag zu lesen ist, klären wir in diesem Artikel.

Ripple Statement und die Anklage durch die SEC

Am gestrigen Dienstag, dem 29.12.2020, veröffentlichte Ripple Labs ein Statement zur aktuellen Situation in den USA. Am Ende des Artikels findest du den originalen Bericht als Quelle hinterlegt.

Im Folgenden gehen wir nun auf einzelne Aspekte des Statements ein. Beginnen wir direkt beim ersten Satz, der sich wie folgt zitieren lässt:

Die Öffentlichkeit und Presse haben bisher lediglich die Geschichte der SEC gehört und wir werden unsere Antwort zu diesen unbewiesenen Anschuldigungen gegen Ripple in wenigen Wochen veröffentlichen.

Offensichtlich und verständlicherweise bewertet Ripple Labs die Situation aus ihrer Perspektive fundamental anders als es die SEC in ihrer Anklage tut. Im weiteren Verlauf des Textes weitet das Ripple Statement die Perspektive und spricht von einem Angriff, der sich nicht nur gegen die Firma selbst, sondern viel mehr gegen den gesamten amerikanischen Kryptospace richte. Ferner beklagt die Firma, dass sie bereits mehrfach auf die Gefahr fehlender regulatorischer Klarheit (engl. dangerous lack of regulatory clarity) hingewiesen hätten. Die jetzige Anklage führe zu einem großen Schaden für Ripple und XRP.

Die Anklage habe bereits jetzt unzählige unschuldige XRP Besitzer ohne jegliche Verbindung zu Ripple geschadet.

Ripple führt weiter an, dass die regulatorische Unsicherheit nicht nur für Börsen und Händler schlecht sei. Die jetzigen Maßnahmen führe zu weiterer Verunsicherung und schade damit aktiv dem Ökosystem und der Community, die sie nach eigenen Aussagen schützen wollten.

Absatzmarkt USA wird weiterhin aufrechterhalten

Ferner führt Ripple Labs an, dass alle Produkte und Dienstleistungen weiterhin für US-Kunden aufrechterhalten werden würden. Gleichzeitig betont die in San Francisco ansässige Firma jedoch auch, dass der Großteil des XRP-Handelsvolumens außerhalb der USA geschieht und auch die Mehrheit der Kunden nicht in den USA ansässig sind.

Parallel dazu gibt es in vielen wichtigen Ländern wie Singapur, Großbritannien, Japan aber auch der Schweiz klare Anforderungen und Rechtssicherheit. Ripple zeigt dabei, dass es bereits ist für regulatorische Klarheit zu kämpfen und den Rechtsweg vollends auszuschöpfen. Dazu gehöre auch vollständige Transparenz und die Zusammenarbeit mit der SEC, so das Statement.

Fassen wir zusammen, dass eine finale Antwort und ausführliche Erklärung von Ripple Labs noch aussteht. Derweil möchte die Firma ihr Geschäft in den USA weiterführen und alle Kunden bedienen. Der Rechtsweg soll dabei vollends ausgeschöpft werden. Zum aktuellen Zeitpunkt sind wir noch weit entfernt von einer finalen Aussage, wie die Causa für Ripple und vor allem XRP enden wird.

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QUELLEripple.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.