Das US-amerikanische Softwareunternehmen Symantec hat ein Tool zum sicheren Ethereum Mining veröffentlicht. Mit Norton Crypto können erste ausgewählte Nutzer das Tool testen.

Bisher war es oftmals notwendig gewesen, das Antivirus-Programm auszuschalten, um effizient minen zu können. Hierbei war die Gefahr sich mit Schadsoftware anzustecken extrem groß. Dies entfällt jetzt.

„Jahrelang mussten viele Coinminer auf ihrer Suche nach Kryptowährung Risiken eingehen, indem sie den Schutz deaktivierten, um Coinmining zu betreiben und ungeprüften Code auf ihren Rechnern zuließen, der ihre Einnahmen abschöpfen oder sogar Malware einschleusen könnte“, so CEO Vincent Pilette zu den bisherigen Risiken.

Zudem sei er stolz, dass Norton Antivirus 360 das erste Antivirussystem ist, dass dies ermöglicht. Austesten dürfen dies passend zum Namen des Programmes 360 ausgewählte Testnutzer. In Kürze könnte der Roll-Out für die alle 13 Millionen Nutzer folgen.

Weitere Kryptowährungen sollen auf das Ethereum Mining folgen

Aktuell ermöglicht das neue Tool das sichere Mining von Ethereum. Das Mining von anderen Kryptowährungen ist hierdurch noch nicht abgedeckt. Dabei ist auch bei anderen Kryptowährungen das Interesse am Mining groß. Das ist auch den Verantwortlichen von Norton Antivirus 360 bewusst.

„Während das Unternehmen langsam anfängt und sich darauf konzentriert, Kunden beim sicheren Mining von Ethereum zu helfen, erwägt NortonLifeLock, in Zukunft weitere seriöse Kryptowährungen hinzuzufügen.“

Schadsoftware durch Mining

Viele Nutzer werden nämlich Opfer von Hacker-Angriffen. Hier wird die Rechnerleistung von fremden Rechner genutztnutzen, um zusätzlich Kryptowährungen zu minen. Oftmals bleibt dies unbemerkt. Das Schürfen vieler Kryptowährungen funktioniert nach einem Proof-of-Work-Algorithmus. Hierbei löst der Rechner komplizierte Aufgaben und sichert somit eine Transaktion auf der Blockchain ab.

Neben der Schadsoftware-Gefahr beim Minen wird das Mining allerdings auch dann zur Gefahr, wenn ein Miner mehr als 50% des Miningpools beherrscht. Mit einer sogenannten 51%-Attacke kann die Sicherheit und Stabiliät eines Netzwerkes gefährdet werden.

Ethereum Mining bald nicht mehr möglich?

Das Ethereum Mining könnte jedoch schon bald der Vergangenheit angehören. Mit der Umstellung auf Ethereum 2.0 ist auch zumindest der teilweise Wechsel von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake geplant. Hier entfällt das energieintensive Schürfen der einzelnen Münzen, so dass Transaktionen nun durch das einfache Halten der Coins im Wallet gewährleistet wird.

Hier gilt: Je mehr Coins in einem Wallet sind, umso mehr Transaktionen können bestätigt werden. Als Belohnung gibt es hierfür Zinsen in Form der jeweiligen Kryptowährung. Je nach Kryptowährung sind das zumeist zwischen zwei und zehn Prozent.