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Das Europäische Parlament schlägt eine Krypto-Steuer zur Finanzierung des EU-Haushalts vor

Das Europäische Parlament schlägt eine Krypto-Steuer zur Finanzierung des EU-Haushalts vor

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  • Einnahmen aus dieser Steuer würden in den europäischen Haushalt fließen.
  • Europäische Kommission will Krypto-Unternehmen dazu verpflichten, Angaben über Nutzergelder zu machen.

Gesetzgeber des Europäischen Parlaments haben Steuern auf Kryptowährungen vorgeschlagen, um den jährlichen EU-Haushalt von rund 170 Milliarden Euro zu finanzieren, berichtet CoinDesk. Dabei sollen die Einnahmen aus dem Krypto-Mining, Krypto-Transaktionen und Kapitalgewinne aus digitalen Vermögenswerten besteuert werden.

Der Vorschlag wurde in einem letzte Woche veröffentlichten Berichtsentwurf für den Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments aufgeführt.

Steuern auf nationaler Ebene sind weniger effizient

Dem Bericht zufolge wäre es eine gute Idee, eine gesamteuropäische Steuer auf Kryptowährungen einzuführen, da die Gewinne daraus in den EU-Haushalt fließen würden.

Dieser Vorschlag wurde von dem portugiesischen Sozialdemokraten José Manuel Fernandes und der französischen Gesetzgeberin Valérie Hayer verfasst. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Besteuerung und Regulierung von Krypto-Werten auf EU-Ebene aufgrund ihrer grenzüberschreitenden Dimension und hohen Mobilität effizienter wäre, als wenn jedes Land es separat tun würde.

Europäische Kommission schlägt Meldepflicht vor

Im Dezember letzten Jahres schlug die Europäische Kommission vor, dass Krypto-Unternehmen den Steuerbehörden verpflichtend über Nutzergelder Bericht erstatten müssen. Es wurden auch weitere Regeln vorgeschlagen, um Informationen über die Krypto-Bestände der Anleger zu erhalten. Es würden aber weiterhin die nationalen Regierungen sein, die bestimmen, was und wie viel sie besteuern.

Begrenzte Kontrolle über Steuergesetze

Andere Gesetzgeber im Ausschuss haben etwas mehr als eine Woche Zeit, um Änderungen an dem Bericht vorzuschlagen. Der Europäische Parlament hat insgesamt 705 Abgeordnete, aber ihre Kontrolle über die Steuergesetze ist begrenzt. Normalerweise werden diese Gesetze von den Finanzministern der 27 EU-Mitgliedstaaten einstimmig beschlossen.

Krypto-Steuer soll der Umwelt zugute kommen

Fabio Panetta, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, hat erklärt, dass die Steuereinnahmen dazu verwendet werden könnten, die Auswirkungen von Blockchains und Kryptowährungen auf die Umwelt zu reduzieren. Insbesondere die Kosten, die durch das Bitcoin-Mining verursacht werden, das den Proof-of-Work-Mechanismus nutzt.

Die Gesetzgeber denken auch über Steuern auf kohlenstoffintensive Importe, Unternehmensgewinne und Finanztransaktionen nach, um die Finanzierung des Haushalts der EU zu sichern. Derzeit wird er hauptsächlich von den nationalen Regierungen finanziert und für regionale Investitionen und Agrarsubventionen ausgegeben.

Daniela Kirova

Daniela Kirova

Die freiberufliche Krypto-Autorin Daniela hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Schreiben und Übersetzen von finanziellen Inhalten. Sie ist Diplom-Psychologin und berichtet ausgiebig über die neuesten Krypto-News und Marktentwicklungen.