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NFT-Handelsvolumen ist in 2022 drastisch gefallen. Ist es vorbei mit den NFTs?

NFT-Handelsvolumen ist in 2022 drastisch gefallen. Ist es vorbei mit den NFTs?

Zuletzt aktualisiert am 25th Jan 2023
Hinweis
  • In diesem Jahr wurde ein starker Rückgang an Transaktionen und Handelsvolumen mit NFts verzeichnet.
  • Immer weniger Anleger glauben an das Wachstumspotenzial der NFT-Branche.

Es ist noch gar nicht so lange her, als die NFT-Branche ihren Boom erlebte. Noch vor etwa einem Jahr zahlte ein Unternehmen 2,4 Millionen US-Dollar für ein NFT bei Decentraland. Ungefähr zur gleichen Zeit gab ein unbekannter Nutzer 4,3 Millionen US-Dollar für ein virtuelles Grundstück bei The Sandbox aus.

Aber heute sieht es so aus, als würden die NFTs einen langsamen Tod sterben. Ist es wirklich der Fall?

Was sind Non-Fungible Token?

Bei nicht-fungiblen Token oder kurz NFTs handelt es sich um digitale Vermögenswerte, der durch die Blockchain abgesichert sind. Auch Kryptowährungen existieren in Form von Token, aber das Besondere an NFTs ist die Tatsache, dass sie einzigartig sind. Daher eignen sich NFTs dafür, um Eigentumsrechte an digitaler Kunst zu übertragen, oder beispielsweise einfach an einem Foto, das man mit dem Handy aufnimmt. Das zugehörige NFT hat einzigartige Metadaten, die nicht repliziert werden können.

Auf diese Weise sind Künstler in der Lage, einzigartige NFTs zu prägen und sie dann digital zu verkaufen. Aber diese Technologie eignet sich für alle Arten von Daten. So hat zum Beispiel Jack Dorsey den allerersten Tweet als NFT für 2,9 Millionen US-Dollar verkauft. Käufer von NFTs erhalten einen auf den Blockchain gespeicherten Eigentumsnachweis und somit das Recht, das gekaufte Stück nach belieben zu verwenden.

Es gab auch Versuche, NFTs in den existierenden Kunstmarkt zu integrieren. Anstatt ein physisches Kunstwerk zu kaufen, können Sammler eine NFT-Version an einem Teil oder dem ganzen Kunstwerk erwerben.

NFTs hatten in den Zeiten des Krypto-Booms vor rund einem Jahr einen großen Erfolg. Insgesamt wurden NFTs für Milliarden Dollar verkauft. Die zugrunde liegende Technologie kam auch in anderen Branchen zum Einsatz. So nutzen beispielsweise Entwickler von Videospielen NFTs, um ihre Apps zu monetarisieren.

Für die meisten Käufer sind NFTs jedoch ein Mittel zur Spekulation. Als die Branche florierte und die Token schnell an Wert gewannen, konnten einige Trader damit tatsächlich recht große Gewinne erzielen.

Sind NFTs tot?

Angesichts der Probleme, mit denen der Kryptomarkt derzeit konfrontiert ist, wird immer häufiger die Frage gestellt, ob NFTs eine Zukunft haben. Die Antwort lautet: NFTs sind noch nicht tot. Zum einen zeigen die von CryptoSlam zusammengestellten Daten, dass die NFT-Verkäufe im November trotz des FTX-Dramas auf über 534 Millionen US-Dollar gestiegen sind. In den ersten zwei Dezemberwochen erreichte das NFT-Handelsvolumen 281 Millionen US-Dollar. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden die Umsätze im Dezember die des Vormonats übersteigen.

Ein genauerer Blick auf diese Zahlen zeigt jedoch, dass es nicht so viele Gründe für Optimismus gibt. Während 534 Millionen US-Dollar eine ermutigende Zahl sind, betrug das NFT-Handelsvolumen im gleichen Monat 2021 rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Im Januar dieses Jahres belief sich das Volumen auf über 4,7 Milliarden US-Dollar.

Weitere Daten zeigen, dass auch die Zahl der aktiven Käufer und Verkäufer zurückgegangen ist. So gab es im Januar fast 125.000 aktive Käufer, inzwischen ist ihre Zahl drastisch zurückgegangen. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Gesamtzahl der NFT-Transaktionen zurückgegangen ist.

Daher geben diese Zahlen keinen Anlass zur Zuversicht für die Zukunft. NFTs wird es zwar auch weiter geben, aber ich glaube, dass die Branche ihren Höhepunkt nie wiederholen könnte.

Crispus Nyaga

Crispus Nyaga

Crispus ist ein Finanzanalyst mit über 9 Jahren Erfahrung in der Branche. Für einige der führenden Marken deckt er Kryptowährungen, Forex, Aktien und Rohstoffe ab. Er ist auch ein leidenschaftlicher Trader, der sein Familienkonto führt. Crispus lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Nairobi.