cryptomonday.de
StartseiteNachrichtenUS-Justizministerium erhebt Anklage gegen den Entwickler von Baller Ape Club NFT wegen Betrug
US-Justizministerium erhebt Anklage gegen den Entwickler von Baller Ape Club NFT wegen Betrug

US-Justizministerium erhebt Anklage gegen den Entwickler von Baller Ape Club NFT wegen Betrug

Zuletzt aktualisiert am 22nd Sep 2022
Hinweis
  • Le Anh Tuan wird beschuldigt, 2,6 Millionen US-Dollar von den Investoren gestohlen zu haben.
  • Außerdem lautet die Anklage auf Drahtbetrug und internationale Geldwäsche.
  • Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Tuan bis zu 40 Jahre Gefängnis.

Das US-amerikanische Justizministerium (Department of Justice, DOJ) hat Anklage gegen Le Anh Tuan erhoben, den Mann hinter dem NFT-Projekt Baller Ape Club. Das DOJ gab am 30. Juni bekannt, dass es Tuan in einem Fall wegen Verschwörung zum Drahtbetrug und in einem Fall wegen Verschwörung zur internationalen Geldwäsche angeklagt hat.

Außerdem beschuldigt das Justizministerium Tuan und fünf weitere Personen, an mehreren Krypto-Betrügen beteiligt gewesen zu sein, bei denen den Investoren mehr als 130 Millionen US-Dollar gestohlen wurde. Tuan soll der Drahtzieher hinter dem größten dieser Betrüge sein. Die Anleger verloren dabei 2,6 Millionen US-Dollar.

Bei Baller Ape Club handelte es sich um NFTs mit Cartoon-Affen, ähnlich den Bored Apes. Nach dem öffentlichen Verkauf der NFTs haben Tuan und seine Mitverschwörer das Projekt jedoch auf Eis gelegt und sind mit den Geldern der Investoren verschwunden.

Danach haben Tuan und seine Komplizen das Geld mit Hilfe von "Chain-Hopping" gewaschen. Dabei werden Token in andere Kryptowährungen getauscht und auf mehrere Blockchain-Netzwerke über dezentrale Kryptobörsen verschoben, bis ihre Spur verschwindet.

Sollte Tuan in allen Anklagepunkten verurteilt werden, drohen ihm bis zu 40 Jahre Gefängnis.

Tuans Anklage kommt, nachdem das Justizministerium im März seinen ersten Fall gegen die Entwickler eines NFT-Projekts angekündigt hatte. In diesem Fall erhob das Justizministerium Anklage gegen Ethan Nguyen und Andre Llacuna, die Schöpfer der Frosties NFTs, ebenfalls wegen Betrug und Geldwäsche.

Strenge Strafen für Krypto-Betrüger

Die anderen fünf Personen sind Emerson Pires, Flavio Goncalves, Joshua David Nicholas, Michael Alan Stollery und David Saffron. Pires, Goncalves und Nicholas sind jeweils wegen Verschwörung zum Drahtbetrug und wegen Verschwörung zum Wertpapierbetrug angeklagt.

Die Anklagen stehen im Zusammenhang mit dem Schneeballsystem EmpiresX, bei dem Investoren um mindestens 40 Millionen US-Dollar betrogen wurden. Pires und Goncalves waren Mitgründer von EmpiresX, einer angeblichen Krypto-Sparplattform, die Investoren eine hohe Rendite versprach. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Pires und Goncalves bis zu 45 Jahre Gefängnis. Nicholas droht eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren.

In Fall von Alan Stollery geht es um ein Initial Coin Offering (ICO). Dem US-Justizministerium zufolge ist er der Gründer von Titanium Blockchain Infrastructure Services (TBIS), einer Krypto-Investmentplattform. Ihm wird eine Anklage wegen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit dem ICO von TBIS zur Last gelegt, bei dem rund 21 Millionen US-Dollar von Investoren in den USA und anderen Ländern aufgebracht wurden.

Stollery drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis, wenn er in allen Anklagepunkten verurteilt wird.

David Saffron wird beschuldigt, rund 12 Millionen US-Dollar von Investoren von Circle Society gestohlen zu haben. Auch diese Plattform versprach Anlegern hohe Renditen durch Investitionen in Kryptowährungen, entpuppte sich aber als Pyramidenspiel. Das DOJ klagt ihn in einem Fall der Verschwörung zum Drahtbetrug, in vier Fällen des Drahtbetrugs, in einem Fall der Verschwörung zum Warenbetrug und in einem Fall der Behinderung der Justiz an.

Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Saffron bis zu 115 Jahre Gefängnis.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Kenneth A. Polite, Jr. von der Strafabteilung des Justizministeriums äußerte sich wie folgt:

Diese Anklagen spiegeln unser großes Bestreben bei der Verfolgung von Personen wider, die an Kryptowährungsbetrug und Marktmanipulation beteiligt sind.
Jinia Shawdagor

Jinia Shawdagor

Jinia ist eine Fintech-Autorin aus Schweden. Mit jahrelanger Erfahrung hat sie für renommierte Publikationen wie Cointelegraph, Bitcoinist, Invezz usw. über Kryptowährung und Blockchain geschrieben. Sie liebt Gartenarbeit, Reisen und Freude und Glück aus den kleinen Dingen des Lebens zu ziehen