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US-Richter soll BTC im Wert von 56 Mio. $ an BitConnect-Opfer auszahlen

US-Richter soll BTC im Wert von 56 Mio. $ an BitConnect-Opfer auszahlen

Zuletzt aktualisiert am 10th May 2022
Hinweis

US-Behörden haben einen Richter ersucht, digitale Vermögenswerte im Wert von fast 56 Millionen US-Dollar zu liquidieren. Sie wurden bei dem Promoter von BitConnect beschlagnahmt – eines der größten Krypto-Betrugsfälle in USA.

Letzte Woche beantragten sowohl die US-Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von Kalifornien als auch das US-Justizministerium bei US-Bezirksrichter Todd W. Robinson die Beschlagnahme der Erlöse von Glenn Arcaro. Es handelt sich dabei um einen in den USA ansässigen Promoter von BitConnect. Er wird beschuldigt, einen der größten Betrügereien mit Kryptowährungen inszeniert zu haben.

Die Beschlagnahmung der illegalen Erlöse ist die bisher größte Einzelwiederherstellung aus einem Krypto-Betrug in diesem Land. Über seinen Anwalt stimmte Arcaro der Beschlagnahmung zu.

Kontroverse rund um die BitConnect-Börse

Die US-Börsenaufsicht SEC verklagte im September Satish Khumbhani – den Gründer von BitConnect. Die Anklage lautete auf Missbrauch von Investorengeldern im Wert von fast 2 Milliarden US-Dollar. Es ging dabei um Bitcoins von Anlegern aus der ganzen Welt

Im selben Monat erhob ein Bundesstrafgericht Klage gegen Arcaro wegen Betrugs an US-Anlegern. Arcaro bekannte sich der Anklage für schuldig.

Vor fünf Jahren verkaufte BitConnect eigene Kryptowährung im Tausch gegen Bitcoin. Das Unternehmen forderte die Anleger auf, Bitcoins direkt auf der Plattform einzuzahlen. Als Gegenleistung sollten sie Zinsen auf ihr Geld verdienen. Ermöglicht wurde das Ganze angeblich über ein automatisiertes Programm, das mit Bitcoin handelte.

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Die SEC fand später heraus, dass BitConnect nie ein Trading-Programm verwendet hat. Stattdessen zweigte Khumbhani das Geld ab und teilte einen Teil des Erlöses mit einer Gruppe von Promotoren (darunter Glenn Arcaro), die ihm bei der Geldbeschaffung halfen.

Im September verklagte die SEC den Gründer der inzwischen aufgelösten Kryptobörse. Die Aufsichtsbehörde forderte in ihrer Klage gegen BitConnect vor einem Bundesgericht in Manhattan Geldbußen, die Rückerstattung unrechtmäßig erzielter Gewinne und andere Entschädigungen.

Betrugsopfer warten auf Entschädigungen

Die US-Regierung plant nun, ein Entschädigungsverfahren für die unglücklichen Opfer eines der größten Krypto-Betrugs auf amerikanischem Boden einzuleiten.

Digitale Währungen im Wert von fast 56 Millionen Dollar, die sich im Besitz von Arcaro befinden, werden dabei liquidiert (aber nicht etwa zerstört). Die US-Regierung wird die Kryptowährungen verkaufen und mit dem Erlös in US-Dollar die Opfer entschädigen.

Nach Angaben des Justizministeriums verwahrt die Regierung die beschlagnahmten Erlöse in einer Wallet für Kryptowährungen. Sie beabsichtigt, das Geld zur Entschädigung der Opfer gemäß einer zukünftigen Anordnung durch das Gericht zu verteilen.

Arcaro droht eine Höchststrafe von bis zu zwanzig Jahren hinter Gittern. Er soll Anfang nächsten Jahres verurteilt werden, nachdem „ein Bundesbezirksrichter die US-Strafrichtlinien und andere gesetzliche Faktoren berücksichtigt hat“.