Der Zahlungsriese Mastercard hat vor kurzem eine Vereinbarung mit einem Unternehmen getroffen, das sich auf die Bekämpfung von Geldwäsche spezialisiert. Dabei werden Blockchains nach illegalen Transaktionen durchsucht. Die Firma CipherTrace schloss den Vertrag mit Mastercard am Donnerstag ab. Zuvor hatte der Zahlungsriese angekündigt, dass er in diesem Jahr mit der Unterstützung bestimmter Kryptowährungen begint.
Nach dieser Übernahme kann Mastercard über 900 Kryptowährungen verfolgen. Weitere Details der Übernahme sind noch nicht bekannt.
Der Deal mit CipherTrace zeigt, dass Regierungen und Banken rund um die Welt nach Möglichkeiten suchen, die Überwachung von Kryptowährungen und deren Kontrolle zu verstärken.
CipherTrace ist ein wichtiger Akteur in der Welt der Geldwäschebekämpfung. Anfang dieses Jahres hat Daniel Loebs Third-Point-Venture 27 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert. Dennoch ist es immer noch weniger wert als der Konkurrent Chainalysis. Diese Firma mit 4,2 Milliarden Dollar bewertet.
Der Leiter von Mastercard Cyber and Intelligence Ajay Bhalla sagte:
Mit dem rasanten Wachstum des Ökosystems digitaler Vermögenswerte müssen wir sicherstellen, dass es vertrauenswürdig und sicher ist. Unser Ziel ist es, auf den komplementären Fähigkeiten von Mastercard und CipherTrace aufzubauen, um genau das zu erreichen.
Krypto-Zahlungen geplant
Mastercard hat seine Aktivitäten im Krypto-Bereich in letzter Zeit verstärkt. Im Juli gab das Unternehmen bekannt, dass es die Verwendung von durch USD Coins als Brücke zwischen den Krypto-Käufern und den traditionellen Händlern erproben will. Im Februar teilte Mastercard mit, dass es Händlern erlauben würde, bis Ende des Jahres Zahlungen in Krypto zu akzeptieren.
Damals sagte der Vizepräsident von Mastercard:
Unsere Philosophie in Bezug auf Kryptowährungen ist ganz einfach: Es geht um die Wahlfreiheit.
Mastercard hat sich in CipherTrace eingekauft, um in Zukunft Krypto-Transaktionen zu kontrollieren. Das Finanzunternehmen will mithilfe von CipherTrace Betrug aufdecken, bestehende Krypto-Strategie erweitern und Innovationen vorantreiben. Dieses Deal könnte auch darauf hinweisen, dass Mastercard früher als gedacht mit Krypto-Zahlungen beginnt!
Auch Visa will in Krypto einsteigen
Nicht nur Mastercard hat eine Krypto-Strategie. Auch Visa ist dabei, eigene Krypto-Dienste zu entwickeln. Die beiden Kreditkarten werden wohl miteinander konkurrieren, wenn die Sache mit Krypto soweit ist.
Bisher hatte Visa Oberhand in der Kryptobranche. Aber Mastercard holt mit einer Reihe von Investitionen auf. Die Firma hat Partnerschaften mit Uphold, Gemini und Bitpay geschlossen. Sie wollen Krypto-Karten auf den Markt bringen und USDC-Zahlungen einführen.