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Umfrage zeigt Geschlechterdifferenz im Krypto-Handel

Umfrage zeigt Geschlechterdifferenz im Krypto-Handel

Zuletzt aktualisiert am 21st Jul 2022
Hinweis

Die Umfrage „Invest In You: Nextgen Investor“ von CNBC und Acorn hat kürzlich ergeben, dass es im Kryptowährungshandel ein Geschlechterdifferenz gibt. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit Momentive durchgeführt und im August 2021 veröffentlicht.

Laut der Umfrage investieren doppelt so viele Männer wie Frauen in Kryptowährungen, auch wenn es Bestreben gibt, mehr Geschlechtergleichheit zu erreichen.

Diese Geschlechterlücke übertrifft die bestehende Kluft bei traditionellen Anlagen wie ETFs, Aktien, Investmentfonds und Immobilien. Und das obwohl Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Dogecoin in einer Weise gefördert wurden, die darauf abzielt, den Finanzbereich zu demokratisieren und die Vielfalt der Anleger zu erhöhen.

16 % der Männer investieren in Kryptowährungen, aber nur 7 % der Frauen. Obwohl Kryptowährungen ein Finanzinstrument des 21. Jahrhunderts sein mögen, scheinen sie ein sehr altmodisches Problem zu haben. Im Laufe der Geschichte haben Frauen im Bereich der Investitionen immer hinter den Männern zurückgestanden. Die geschlechtsspezifische Diskrepanz bei Kryptowährungen ist größer als bei traditionellen Anlagen wie Investmentfonds (30 % Männer, 20 % Frauen), Aktien (40 % Männer, 24 % Frauen) und Immobilien (36 % Männer, 30 % Frauen).

Invest In You: Nextgen Investor Survey wurde Anfang August 2021 durchgeführt. Es nahmen 5530 erwachsene US-Bürger teil, von denen 2980 Anlagen in Aktien, Anleihen, ETFs oder Kryptowährungen hielten.

Geschlechterdifferenz beim Investieren

Die Kluft zwischen den Geschlechtern ist kein neues Phänomen. Die Finanzbranche kämpft schon seit Jahren dagegen. Bis jetzt war aber die Ansciht von Kryptowährungen, dass sie den Finanzbereich demokratisieren und damit auch die Geschlechterlücke überwinden werden, da es eine größere Vielfalt unter den Anlegern herrscht.

In den USA investiert etwa jeder Zehnte (11 %) in Kryptowährungen, doch bisher konnte das Finanzinstrument die demografische Gruppe der Frauen nicht so gut erreichen. Allerdings konnten digitale Währungen die Vielfalt in anderen demografischen Gruppen erhöhen.

Trotz der bestehenden Geschlechterdifferenz ist die Vielfalt unter den Krypto-Händlern höher als im klassischen Investment. Kryptowährungen sind die einzige Finanzbranche, in der jüngere Erwachsene häufiger handeln als ältere. 15 % der 18- bis 34-Jährigen besitzen Kryptowährungen, verglichen mit 11 % der 35- bis 64-Jährigen und nur 4 % der über 65-Jährigen.

Ein weiterer großer Pluspunkt für Kryptowährungen ist, dass sie von allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen gehandelt werden. Um die 11 % der weißer Amerikaner besitzen Kryptowährungen, es sind auch 11 % der Afroamerikaner, 10 % der Hispanoamerikaner und 14 % der Asiaten. Das ist zwar eine gute Nachricht für die Investment-Branche, aber für eine vollständige Gleichstellung beim Handel muss noch die Kluft zwischen den Geschlechtern überwunden werden.

Afroamerikanische Frauen stehen derzeit vor den größten Barrieren. Die Finanzbranche in den USA hat eine lange Tradition der Ausgrenzung von Frauen, insbesondere von solchen, die einer Minderheit angehören. Jahrelang konnten Frauen nur in Begleitung eines Mannes einen Kredit oder eine Hypothek aufnehmen oder sogar eine Kreditkarte benutzen. Noch schlimmer waren diese Hindernisse für schwarze Frauen, die neben den geschlechtsspezifischen Vorurteilen auch rassistische Diskriminierung erfuhren. Viele dieser altmodischen Ideologien scheinen auch heute noch in der Welt der Investitionen durchzusickern.

Kryptowährungen haben zwar sicherlich den Weg für mehr Vielfalt geebnet, aber es muss noch viel daran gearbeitet werden, Frauen zur Beteiligung am Investieren zu ermutigen. Es ist wichtig, dass diese Differenzen abgebaut werden, bevor sie größer werden und eine ungleiche finanzielle Vertikale schaffen.

Ruby Layram

Ruby Layram

Ruby ist Autorin für die Bankless Times und berichtet über die neuesten Nachrichten über den Kryptowährungsmarkt und die Blockchain-Industrie. Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Sie studiert derzeit Psychologie an der Universität von Winchester mit dem Schwerpunkt statistische Analyse.