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Binance birgt ein erhebliches Risiko für Krypto-Anleger

Binance birgt ein erhebliches Risiko für Krypto-Anleger

Zuletzt aktualisiert am 21st Jul 2022
Hinweis

Am Mittwoch hat die britische Börsenaufsichtsbehörde FCA erklärt, dass sie nicht in der Lage ist, die größte Kryptobörse der Welt Binance zu beaufsichtigen.

Das passierte, nachdem Binance die entscheidenden Fragen der Aufsichtsbehörde zum mangelnden Schutz von Krypto-Anleger nicht beantwortet hat.

Da Binance nicht mehr von der FCA beaufsichtigt wird, bedeutet es für Krypto-Anleger, dass sie nun einem Risiko ausgesetzt sind – schließlich investieren sie in komplexe und risikoreiche Finanzprodukte.

Laut FCA ist es unmöglich, Binance effektiv zu beaufsichtigen. Das stellt ein „erhebliches Risiko“ für die Verbraucher ihrer Produkte dar, die sie außerhalb des regulatorischen Rahmens angeboten werden.

Kryptomarkt ohne FCA-Aufsicht

Die Erklärung der FCA, dass keine Aufsicht über Binance möglich ist, findet ausgerechnet in einer Zeit statt, in der die Bitcoin-Preise einen Aufschwung eleben – von einem Tiefstand von 30.000 Dollar im Juli auf 50.000 Dollar im August.

Der Aufschwung von Bitcoin wird sicherlich viele Kleinsparer anziehen – ganz zu schweigen von britischen Investoren. Aber da die FCA nicht mehr im Spiel ist, müssen sie sich allein auf dem volatilen Markt zurechtfinden.

Im Juni hat die FCA den Verkauf von Krypto-Derivaten an Kleinanleger verboten. Aber dieser Schritt hat den Handel nicht angehalten, der immer noch an den britischen Kryptobörsen floriert.

Das Verbot der FCA ist zwar nach wie vor wirksam, kann aber den Zugang von Anlegern zu Derivaten außerhalb des Vereinigten Königreichs nicht beeinflußen – es sei denn, es besteht der Verdacht, dass Kleinanleger Terrorismus oder Geldwäscheaktivitäten im Ausland finanzieren.

Anleger können weiterhin auf Binance handeln

Der britische Zweig der Kryptowährungsbörse Binance versicherte den Anlegern, weiterhin mit der FCA zusammenzuarbeiten, um alle Probleme in Großbritannien zu lösen.

Das Unternehmen behauptet auch, „alle Anforderungen der Aufsichtsbehörde in allen Aspekten vollständig zu erfüllen“. Aber das muss noch bestätigt werden.

Im Juni dieses Jahres wurde Binance von der FCA aufgefordert, regulierte Finanzaktivitäten einzustellen und einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Website zu veröffentlichen. Das ist noch nicht geschehen.

Die jüngsten Bedenken der FCA in Bezug auf Binance werden sich kaum auf die Anleger auswirken, die wahrscheinlich weiterhin auf Binance handeln werden – selbst wenn die Börse von der FCA nicht beaufsichtigt wird.

Sollten die Finanzgeschäfte scheitern, werden die Anleger gewarnt, dass sie keinerlei Regressansprüche an die Aufsichtsbehörde haben werden.

Im Juni wurden Ein- und Auszahlungen an Binance in Pfund Sterling gestoppt. Diese Maßnahme hielt die Anleger jedoch nicht davon ab, auf Binance zu handeln. Sie haben weiterhin Geld abgezogen und transferierten ihre Kryptowährungen zu anderen Kryptobörsen .

Binance ist so strukturiert, dass nationale Regulierungsbehörden nicht gegen das Unternehmen vorgehen können, da es keinen zentralen Hauptsitz hat. Also gibt es nichts, was die Menschen vom Handel abhalten würde.