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BitConnect: 12 Millionen USD an Strafzahlungen

BitConnect: 12 Millionen USD an Strafzahlungen

Zuletzt aktualisiert am 22nd Sep 2022
Hinweis

BitConnect sorgte in der Krypto-Rallye 2017/2018 für Aufsehen. Zunächst für steigende Kurse und hohe Gewinne, anschließend mit einem Betrug in Milliardenhöhe. BitConnect versprach als Lending-Plattform eine tägliche Rendite von 0,3 bis vier Prozent. Wo hohe Renditen locken, sind auch die Risiken hoch. Das mussten viele Anleger im Anschluss feststellen.

Am 20. August gab nun die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) zwei Urteile in ihrem laufenden Verfahren gegen BitConnect bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Krypto-Lending-Plattform, die nach Ansicht der SEC ein nicht registriertes Wertpapierangebot im Wert von 2 Mrd. US-Dollar darstellte.

„Wir behaupten, dass diese Angeklagten unrechtmäßig nicht registrierte digitale Wertpapiere verkauft haben, indem sie das BitConnect-Lending-Programm aktiv bei Kleinanlegern beworben haben“, sagte Lara Shalov Mehraban, eine Direktorin im New Yorker Büro der SEC.

Der Fall begann im Mai und richtete sich gegen fünf der mutmaßlichen Beteiligten von BitConnect. Die heutigen Urteile betreffen nur zwei von ihnen, Michael Noble und Joshua Jeppesen. Jeppesens Verlobte Laura Mascola wird zwar nicht des Betruges beschuldigt, dennoch muss sie Gelder zurücküberweisen, die Jeppesen an sie überwiesen hat.

Jeppesen selbst war ein Verbindungsmann zwischen BitConnect und Projektträgern. Die Aufsichtsbehörden haben behauptet, dass BitConnect selbst ein Schneeballsystem ist. Das FBI hat Anfang 2019 einen Aufruf für Opfer veröffentlicht. In keinem der heutigen Fälle wurde jedoch Anklage erhoben.

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12 Millionen USD Strafen für Jeppesen und Mascola

Laut dem endgültigen Urteil müssen Jeppesen und Mascola 3,5 Millionen Dollar und 190 Bitcoin (im Wert von 9,1 Millionen Dollar) an Rückerstattungen und Vorfälligkeitszinsen zahlen. Die Höhe der Geldstrafe für Noble steht noch nicht fest.

Mit den Urteilen wurde Noble und Jeppesen untersagt, sich in Zukunft an Angeboten für digitale Vermögenswerte zu beteiligen. Die Ermittlungen der SEC gegen BitConnect gehen weiter, ebenso wie die Verfahren gegen die übrigen Führungskräfte.

Im Mai dieses Jahres sagte der SEC-Vorsitzende Gary Gensler, dass die Behörde gegen kriminielle Akteure in der Krypto-Sphäre vorgehen werde und darauf vorbereitet sein müsse, gegen solche Personen und Organisationen vorzugehen.

„Wir müssen alles tun, was wir können, um sicherzustellen, dass solche Akteure nicht mit den Ersparnissen der arbeitenden Familien spielen. Die Regeln müssen aggressiv und konsequent durchgesetzt werden.“