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Trotz Warnung - Europas größter ETF-Händler steigt in Crypto ein

Trotz Warnung - Europas größter ETF-Händler steigt in Crypto ein

Zuletzt aktualisiert am 10th May 2022
Hinweis

Entgegen der Warnung der niederländischen Finanzmarktaufsicht (AFM) will der größte europäische Händler börsengehandelter Fonds, Flow Traders NV, in den Crypto-Handel einsteigen.

Das in Amsterdam ansässige Speed-Trader Unternehmen, Flow Trader NV, ist laut eigenen Aussagen des Co-CEOs, Dennis Dijkstra, dabei die ersten börsengehandelten Schuldverschreibungen (engl.: exchange-traded Note; kurz: ETNs) auf Basis von Bitcoin und Ethereum aufzubauen.
Laut Aussage des schwedischen Emittenten von Crypto ETNs, XBT Provider, hat sich das Crypto-Handelsvolumen von Flow Trader in den letzten Monaten „dramatisch gesteigert“.

Flow Traders führt Crypto-Handel an regulierten Börsen ein

Fünf große US-Händler sind bereits in den Markt für Crypto-Futures eingestiegen. Am 5. Juni  berichtete Bloomberg jetzt, dass Flow Trader als erstes Handelsunternehmen der Welt den An- und Verkauf von Crypto-ETNs an regulierten Börsen zulassen möchte.
Dies könnte ein erster Schritt eines Vertrauensbeweises für die Zukunft des Crypto-Marktes sein. Denn öffentlich gehandelte Anleihen oder Fonds würden die Attraktivität von digitalen Währungen als Anlageklasse erhöhen.
Insbesondere die Möglichkeit für institutionelle Anleger, Crypto-ETNs oder Fonds auf unkomplizierte Art und Weise mit konventionellen Fiat-Trades zu handeln, könnte sich positiv auf die Popularität des Handels auswirken.

Dijkstra , sagte in einem Interview:

„Leute unterschätzen Crypto. Crypto ist groß und soll bald reguliert werden. Die Marktteilnehmer sind viel professioneller als man denkt. Institutionelle Investoren sind interessiert – wir wissen das, weil wir Anfragen bekommen.“

Die Begeisterung wird von der niederländischen Finanzmarktaufsicht nicht erwidert

Im Gegensatz zu den Investoren von Flow Traders hat sich die niederländische Finanzmarktaufsicht kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Die Behörde rät von „Aktivitäten mit Cryptos ab“, so Nienke Torensma – Sprecherin der AFM.
„Aufgrund ihrer Neuheit und der Anonymität, die Cryptos bieten, sind Cryptos sehr anfällig gegenüber Missbrauch“. Außerdem sei der versprochene Zweck von Cryptos, als Währung zu dienen, verfehlt worden. Daher seien Cryptos nicht als Anlageklasse einzustufen.

Ungeachtet dessen, gibt es für die Finanzaufsicht AFM keine Rechtsgrundlage Flow Trader vom Handel mit Cryptos an regulierten Börsen zu verbieten.

Flow Trader will Synergien nutzen

Flow Trader handelte im ersten Quartal 143 Milliarden Euro in ETFs in Europa, was sie zum größten Händler der Region macht. Als Speed-Trader versucht das niederländische Unternehmen, den Handel so schnell wie möglich abzusichern. Kryptowährungen sind besonders attraktiv, weil Speed-Trader in den volatilsten Märkten das meiste Geld verdienen.

 

Bild: [Flying object/Shutterstock]