NEO hat seinen Konsensmechanismus im Vorfeld des geplanten Übergangs auf NEO 3.0 im Jahr 2020 verbessert. Das aktuelle Upgrade auf 2.0 macht den Algorithmus resistenter gegen Störungen und Knotenausfälle, sagte ein Vertreter von NEO. Dies sei demnach ein wichtiger Schritt, das geplante Ziel „die Blockchain Nummer Eins zu werden“ einzuhalten. Des Weiteren werde die EOS-Blockchain dadurch irreversibel und nicht forkbar.

Mit NEO 2.0 steht ein großes Mainnet Upgrade bevor

Das Unternehmen, das oft etwas abwertend als „Chinese Ethereum“ bezeichnet wird, hat 2019 Schritte unternommen, um seine globale Präsenz zu verbessern. Ziel ist es auch, die Bekanntheit außerhalb Chinas weiter zu verstärken. So eröffnet NEO kürzlich ein US-Büro – NEO Global Development Seattle, angeführt vom ehemaligen Microsoft-Manager John deVados – und veranstaltete seine zweite Entwicklerkonferenz in derselben Stadt.

Ein Teil des Prozesses zur Vorbereitung der NEO-Blockchain auf die Version NEO 3.0 bestand darin, den Konsensmechanismus (default Byzantine Fault Tolerance, kurz dBFT) zu aktualisieren. Das aktuelle Upgrade auf 2.0 macht den Algorithmus resistenter gegen Störungen und Knotenausfälle, sagte ein Vertreter von NEO.


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Irreversibel und unforkbar?

Im Vergleich zum Proof-of-Work (PoW), der beispielsweise von Bitcoin und (noch) von Ethereum genutzt wird, funktioniert der dBFT-Mechanismus anders. Im Gegensatz zum PoW, bei dem Blocks durch Computer (ASIC, GPU) Mining getroffen werden, entscheidet beim dBFT-Mechanismus eine kleine Gruppe von vertrauenswürdigen Servern (nodes) über die Integrität und Sicherheit der Blockchain. Aktuell geschieht dies über weniger als 10 Nodes. Daher wird NEO oft vorgeworfen, nicht wirklich dezentral zu sein.

DBFT stellt auf effiziente Weise sicher, dass die getätigten Transaktionen irreversibel sind und dass keine Forks an der NEO-Blockchain durchgeführt werden können. Nach einer Pressemitteilung wird die Version 2.0 konkret „eine sofortige Finalität der Transaktionen garantieren und eine Recovery-Methode enthalten, mit der ausgefallene Knoten im NEO-Netzwerk mit minimaler Unterbrechung wieder online gehen können.“

Der neue Konsensmechanismus wird es auch schaffen, dass kein Fork mehr auf der Blockchain durchgeführt werden kann, was das System „wirklich irreversibel“ macht. Das Feature ist ein Vorteil für Unternehmensanwendungen von NEO, da es Stabilität und Planbarkeit zulässt. Konträr dazu kann es aber in Zukunft zu Problemen bei der Dezentralisierung und Governance des Systems führen.

Erik Zhang, Mitbegründer von NEO und Architekt des Protokolls, äußert sich wie folgt zum aktuellen Upgrade:

„Mit dieser Verbesserung wird dBFT eine strengere Endgültigkeit haben. Benutzer müssen auf eine Bestätigung nur 15 Sekunden warten, um die Unumkehrbarkeit der Transaktionen zu gewährleisten und somit Double-Spending zu vermeiden. Das ist sehr gut für Finanzanwendungen geeignet.“

NEO 3.0 liegt im Zeitplan

Der verbesserte Konsensmechanismus ist nur ein Teil der Roadmap von NEO zu NEO 3.0. Mit diesem Upgrade entsteht eine völlig neue Blockchain. Die Arbeiten an der Version 3.0 laufen und der Fortschritt des Projektverlaufs wird auf NEOs GitHub-Seite mit 62 Prozent beziffert.

Auf der Entwicklerkonferenz von NEO 2019 äußerte sich Da Hongfei, Mitbegründer und CEO von NEO zu den nächsten Zielen. Er wolle, dass NEO bis 2020 die Blockchain Nummer eins wird. NEO hofft, dass Version 3.0 die Weichen für die groß angelegte Einführung und Adaption durch Unternehmen wie Alipay oder WeChat stellt. Verläuft alles nach Plan, wird Version 3.0 gemäß einer früheren Erklärung des Unternehmens voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 eingeführt.


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Was haltet ihr von dem NEO Upgrade? Überwiegen Effizienz und verbesserte Sicherheit oder ist die mangelnde Dezentralität ein Problem? Diskutiert mit uns in unserem Telegram Chat und abonniert unseren News Kanal.

[Bild: Shutterstock]

QUELLENEO Blog
Daniel Wenz avatar
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.