Eine neue Privacy Coin feiert ihr Debüt auf dem Markt. Beam XBM ist die erste Kryptowährung für MimbleWimble, ein Datenschutzprotokoll, das nach einem zungenbindenden Zauber von Harry Potter benannt ist. Das MimbleWimble-Whitepaper wurde, wie das von Bitcoin, nur acht Jahre später anonym veröffentlicht.

Genau wie Bitcoin versucht Beam, ein Wert- und Zahlungskryptowährungsspeicher zu sein, jedoch mit größerer Skalierbarkeit und höherem Datenschutz.

Mit Beam XBM kommt eine weitere Privacy Coin auf den Markt

Die Frage ist nur, braucht der Markt eine weitere Privacy Coin wie Beam?

Monero und Zcash haben sich im Segment Privatsphäre gegen alle Mitbewerber durchgesetzt und sich einen Namen gemacht. Hinzu kommt, dass durch stärkere Regulierungen die Standards zur Erkennung Ihrer Kunden und zur Bekämpfung der Geldwäsche offenbar wichtiger geworden sind als der Datenschutz.

Aber, wie Beam CEO Alexander Zaidelson erklärte, „KYC und AML verstoßen nicht gegen die Privatsphäre , solange die Person bereitwillig diese Prozesse durchlaufen will“. Beam definiert Privatsphäre als „die Freiheit zu entscheiden, wann, wo und an wen Sie Informationen weitergeben möchten“.

Zaidelson merkte zudem an:

Beam bietet eine echte private und skalierbare Umgebung für Crypto-Transaktionen, aber auch einen Weg zur Compliance, indem es eine optionale Auditability-Funktion schafft, die es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglicht, Beam zu verwenden und ihre Transaktionen zu auditieren.

Beam vs. Monero vs. Zcash

Wenn Sie an Zcash denken, denken Sie wahrscheinlich an zk-SNARKs, den Null-Wissen-Nachweis, der Transaktionen privat macht und bei Blockchain-Projekten immer beliebter wird. Es ist eine komplexe Technologie, die den Spitznamen „Mondmathematik“ erhalten hat und wenn sie aktiviert ist, kann sie Adressen und Transaktionsbeträge verschleiern, die ansonsten transparent wären.

Monero hingegen setzt auf Ringsignaturen, die auf Transaktionen platziert werden, um sie abzuschirmen, was die Größe der Blockchain erhöht. Letzteres sei nicht vorteilhaft für die Skalierbarkeit, erklärte Zaidelson:

Sowohl Zcash als auch Monero übernehmen die Grundarchitektur von Bitcoin und fügen ihr eine ausgeklügelte Verschleierung hinzu, was zu einer viel größeren Blockchain-Größe führt, welche die Skalierbarkeit beeinträchtigt. Wir schätzen, dass die Größe der Zcash-Blockchain etwa 5,3KB pro Transaktion beträgt, die von Monero etwa 3KB pro Transaktion (gegenüber 15KB vor dem letzten Upgrade) – deutlich größer als die von Bitcoin 0,62KB.

Mimblewimble hingegen ist darauf ausgelegt, „die Blockchain klein zu halten“.

Mimblewimble verfügt über eine von Grund auf integrierte Transaktionssicherheit, so dass es nicht notwendig ist, Informationen zu verschleiern. Beam verwendet bei der Validierung von Transaktionen Null-Wissensnachweise, insbesondere das Bulletproofs-Protokoll, um zu beweisen, dass die getätigten Beträge positiv sind.

Beam steigt ohne eine ICO in den Ring

Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Kryptowährungen startet Beam ohne ICO. Um Beam-Coins zu erhalten, müssen Benutzer Transaktionen im Netzwerk abbauen, was laut Zaidelson „für alltägliche, gelegentliche Computerbenutzer einfach zu tun ist“. Oder aber Interessierte müssen sich noch etwas in Geduld üben, um die begehrten Coins zu erwerben. Die Privacy Coin wird voraussichtlich irgendwann im Februar auf Börsen gelistet.

Auch ohne ICO wächst die Beam-Community, wie ein Discord-Kanal mit 1.300 „echten Nutzern“, weitere 5.000 im Telegramm und eine „wachsende chinesischsprachige WeChat-Gruppe“ zeigen, in der Debatten über Mimblewimble sehr technisch werden können.

Was denkst du über die neue Privacy Coin Mimblewimble? Lass uns deine Meinung wissen und diskutiere zusammen mit unserer großen Community auf Telegram!

[Bild: Shutterstock]

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