Katie Haun – eine Krypto-Investmentmanagerin bei Andreessen Horowitz und ehemalige US-Bundesstaatsanwältin – forderte die Regulierungsbehörden auf, das „genaue Gegenteil“ von dem zu tun, was China getan hat. Man sollte stattdessen nach Wege suchen, der Kryptoindustrie strengere Vorschriften aufzuerlegen.

In ihrer Rede auf der CNBC-Konferenz Delivering Alpha sagte Haun, dass es eine goldene Gelegenheit für die Vereinigten Staaten sei.

Wir sollten meiner Meinung nach in diesem Bereich genau das Gegenteil von dem tun, was China getan hat.

Anfang dieses Jahres hat China den digitalen Yuan (e-CNY) eingeführt. Es ist die erste digitale Währung des Landes, die den physischen Geldumlauf vollständig ablösen soll. Die People’s Bank of China plant, dass die neue digitale Währung vollständig reguliert sein soll.

China führt derzeit einen Pilotversuch für den digitalen Yuan in den Großstädten Suzhou, Chengdu und Shenzhen durch.

Amerika ist auf dem richtigen Weg mit CBDC

Bitcoin und Kryptowährungen kann man nach Meinung der Behörden nicht trauen. Es gibt keine zentrale Behörde wie eine Regierung oder eine Bank, die sie reguliert. Außerdem sind sie unbeständig. Viele sind sich daher einig, dass Chinas digitaler Yuan eine gute Möglichkeit ist, Vertrauen in virtuelle Währungen zu schaffen.

Haun sagt voraus, dass China mit dem digitalen Yuan als Stablecoin Handel initiieren, Kredite geben sowie nehmen und alles dazwischen tun kann. Stablecoins sind eine Form von digitaler Währung, die ihren Wert von einer physischen Währung ableitet.

China wird Handel, Kredite und andere Hilfen an die Verwendung seines neuen Stablecoins binden.

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Einige Kritiker vermuten, dass der Zeitpunkt der Einführung des digitalen Yuan bewusst gewählt wurde. Er soll zu den erneuten Bemühungen des Landes passen, gegen die Krypto-Branche vorzugehen.

Haun lobt die Vereinigten Staaten dafür, dass sie bei den CBDCs (Central Bank Digital Currencies) den richtigen Ansatz gewählt haben.

Sie sagte, dass die USA große Fortschritte im Bereich CBDC machen. Aber:

Es ist wirklich wichtig, dass die politischen Entscheidungsträger und die Privatwirtschaft im Land zusammenarbeiten.

Akteure der Kryptoindustrie sind nicht gegen Regulierungen

Haun ging auch auf die Debatte über die Regulierung der Krypto-Wirtschaft ein und wies die Behauptung, Krypto-Unternehmen seien gegen jegliche Regulierung, vehement als „Mythos“ zurück.

Sie sagte, die Kryptoindustrie will ebenfalls mehr Regulierung für digitale Währungen. Aber mit einer Bedingung:

Die Branche will klare Regeln und will auch nicht als eine Einheit behandelt werden.

Haun nannte als Beispiel dafür NFTs (Non-Fungible Token), eine Form von digitalen Sammlerstücken. Sie ist der Meinung, dass NFTs nicht wie ein Finanzprodukt reguliert werden sollten, da die Vorschriften nicht für alle gleich sind.

Die ehemalige Bundesstaatsanwältin teilte auch ihre Enttäuschung über den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler, der Coinbase rügte, obwohl das Unternehmen „so sehr“ versucht habe, die Vorschriften einzuhalten.

Haun ist ein Vorstandsmitglied von Coinbase.