Die Queensland Investment Corporation (QIC), die der Regierung des australischen Bundesstaates Queensland gehört, erklärte gegenüber Financial Times, dass sie künftige Investitionen in Kryptowährungen prüfe.

Laut Stuart Simmons, einem der Leiter von QIC, wir die Reifung und Entwicklung der Kryptowährungen große Fonds zu Änderungen zwingen. Dadurch müssen sie auf die Anforderungen der Nutzer reagieren und Investitionen in Krypto erleichtern. QIC verwaltet ein Vermögen von 69 Milliarden Dollar und ist der fünftgrößte Pensionsfonds in Australien.

Der Schritt signalisiert, dass die Pensionsfonds den Bereich der digitalen Vermögenswerte trotz der derzeitigen Risiken bei der Regulierung ernsthaft in Betracht ziehen. Private Anleger und Investmentfirmen in Australien haben bereits in digitale Vermögenswerte investiert. Die Superfonds, die die Altersvorsorge von Millionen Australiern zusammenfassen und verwalten, haben sich bisher noch zurückgehalten.

Mehr regulatorische Sicherheit und Schutz entscheidend

Simmons merkte an, dass konservative Investoren und Manager von Pensionsfonds mehr regulatorische Sicherheit und Schutz vor nicht quantifizierbaren Risiken benötigen. Erst dann würden sie in Kryptowährungen investieren. Er betonte, dass die Anfangsinvestition der QIC im Kryptobereich aufgrund der fehlenden Aufsicht gering sein würde.

Es bestehen nach wie vor Unsicherheiten darüber, wie Aufsichtsbehörden und Regierungen in den schnell wachsenden Bereich der digitalen Vermögenswerte eingreifen können. Außerdem gibt es weiterhin Risiken wie Marktmanipulation, Diebstahl und Betrug. Die operativen Infrastrukturen, die institutionelle Investitionen ermöglichen, sind noch nicht ausgereift. Das hält große Fonds davon ab, in Kryptowährungen einzusteigen.

1
Mindesteinzahlung
50
Exklusives Angebot
Nutzerbewertung
10
Mehr als 3.000 Assets - Devisen, Aktien, Kryptowährungen, ETFs, Indizes und Rohstoffe
Kaufe Kryptowährungen oder fange mit CFD-Handel an
CopyPortfolios: Innovative, komplett verwaltete Anlagestrategien
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 68% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die aktuelle Explosion der Kryptomärkte hat das Interesse de Anleger weltweit geweckt. Der australische Investmentfonds Victor Smorgon Group hat Ende September seine Beteiligung an digitalen Vermögenswerten vergrößert, nachdem er vor einem Jahr die erste Investition in Bitcoin machte.

Australien strebt nach globaler Führung bei Kryptowährungen

Kürzlich hat ein Ausschuss zur Entwicklung Australiens als Finanz- und Technologiezentrum Pläne geäußert, Australien zu einem weltweit führenden Land im Bereich digitaler Vermögenswerte zu machen. Der Vorsitzende des Ausschusses, der liberale Senator Andrew Bragg, beklagte das Fehlen klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen für Kryptowährungen in Australien.

Die regulatorische Unklarheit macht es für Startups schwierig, sich Bankpartnerschaften zu sichern. Bragg merkte im Sydney Morning Herald an, dass australische Krypto-Unternehmer deshalb in andere Länder, darunter Deutschland, Singapur und Großbritannien, flüchten.

Bragg warnte davor, dass australische Startups dauerhaft ins Ausland abwandern könnten, und forderte von der Regierung einen klaren Rahmen für die Politik im Bereich digitaler Vermögenswerte für den Fintech-Sektor. In der zweiten öffentlichen Anhörung, die sich mit Kryptowährungen befasste, sprachen sich die Marktteilnehmer für die Nutzung von Kryptowährungen aus.

Der Schritt von QIC könnte ein Wendepunkt für die australische Krypto-Industrie und die Superfonds sein, die noch nicht überzeugt sind. Andere wie der in Queensland ansässige Fonds Sunsuper haben lediglich ihr Interesse an Krypto-Technologie bekundet, sich aber von Bitcoin und anderen virtuellen Währungen ferngehalten.