Viele unserer Leser mögen das bekannte GIF kennen, in dem es heißt: „I am only here for the technology.“ Ja, so schön dies auch wäre, entspricht dies nicht der Realität. Denn aufgrund der unglaublichen Bitcoin Performance der vergangenen Jahre interessieren sich die meisten nach wie vor für das Geld und fragen sich, wie sie in Bitcoin investieren können.

Dazu möchten wir uns heute die Ergebnisse einer Analyse von IntoTheBlock anschauen. Wie steht es um die Performance der Bitcoin Investoren? Sind diese aus heutiger Sicht eher im Plus oder müssen sie Verluste verzeichnen? Kurzum stellen wir uns die Frage: Ist es eine todsichere Angelegenheit in Bitcoin zu investieren oder droht die Gefahr am Ende eine böse Überraschung zu erleben?

In Bitcoin investieren – Möge die Zeit mit dir sein

Zum aktuellen Zeitpunkt des Artikels (Sonntagabend) liegt der Bitcoin Kurs bei circa 7.400 US-Dollar. Damit liegt BTC auf Jahressicht gute 90 Prozent im Plus. Wer jedoch zum Jahreshoch bei fast 14.000 USD eingekauft hat, liegt aktuell 47 Prozent im Minus. Wir werfen daher nun einen Blick auf die historischen Daten und schauen uns an, wann es gut war in Bitcoin zu investieren.

Seit der Entstehung Bitcoins am 03. Januar 2009 sind bis heute 3985 Tage vergangen. In dieser gewaltigen Zeitspanne war es (fast) immer lohnenswert in Bitcoin zu investieren. Genauer gesagt hat sich ein Investment in BTC an 3575 Tagen gelohnt. Wer an den übrigens 410 Tagen investiert hat, blickt nun weniger erfreut auf sein Portfolio. Damit können wir also sagen, dass ein Investment in BTC zu gut 90 Prozent aller Fälle, ein gutes Geschäft war. Wer frühzeitig in Bitcoin investiert hat, konnte die enormen Kurssteigerungen der vergangenen Jahre mitnehmen. Hier gilt, genauso wie im klassischen Finanzmarkt, dass die Zeit fast immer auf unserer Seite ist.

Wenn wir uns solche Zahlenspielereien anschauen, müssen wir uns einer Sache bewusst sein: es handelt sich hierbei immer um Momentaufnahmen. Und da Bitcoin als solches äußerst volatil ist, sind es auch die Momentaufnahmen. Hätten wir die Momentaufnahme Ende Juni/Anfang Juli gemacht, läge der Wert der ’schlechten Tage‘ viel geringer. So hätten wir ein Ergebnis von ungefähr 60 Tagen erhalten.

Dazu kommt noch eine weitere Sache: nur, weil es aus heutiger Sicht zu 90 Prozent der Zeit profitabel war, in Bitcoin zu investieren, heißt dies nicht, dass 90 Prozent im Plus sind. Denn viele Investoren kamen erst in den letzten zwei bis drei Jahren in den Markt. Kurzum: nur verhältnismäßig wenige Menschen konnten von den Anfangspreisen profitieren. Daher liegt die Zahl der Personen, die aktuell im Minus sind, wohl deutlich höher.

2019 war aus Investorensicht das schlechteste Jahr

Im Folgenden sehen wir eine Grafik, die von den Kollegen von LongHash erstellt wurde. Diese Grafik zeigt uns, an wie vielen Tagen des Jahres es lohnenswert war in Bitcoin zu investieren.

In Bitcoin investieren - Grafik, wer im Plus ist. LongHash

Den Zeitraum von 2009 bis 2016 können wir schnell abhaken. Wer innerhalb dieses Zeitraums investiert hat, darf sich jetzt definitiv satter Gewinne erfreuen. Kurzum: Investoren der ersten Stunden wurden für den Mut und den Glauben an die Technologie bereits belohnt.

Auch 2017 war aus Investorensicht ein gutes Jahr. Wer nicht gerade im letzten Quartal auf den FOMO-Zug aufgesprungen ist, hat Bitcoin zu einem guten Preis gekauft und liegt heute im Plus. Wir alle kennen den anschließenden Bärenmarkt von 2018. Gerade wer hier in den ersten Monaten gekauft hat, liegt aktuell im Minus. Wer jedoch die Baisse in den Wintermonaten genutzt hat, um sein Portfolio aufzustocken, darf sich heute über eine Verdoppelung des Portfoliowertes freuen.

Und wie wir nun anhand der Grafik sehen, war 2019 das schlechteste Jahr, um in Bitcoin zu investieren. Doch was heißt eigentlich schlecht? Wie ich bereits vorhin geschrieben habe, handelt es sich hierbei um eine Momentaufnahme. Und da 2019 auch das aktuelle Jahr ist, ist noch nicht viel Zeit seit dem Jahresbeginn vergangen. Wenn wir eine ähnliche Momentaufnahme im Jahr 2020 oder 2021 machen würde, bin ich überzeugt, dass auch hier der Faktor Zeit den Balken für das Jahr 2019 ’nach rechts‘ schieben würde.


Bitcoin kaufenTraden Sie auf der weltweit führenden Social-Trading-Plattform

Schließen Sie sich Millionen von Menschen an, die bereits entdeckt haben, wie Sie smarter investieren können, indem sie die besten Anleger unserer Community kopieren oder selber kopiert werden und dadurch ein zweites Einkommen erzielen. Jetzt starten!


Die richtige Strategie ist das A und O

Wie wir in diesem Artikel gesehen haben, ist die Zeit einer der entscheidenden Faktoren. Neben der Zeit spielt natürlich auch ein gutes Timing eine wichtige Rolle. Aber selbst, wenn das Timing nicht optimal ist, gilt immer noch das Sprichwort, dass die Zeit alle Wunden heilt. Um es aber erst gar nicht darauf ankommen zu lassen, ist eine gute Strategie unerlässlich.

Daher haben wir für dich in der Vergangenheit bereits Artikel verfasst, in denen wir explizit auf die richtige Strategie beim Investieren eingehen. So solltest du grundsätzlich einige wichtige Regeln betrachten und bestenfalls die Dollar-Cost-Average Strategie verfolgen. Auch hinsichtlich des Stichwortes ‚Diversifikation‘ kann dir Bitcoin helfen, mehr aus deinem Portfolio herauszuholen.

Mehr dazu findest du in den folgenden Artikeln:

Bitcoin kaufenAlle Kryptowährungen anzeigen

75 % der privaten CFD Konten verlieren Geld. Kein EU-Investorenschutz.

Überraschen dich die Ergebnisse der Studie zur BTC-Performance? Folgst du aktuell einer Strategie und wie denkst du über das Thema in Bitcoin investieren?

Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLElonghash.com
Daniel Wenz avatar
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.