Daten aus Etherscan.io zeigen, dass Ethereum [ETH] einen massiven Rückgang seiner Hashrate um 20% erlitten hat. Es gilt als einer der größten Rückgänge der ETH-Hashrate im vergangenen Jahr. Die Hashrate ist von 294 TH/s auf 246 TH/s gesunken.

Im August sank die Ethereum Hashrate von 300 TH/s (Terahashes pro Sekunde) auf 270 TH/s. Der 30-Terahash-Rückgang hatte in der Community zu Bedenken geführt. Man fürchtet eine Verringerung der Sicherheit auf der Plattform. Die Meinungen teilen sich in zwei Lager: Der jüngste Rückgang der Ethereum Hashrate auf 246 TH/s könnte nur einfache Abweichungen sein oder ein Zeichen, dass das Minen von ETH nicht mehr profitabel sei.

Ethereum ETH Network HashRate Growth Chart

Aktuelle Ethereum Hashrate, September 2018. Quelle: etherscan.io

Ethereum hat im Verlauf des letzten Jahres erhebliche Kursverluste von 1100 US-Dollar auf 400 US-Dollar erlitten. Nach einem kurzen Hoch letzte Woche, liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels Ethereum bei 198 US-Dollar.

Gründe für die fallende Ethereum Hashrate

Diese Bewegungen am Markt könnte einer der Gründe für die Reduzierung der Hashrate sein, da die Miner die Kosten für Strom, Hardwarewartung und andere damit verbundene Kosten nicht mehr decken können. Die Kühlung der Anlage ist zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden, da beim Minen viel Wärme erzeugt wird. Es ist notwendig die Anlage zu kühlen, um das Schmelzen von Bauteilen zu vermeiden.

Die Ethereum-Marktbewegungen könnten zu einem ernsthafteren Problem für die Miner werden. Unter der Annahme, dass der Preis konstant bleibt, würde eine Reduktion der ETH-Emission um 33 % die Fiat-Einnahmen der Miners um 33 % reduzieren.

Proof-of-Work-Mining

Das Proof-of-Work (POW)-Mining ist ein sehr wettbewerbsumkämpftes und energieintensives Geschäft. Auf die Verringerung der Hashpower haben sich deshalb die Miner vorbereitet. Sie haben sich untereinander gut organisiert und benötigen keine zentrale Koordination oder Behörde zum Schutz ihrer Unternehmen.

Die fallende Hashrate führt zu dem Punkt, bei denen der Gewinn unter den Kosten liegen, ähnlich wie es bei Bitcoin in den Jahren 2014/15 vorkam. Das Bitcoin-Netzwerk verzeichnete zu diesem Zeitpunkt einen erheblichen Rückgang seiner Hashrate. Dies führte dazu, dass eine Reihe von Bitcoin-Miningunternehmen Insolvenz anmelden mussten.

Es bleibt abzuwarten, wie die Miner mit gesunkenen Ethereum Hashrate umgehen.

[Bild: Wit Olszewsk/Shutterstock]
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Valerie ist Redakteurin für Base58. Seit dem DAO-Hack 2016 interessiert sie sich für die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Gesellschaft. Valerie studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Sie arbeitete in verschiedenen Unternehmensberatungen und schrieb bereits für ein netzpolitisches Online-Magazin. Sie engagiert sich darüber hinaus in der netzpolitischen Szene zu rechtlichen und politischen Regularien der Blockchain.