In den letzten Wochen haben Medien und Gesetzgeber die Pläne der Regierung von Südkorea kritisiert, ab 2022 eine Kryptosteuer einzuführen. Viele haben vorgeschlagen, dass Seoul diese Pläne aufgeben muss.

Letzte Woche wurde berichtet, dass das Parlament des Landes vier separate Gesetzesentwürfe prüfen will. Sie streben eine Verschiebung oder Änderung der geplanten Kapitalertragssteuer in Hohe von 20 % an. In der jetzigen Form werden die Steuern auf alle Gewinne aus dem Kryptohandel erhoben, die im Januar 2022 einen jährlichen Schwellenwert von 2100 Dollar überschreiten.

Das Parlament hat dem Gesetz sowie einer Reihe anderer Steuerreformen bereits zugestimmt. Seit der Verabschiedung der Steuer ist das Thema zunehmend in aller Munde. Anfang dieses Monats erklärten der stellvertretende Premierminister und Finanzminister Hong Nak-ki und Kim Dae,ji (der Leiter der nationalen Steuerbehörde), dass es trotz der Kritik von Abgeordneten keine Möglichkeit gebe, die neue Steuer zu verschieben.

Die Kritiker des neuen Gesetzes behaupten, die Steuer sei diskriminierend. Die Händler sind besonders verärgert über den Schwellenwert, da die Anleger an der KOSDAQ-Börse einen Schwellenwert für vergleichbare Aktivitäten von rund 42.000 US-Dollar haben. Sowohl Hong als auch Kim räumten ein, dass es noch „praktische Schwierigkeiten“ gebe. Sie weigerten sich aber, von den Plänen abzurücken. In den Medien wurde die Vermutung geäußert, dass ihre Meinung von Mächten beeinflusst werden könnte, die stärker sind als die Regierung selbst.

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Bei der Kryptosteuer geht es nur noch um Politik

Chosun Ilbo berichtete, das viele im Parlament nun glauben, dass die Kryptosteuer doch verschoben wird. Genauer heißt es:

Die Besteuerung von Kryptowährungen wird verzögert, solange die Wahlen im nächsten Jahr nicht zu Ende gehen.

Die südkoreanischen Parlamentswahlen finden im März 2022 statt, gefolgt von den Kommunalwahlen im Sommer 2022. Beide Wahlen haben das Potenzial, das Gesicht der südkoreanischen Politik zu verändern.

Führende Persönlichkeiten der regierenden Demokratischen Partei haben sich in Bezug auf die Kryptosteuer zurückgehalten, weil sie die Stimmen der jüngeren Wähler gewinnen wollen.

Aber andere Spitzenkandidaten haben sich zu dem Streit geäußert. Chosun zitierte den Gouverneur der Provinz Gyeonggi, Lee Jae-myung. Dieser meinte, dass die „Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten um ein Jahr verschoben werden sollte.“

Die People’s Power Party (PPP), die führende Oppositionspartei der Demokraten, hat dabei die Spaltung vorangetrieben. Die Partei steht hinter drei der vier Gesetzesentwürfe, die für eine Verschiebung der Kryptosteuer vorgeschlagen wurden.

Der bisher populärste Gesetzentwurf stammt von dem Abgeordneten Cho Myung-hee von der PPP. Darin wird vorgeschlagen, die Steuer auf das Jahr 2023 zu verschieben und eine Parität mit der Handelsgrenze des KOSDAQ herzustellen.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.