Ethereum verfolgt immer noch den Proof-of-Work (PoW) Konsensalgorithmus. So wie bei Bitcoin gibt es auch hier Miner, die Blöcke finden und eine Belohnung in Form von ETH dafür bekommen. Bei der Verteilung der Hashrate ist es wichtig, dass keine einzige Partei mehr als 51% der gesamten Hashrate hat, sonst besteht die Gefahr, dass Transaktionen zensiert oder gar verändert werden können (z.B. Doublespend). Nun zeigt die Verteilung der Hashrate bei Ethereum eine deutliche Konzentrierung innerhalb weniger Mining-Pools.

Was bedeutet das nun für Ethereum? Ist ETH nicht mehr ausreichend gesichert?

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Ethereum Mining – zwei Pools haben aktuell die Kontrolle

Aktuell machen zwei Ethereum Mining-Pools über 53% der gesamten Hashrate aus. Die Hashrate wird oft zur Beurteilung der Stärke und Sicherheit des Netzwerks herangezogen. Darüber hinaus spielt es eine entscheidende Rolle, wie die Verteilung der Hashrate ist. Bei Ethereum hat die Konzentration der Verteilung in den letzten Jahren zugenommen.

Die Hashrate von Ethereum ist seit 2019 relativ konstant geblieben. Im Gegensatz zu Bitcoin ist sie nach ihrem Höchststand Mitte 2018 nicht mehr drüber hinaus gestiegen und hat sich mehr oder weniger auf einem Level bewegt. Einer der Gründe ist wohl der bevorstehende Konsensusalgorithmus-Wechsel auf Proof-of-Stake (PoS).

Die Ethereum Hashrate ist zwar konstant geblieben aber es gibt immer weniger Konkurrenz zwischen den verschiedenen ETH Mining-Pools. Laut den aktuellen Zahlen von Etherscan haben zwei Mining-Pools über 53% der gesamten Hashrate. Dabei handelt es sich um die Mining-Pools Ethermine und Spark Pool.


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Gefahr durch Mining-Pools?

Bei Bitcoin sieht es zwar nicht viel besser aus aber dennoch ist jegliche Konzentration für ein gesundes  dezentrales Netzwerk nicht von Vorteil. Bei BTC wird aber schon länger an einem Protokoll gearbeitet, um die Dezentralität im Bereich des Minings zu verbessern. Bei Bitcoin wird vor allem kritisiert, dass sich die meisten Mining-Pools in China aufhalten.

In diesem Artikel findest du einen aktuellen vergleich der verschiedenen Bitcoin Miner. Zudem findest du alle Daten zu den jeweiligen Minern und wie lange es aktuell dauern würde, um an den Break-Even-Point zu kommen.

Der abnehmende Wettbewerb unter den Ethereum Minern ist zwar leicht besorgniserregend aber langfristig sollte das keine negativen Auswirkungen auf Ethereum haben. Sobald ETH auf PoS wechselt, spielen die klassichen Miner keine Rolle mehr. Das heißt aber nicht, dass die Verteilung der Macht im Netzwerk danach besser aussehen wird. Das könnte theoretisch auch zum Gegenteil führen.

Es gibt keine Motivation für die Ethereum Miner ihre Macht zu missbrauchen. Sie würden sich damit ihr eigenes Einkommen zerstören und würden auf der teuren Hardware sitzen bleiben. Daher besteht aktuell in meinen Augen keine Gefahr für eine erfolgreiche 51% Attacke. Zudem sind Mining-Pools ein Zusammenschluss aus verschiedenen einzelnen Minern. Somit hat ein großer ETH Mining-Pool zwar augenscheinlich viel Macht im Netzwerk aber das kann sich jederzeit ändern. Miner können selbst entscheiden unter welchem Pool sie minen wollen.

Wir sind gespannt wie sich die Ethereum Hashrate Verteilung bis zum Wechsel auf PoS entwickeln und wie der eigentliche Wechsel ablaufen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Wie siehst du die Entwicklung von Ethereum? Stellt die Konzentration der Hashrate eine Gefahr dar?

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[Bildquelle: Shutterstock]