Ethereum (ETH) könnte vor einem weiteren Abverkauf stehen. Zumindest deuten die Balances der Exchange Wallets darauf hin. Die Menge an Ethereum auf den großen Exchange Wallets hat den bisherigen Höchststand im Dezember 2018 überschritten. Damals fiel der ETH Kurs auf bis zu 83 USD.

Steht uns wirklich ein weiterer Abverkauf bevor? Welche Intention steckt hinter der steigenden Menge an ETH auf den Wallets der großen Börsen?

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Ethereum auf Exchange Wallets erreicht neues Hoch

Ethereum Investoren ziehen weiter ihre Coins auf die Wallets der großen Exchanges. Aktuell liegen insgesamt 14,5 Millionen ETH auf zentralen Exchanges. Das sind mehr als 13% aller Ethereum, die sich im Umlauf befinden. In der Regel werden Coins auf eine Exchange transferiert, wenn diese verkauft werden sollen. Auf der anderen Seite werden Coins von einer Exchange auf die eigene Wallet transferiert, wenn diese länger gehalten werden sollen.

Der Anstieg der Ethereum auf den Exchange Wallets zeigt die erhöhte Angst der Investoren, die im Zuge des Coronavirus in den letzten Wochen herbe Verluste hinnehmen mussten. Es ist wahrscheinlich, dass die ETH nicht direkt verkauft werden, sondern eher sicherheitshalber auf eine Exchange transferiert werden, um bei einem weiteren Kurseinbruch schnell reagieren zu können.

Weiterer ETH Abverkauf könnte uns noch bevorstehen

Die Panik rund um das Coronavirus hält seit einigen Wochen die weltweiten Märkte in Atem. Alle Assets sind in dieser Zeit eingebrochen. In Zeiten einer Pandemie liegt die Korrelation zwischen den verschiedenen Assets fast bei 1. Dabei sehen wir den Wunsch vieler Menschen nach Liquidität und dementsprechend auch Bargeld. Klar ist, dass unter solchen Umständen Bargeld immer noch der König ist. Jedoch konnte sich in der letzten Woche Bitcoin aus den Fängen der Angst befreien und den Aktienmarkt und Gold outperformen. Dabei zog auch der Ethereum Kurs etwas an.

Bekannte Analysten wie Chris Burniske gehen aber von einem weiteren Abverkauf in den kommenden Tagen/Wochen aus. Denn ihrer Meinung nach haben auch die Aktienkurse noch nicht ihren Tiefpunkt erreicht. Die Panik rund um das Coronavirus könnte weiter zunehmen und viele Investoren dazu zwingen, ihre Positionen zu liquidieren. Zudem halten sich auch Institutionen aktuell etwas zurück. Daher fließt nur vereinzelt Geld der Großen in den traditionellen Markt und insbesondere in den Kryptomarkt, der nach wie vor als äußerst spekulativ klassifiziert wird.

Interesse in DeFi ist vorerst eingebrochen

Eine weitere Sache, die wir festhalten müssen: Die Erwartungen waren dieses Jahr extrem hoch an Ethereum. Nicht nur das bevorstehende Update auf Ethereum 2.0 mit dem Wechsel von Proof of Work (PoW) auf Proof of Stake (PoS), sondern vor allem das gesamte Feld rund um DeFi (Decentralized Finance) hat die Herzen der Investoren höher schlagen lassen. Doch die Pandemie hat auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dagegen konnte auch der stark wachsende DeFi-Markt nichts ändern.

Durch den ETH Kurseinbruch auf unter 200 USD wurde ein Großteil der Ethereum, die als Sicherheit in den verschiedenen DeFi-Produkten hinterlegt wurden, liquidiert. Die Investoren waren gezwungen mehr Ethereum als Sicherheit nachzuschießen, um eine Liquidierung zu verhindern. Die Unsicherheit auf dem Markt hat das gesamte DeFi-Thema vorerst in den Hintergrund rücken lassen. Daran erkennt man ziemlich deutlich, dass DeFi sich noch lange nicht etabliert hat und aktuell noch sehr viel Spekulation im Markt herrscht.


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Ethereum Kurs könnte nach einer Bodenbildung explodieren

Daher sichern sich aktuell wohl viele Ethereum Investoren ab, in dem sie ihre ETH auf die verschiedenen Börsen transferieren, um direkt Stop-Losses zu setzen. So würden sie im Falle eines weiteren Abverkaufs nicht noch mehr Prozente verlieren.

Es ist aktuell nicht abzusehen, wie sich die Situation rund um die Pandemie weiterhin auf die Märkte auswirken wird. Ein weiterer Abverkauf kann aktuell nicht ausgeschlossen werden. Hier orientiert sich Ethereum, wie alle anderen Altcoins, am Bitcoin Kurs.

Der Ablauf könnte theoretisch jedoch dem Szenario von Anfang 2019 ähneln: Hierbei erreichte Ethereum im Dezember 2018 seinen Tiefpunkt bei ca. 80 USD. Damals lagen fast 14 Millionen ETH auf den Börsen. Das ging einher mit dem Bitcoin Kurs Absturz auf bis zu 3.200 USD. Als dieses Level sich über mehrere Wochen gut halten konnte, stieg die Nachfrage nach Bitcoin und auch nach Ethereum. Der ETH Kurs konnte innerhalb weniger Tage einen Anstieg von fast 100% verzeichnen.

Wir sind gespannt wo der tatsächliche Boden gefunden wird und wie der Ethereum Kurs anschließend reagieren wird. Wir halten euch hier natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

Wie wird sich deiner Meinung nach der Ethereum Kurs in den nächsten Tagen/Wochen entwickeln? Stehen die ETH nun auf den Börsen zum Abverkauf bereit oder hat es einen anderen Grund?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Investment-Beratung dar.