Die Privatsphäre ist in der Crypto-Community ein kostbares Gut. Schon Satoshi Nakamoto tat alles, um seine Identität geheim zu halten. Viele Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind pseudoanonym, was bedeutet, dass alle Transaktionen zwar durch größtmögliche Transparenz einsehbar sind, aber man durch die Anonymität nicht weiß wer hinter der Adresse steckt. Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten und so ist gerade diese erhöhte Privatsphäre ein häufiger Kritikpunkt an ETH und Co. Denn während Privatsphäre den Einzelnen schützt, verdeckt sie auch illegale Aktivitäten von Kriminellen. Trotz dieses schmalen Grades zwischen Vor- und Nachteilen von Privatsphäre und der Diskussionen darum, hat die Firma, die einen Block Explorer für Ethereum unter Etherscan.io betreibt einen neue Funktion in Betrieb genommen, mit der man so genannte „tainted“ (zu deutsch: verdorbene, befleckte) Coins und Adressen aufspüren kann.

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Ethereum Block Explorer zeigt neue Funktion

Diese neue Funktion des Ethereum Block Explorers Etherscan.io geht aus einem Twitter Post und einem Blog Artikel der Firma hervor. Der Service heißt „ETHProtect“ und ist dazu da eben sogenannte „tainted“ Coins zu entdecken, die aus illegalen Aktivitäten stammen. Hierzu zählen z.B. Phishing Attacken, Hacks von Exchanges, Scams oder Ähnliches.

Das Problem hinter diesen „befleckten“ Coins aus illegalen Aktivitäten ist ein soziales: Nutzer wollen tendenziell kein Geld bzw. keine Coins haben, die in Verbindung mit illegalen Aktivitäten stehen. Wenn bekannt ist, dass Coins befleckt sind, dann sind diese in der Theorie weniger wert. Die Identifikation solcher Coins ist als Laie im Bitcoin oder Ethereum Netzwerk allerdings nicht so einfach. Die Funktion von Etherscan.io soll hier Abhilfe schaffen.


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Reaktionen der Community eher negativ

Wie eingangs erwähnt ist die Privatsphäre unter vielen BTC und Ethereum Fans ein wichtiges Gut. Die neue Funktion des Ethereum Block Explorers schränkt diese allerdings ein und so ist es kein Wunder, dass der Service auch auf Skepsis stößt. So kommentierte ein Twitter Nutzer:

Wenn man sich auf die Fiktion von Befleckung einlässt, macht man sie wahr. Damit schafft Etherscan einen schrecklichen Präzedenzfall. Wir wollen, dass alle Adressen verdorben sind, und nicht, dass die Benutzer beginnen, verdorbene Adressen zu vermeiden.

Der Vorwurf, dass Kryptowährungen wie Ethereum für illegale Aktivitäten genutzt werden ist nicht neu. Natürlich kann es nicht ausgeschlossen werden, dass die Coins auch von Kriminellen genutzt werden, allerdings macht gerade diese Zensurresistenz BTC, ETH und Co. aus.

Auf der anderen Seite werden so auch Fiatwährungen für illegale Aktivitäten genutzt, was in letzter Instanz auch nicht verhindert werden kann. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Diskussionen über die Wichtigkeit von Privatsphäre innerhalb der Crypto-Community oder die Vorwürfe von außerhalb bald abklingen werden.

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.