Ethereum steht vor einem großen Wechsel auf Proof-of-Stake (PoS). Einer der Gründe hierfür ist die hohe Nachfrage nach dApps auf der bekanntesten Smart Contract Plattform. Denn die Anzahl an Transaktionen pro ETH Block ist begrenzt und mit steigender Nachfrage kommt das Netzwerk langsam an seine Grenzen. Die Transaktionsgebühren sind in die Höhe geschossen und machen viele dezentrale Anwendungen auf der Ethereum Blockchain nicht mehr möglich.

Der Wechsel auf PoS birgt aber auch Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Vor allem die möglichen Sicherheitsaspekte geben Grund zur Sorge. Hier kommen auch die verschiedenen ERC20 Token auf der Ethereum Blockchain ins Spiel. Diese sollen aktuell nämlich von der Marktkapitalisierung insgesamt höher liegen, als die Marktkapitalisierung von ETH. Was daran dran ist und ob Ethereum vor einem großen Problem steht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Google Abonnieren

ERC20 Marktkapitalisierung überschreitet Ethereum

Die Finanzjournalistin Camila Russo hat gestern auf Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass der Gesamtwert aller ERC20 Token 33 Milliarden USD überschritten hat. Dagegen liegt die aktuelle Marktkapitalisierung von ETH bei ca. 27 Milliarden USD.

Ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für Ethereum. Auf der einen Seite ist es durchaus positiv zu sehen, dass Ethereum weiterhin eine hohe Nachfrage genießt. Auf der anderen Seite gibt der stetig wachsende Honeypot in der Mitte Grund zur Sorge. In einem dezentralen Netzwerk befinden sich sozusagen alle Assets in der Mitte. Wenn man es also schaffen würde das Netzwerk iregndwie zu knacken, könnte man auf den gesamten Honeypot zugreifen. Bei Ethereum wäre es also nicht nur ETH selbst, sondern auch alle ERC20 Token und weitere bekannte Token-Standards wie ERC721.

ETH mit unzureichender Sicherheit?

Bis jetzt haben wir noch kein PoS Netzwerk gesehen, das so eine Größe wie Ethereum erreicht hat. Demnach ist es aktuell nur schwer abzuschätzen, ob die gegebene Sicherheit ausreichen wird. Bei PoS kann man mehr oder weniger sagen, dass ein Angriff so teuer ist, wie der Wert des Netzwerks. Bei Ethereum fließen aber die ERC20 Token nicht in die Berechnung ein. Die Sicherheit des Netzwerks bei Ethereum wird von ETH gegeben sein, nicht durch darauf laufende Token.

Je größer der Honeypot in der Mitte wird, umso größer wird die Motivation diesen Honeypot für sich zu beanspruchen. Daher ist es aktuell kaum abzuschätzen, was in Zukunft mit dem Ethereum Netzwerk passieren wird.


Wähle die beste und sicherste Börse für dich

Sich für den richtigen Anbieter zu entscheiden ist nicht immer leicht. Daher empfehlen wir dir einen Blick auf unseren Bitcoin Broker & Börsen Vergleich zu werfen. Handel auf den sichersten und besten Börsen weltweit! Zum Vergleich


Bis jetzt kein Grund zur Sorge

Dennoch ist die aktuelle Situation nicht so dramatisch wie sie klingen mag. Bei der Berechnung der Marktkapitalisierung der ERC20 Token wurde auf den Blockchain-Explorer Etherscan verwiesen. Dieser zeigt die Marktkapitalisierung aller ERC20 Token. Dabei nimmt Etherscan die Daten aus der Blockchain und nimmt auch Token in die Berechnung auf, die gar nicht in Umlauf sind. Dadurch wird die Marktkapitalisierung künstlich aufgeblasen. Demnach wird die Marktkapitalisierung aller ERC20 Token wohl knapp bei der von ETH liegen oder vielleicht sogar drunter.

Obwohl der Angriff weniger kosten würde als der Wert des Netzwerks, ist es immer noch eine unglaublich hohe Summe, die dafür notwendig wäre. Zudem hat die Ethereum Foundation immer noch viel im Netzwerk zu sagen und wird sicherlich schnell auf einen möglichen Angriff reagieren. Dennoch bleibt ein gewisses Restrisiko, dass sich aktuell nicht abschätzen lässt.

Bitcoin zeigt wie Sicherheit funktioniert

Im Vergleich dazu haben wir Bitcoin, der bereits mehrfach bewiesen hat, dass der Konsensalgorithmus Proof-of-Work ausreichend Sicherheit bereitstellt, um den Honeypot in der Mitte zu schützen. Damit ist Bitcoin aktuell das sicherste Netzwerk der Welt. Wenn du also einen langfristigen Investitionshorizont verfolgst und ein geringeres Risiko als bei ETH eingehen willst, dann solltest du auf Bitcoin setzen.

Wenn du nun auf der Suche nach einer geeigneten Anlaufstelle bist, um in Bitcoin zu investieren, empfehlen wir dir den preisgekrönten Broker eToro. Melde dich noch heute kostenlos und unverbindlich an und teste unseren Testsieger auf Herz und Nieren.

Bitcoin kaufen Alle Kryptowährungen anzeigen

75 % der privaten CFD Konten verlieren Geld. Kein EU-Investorenschutz.

[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.