Mit der Anzahl an Scams, die alleine in den vergangenen drei Jahren in der Cryptowelt vonstatten gingen, könnte man bereits ein eigenes Buch füllen. Mit dem Geld, das hierbei durch kriminelle Energie erbeutet wurde, könnte man wohl viel Gutes tun anstatt es im Eifer des Konsumzwangs unnötig ‚herauszuballern‘. Ja einer der bekanntesten Scams der letzten Jahre ist wohl der OneCoin Skandal. Alleine hierbei wurden schätzungsweise 4 Milliarden US-Dollar ‚erwirtschaftet‘.

Nun drohen Konstantin Ignatov, dem Bruder der OneCoin Gründerin, satte 90 Jahre Knast.

OneCoin Skandal: 4 Milliarden US-Dollar schwer

Das Gesicht hinter OneCoin war wohl Ruja Ignatova, die besser unter ihrem Pseudonym ‚CryptoQueen‘ bekannt war. Sie und Sebastian Greenwood waren die Drahtzieher eines globalen Scams, der in Summe 4 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülte.

Einer der Mittäter war auch ihr Bruder Konstantin Ignatov. Dieser übernahm nun die Verantwortung für seine Taten und gab vor einem US-Gericht zu, in wesentlichen Anklagepunkten schuldig zu sein. Dies geschah nun ca. sechs Monate nach seiner Festnahme im März 2019 als er im Rahmen des OneCoin Skandals unter anderem wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrug verhaftet wurde. Offensichtlich unterschrieb Ignatov nun eine Art Deal – daraus geht hervor, dass Ignatov für keine weiteren Straftaten im Zusammenhang mit OneCoin mehr bestrafen werden darf. Er wird nun ‚lediglich‘ für die Taten eine Strafe erhalten, für die er sich auch als schuldig bekannte.

Damit droht dem OneCoin-Scammer nun eine Haftstrafe von bis zu 90 (!) Jahren in einem US-Gefängnis. Außerdem ist es möglich, dass Ignatov vorerst in ein Zeugenschutzprogramm kommt. Denn mit den Aussagen und dem Wissen das er hat, könnte dies ‚zu Aktivitäten einzelner führen, die Gewalt gegen seine Familie‘ anwenden.


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CryptoQueen bleibt weiterhin verschwunden

Während Konstantin nun dieses Jahr verhaftet wurde und Sebastian Greenwood bereits im vergangenen Jahr, bleibt Ruja Ignatova als Gallionsfigur des OneCoin Skandals weiterhin verschwunden. Ignatov selbst beteuert, dass er keinen Kontakt mehr zu seiner Schwester habe und außerdem seit 2017 nichts mehr von ihr gehört habe.

Während den Anhörungen war die einzige verwertbare Information die Aussage, dass Ignatov den letzten Aufenthaltsort seiner Schwester nennen konnte. So soll diese bis zum Schluss in Sofia, Bulgarien gelebt haben. Als ihr jedoch klar wurde, dass ihre Freiheit immer mehr in Bedrängnis gerät, floh sie wohl zunächst nach Österreich und von dort aus weiter in Richtung Griechenland.

Ab diesem Moment soll Ignatov jegliche Spur zu seiner Schwester verloren haben. Er selbst hätte sogar einen Privatdetektiv angeheuert um sie zu finden – die Suche blieb jedoch erfolglos. Nun darf Ignatov ohne seine Schwester und ohne Geld wohl seinen Lebensabend hinter schwedischen Gardinen verbringen.

Der OneCoin Skandal – Warst du eventuell damals selbst betroffen? Denkst du, dass solche Strafen grundsätzlich gerecht sind in Anbetracht der Summen oder ist das Strafmaß zu hoch?

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEBBC News
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.