Der Bitcoin Kurs zeigte in den vergangenen 30 Tagen enorme Stärke. Dabei stieg der Bitcoin Preis alleine im Oktober um 30 Prozent an. Während BTC anzieht, sieht der Decentralized Finance (DeFi) Markt tiefrot aus. So verzeichnete die Mehrheit der größten DeFi-Token wie beispielsweise YFI, UNI, COMP oder UMA im Oktober enorm hohe prozentuale Verluste. Lediglich Chainlink (LINK) und wBTC konnten sich dem Trend entgegenstemmen.

In diesem Artikel schauen wir uns die massive Kurs Korrektur im DeFi-Markt genauer an. Wie steht es um Uniswap (UNI), Yearn.Finance (YFI) und Co?

Decentralized Finance (DeFi): LINK und wBTC als Gewinner

Der DeFi-Markt litt im vergangenen Oktober besonders stark. Trotz beziehungsweise gerade wegen der guten Performance des Bitcoin Kurs konnten viele DeFi-Token nicht im gleichen Maße wie BTC wachsen.

Die positive Ausnahme dieses Abwärtstrends, den wir gleich in Zahlen näher betrachten, gilt jedoch nicht für die drei folgenden Kryptowährungen: Chainlink (LINK), Wrapped Bitcoin (wBTC) und Maker (MKR).

Gerade die Nachfrage nach synthetischen BTC stieg in der Vergangenheit enorm an, sodass die gesamte Marktkapitalisierung von wBTC auch im Oktober stark zunahm. Die Preissteigerung Bitcoins spielt hier natürlich ebenso eine Rolle. Auch LINK konnte im Oktober eine Kurssteigerung in Höhe von 13% verzeichnen.

Von der momentanen Performance von Bitcoin profitiert Chainlink ebenso. Der LINK Kurs stieg dabei in den letzten 24 Stunden um gute 12 Prozent an.

UNI, YFI, COMP und UMA mit tiefroten Zahlen

Wenn wir unseren Blick jedoch auf die „klassischen“ DeFi-Token richten, sehen wir tiefrote Zahlen. Eine massive Kurskorrektur fand im Oktober statt und traf hierbei vor allem Yearn.Finance (YFI), Uniswap (UNI), Compound (COMP) und UMA (UMA).

Im Zeitraum vom 01.10 bis zum 31.10 sahen die Kursverläufe hierbei folgendermaßen aus:

  • YFI: 23.858$ auf 10.492$
  • UNI: 4,155$ auf 2,266$
  • COMP: 133,80$ auf 90,83$
  • UMA: 8,878$ auf 6,378$

Damit wird deutlich, dass insbesondere YFI und UNI zu den Verlierern im Oktober zählen. In Folge dessen ist für viele Anleger auch die Marktstimmung am DeFi-Markt gekippt. Während die Stimmung zur Mitte des Jahres noch bullish waren, übernahmen die Bären in den vergangenen Wochen.

Den gesamten Decentralized Finance Markt sollte man jedoch unter keinen Umständen abschreiben. Denn gerade solche Korrekturphasen sind im Rahmen normaler Marktzyklen gängig. Nach Phasen des übermäßigen Wachstums folgen Phasen der Konsolidierung und Korrektur.

So hat sich an den Fundamentalwerten vieler DeFi-Projekte wenig getan. Vielmehr beobachten wir einen sogenannten Capital Roll Over Effekt, bei welchem Kapital aus dem DeFi-Markt in Richtung Bitcoin fließt. Auch beim Bitcoin Kurs, der aktuell stark outperformed, wird wieder eine Phase der Konsolidierung stattfinden. In Folge dessen ist es wahrscheinlich, dass Investoren dann ihr Kapital wieder in Richtung DeFi-Token umschichten.

Wie ist deine Meinung zum aktuellen Zustand des Decentralized Finance Markts? – Siehst du eine Zukunft für DeFi-Token oder geht es für YFI, UNI und Co. weiter in Richtung Süden?

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Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.