Viele Anwendungen im Crypto Bereich haben großes disruptives Potential. Allen voran Kryptowährungen. Oft wird es so dargestellt, dass Staaten grundsätzlich gegen Kryptowährungen sind, um ihr Geld Monopol und Macht zu behalten. Doch das stimmt nur bedingt.

Während für einige Länder die öffentlichen, zensurresistenten Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ein Dorn im Auge sind, sehen andere die Entwicklungen positiv. Zu diesen Staaten gehört auch Estland. Das europäische Land möchte an der Innovation im Finanzsektor aktiv teilnehmen und dazu seine eigene staatliche Kryptowährung „Estcoin“ entwickeln.

Was die Crypto Community positiv auffasst, weil damit die Crypto Adoption vorangetrieben wird, finden allerdings nicht alle gut. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, äußert sich nun ganz klar gegen den Versuch eines Landes der Euro-Zone seine eigene (Krypto)-Währung zu entwickeln.

Crypto hat keine Chance – EZB sieht nur den Euro

So positiv das Vorhaben Estlands eine eigene Kryptowährung zu entwickeln aus Sicht von Crypto Fans auch ist. Mit seiner Aussage schiebt die EZB in Person von Mario Draghi diesem Vorhaben einen Riegel vor. Die konkreten Worte Draghis während einer Pressekonferenz in Frankfurt letzte Woche waren:

Kein Mitgliedsstaat (der Euro-Zone) kann seine eigene Währung einführen….Die Währung der Euro-Zone ist der Euro.

Die Aussagen des EZB Chefs sind nicht nur speziell an Kryptowährungen gerichtet, sondern laut seiner Formulierung gegen jegliche Art von Versuch einzelner Staaten eigene Währungen einzuführen.


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Crypto Meinungsänderung der EZB

Noch vor nicht allzu langer Zeit hörte sich die generelle Meinung der EZB noch neutraler bzw. gelassener an. So heißt es in einem EZB Report von vor ein paar Monaten:

Crypto-Assets erfüllen nicht die Funktionen des Geldes und haben nach heutigem Stand weder spürbare Auswirkungen auf die Realwirtschaft noch erhebliche Auswirkungen auf die Geldpolitik.

Die Meinung, dass Crypto keine Auswirkungen auf die Geldpolitik hat, dürfte sich nun anscheinend geändert haben, was Draghi zu seiner klarer formulierten Aussage von Freitag verleitet haben dürfte. Böse Zungen behaupte, dass Draghis Antwort von der Angst geleitet wird, die Monopolkontrolle über die Geldmenge zu verlieren. Vielleicht wird dieser Stimmungswechsel durch die wachsende Erkenntnis angeheizt, dass Kryptowährungen doch schneller eine wichtige Rolle im Finanzsystem spielen könnten, als gedacht.

Crypto Vorreiter Estland

Das baltische Land Estland ist von staatlicher Seite aus ein Vorreiter in Sachen Crypto. Als erstes europäisches Land gab es öffentlich zu verstehen eine eigene digitale Währung entwickeln zu wollen.

Mit dem „Estcoin“ soll den 20.000 „Digitalen Bürgern“ des Landes, die eine E-Residency innehalten, Ländergrenzen-überschreitende Flexibilität geboten werden. Als „Digitale Bürger“ kann man in Estland die Menschen bezeichnen, die die Möglichkeit wahrnehmen sich eine estländische Staatsbürgerschaft zu sichern, ohne dabei einen festen Wohnsitz im Land zu haben. Diese Möglichkeit bietet Estland seit 2014 und wird vor allem von ausländischen Unternehmern genutzt.

Draghis Worte sind eindeutig. Abzuwarten bleibt, wie die Regierung in Estland mit den Aussagen umgeht und was das für das Projekt „Estcoin“ bedeutet.

Was hälst du von den Aussagen des EZB Chefs? Wie denkst du wird Estland damit umgehen? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]

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