Bitcoin wird in Decentralized Finance (DeFi) immer beliebter. Das liegt vor allem an dem Status von BTC und dessen Relevanz für den gesamten Kryptospace. Da aber DeFi hauptsächlich auf der Ethereum Blockchain läuft, kann Bitcoin dort nur in Form von „Schuldscheinen“ (Derivate oder synthetisierte Assets) genutzt werden.

Um die Bitcoins in Form von Derivaten auf der Ethereum Blockchain zu verwenden, müssen Token, die mit echten BTC hinterlegt sind, ausgegeben werden. Hier ist die Rede vom beliebtesten BTC Abbild auf Ethereum – WBTC von BitGo.

Doch bis jetzt mangelte es an Transparenz. Man hatte Sorge, dass mehr Derivate ausgegeben wurden, als mit Bitcoin überhaupt gedeckt sind.

Damit soll nun Schluss sein. Der Kryptoverwahrservice BitGo und Chainlink haben sich jetzt zusammen geschlossen, um den tatsächlich hinterlegten Bestand an echten Bitcoin zu verifizieren.

Bitcoin Reserve von WBTC durch Chainlink überprüft

Der dezentrale Oracle von Chainlink soll BitGo dabei helfen noch mehr Vertrauen zu erlangen. Denn aktuell muss man die Bitcoin in fremde Hände geben, um einen BTC Derivat auf der Ethereum Blockchain zu bekommen. Eine dezentrale Verifizierung wäre an dieser Stelle mehr als hilfreich.

Da es bei Bitcoin auch um „don’t trust, verify“ geht, passt dieser Mechanismus nicht wirklich in das grundlegende Konstrukt von BTC.

Dennoch soll die Community mit zusätzlicher Transparenz überzeugt werden ihre BTC auf die ETH Blockchain zu transferieren, um am blühenden DeFi Markt zu partizipieren.

Wir sind zuversichtlich, dass Chainlink den WBTC Benutzern eine verlässliche, bedarfsorientierte Quelle für Besicherungsinformationen sowie ein zusätzliches Maß an Transparenz für die Verfolgung der WBTC Reserven bieten wird.


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Bitcoin für Ethereum und DeFi wird immer wichtiger

Bei WBTC handelt es sich um ein ERC20-Token, der bereits im Januar 2019 eingeführt wurde und den Wert von Bitcoin vollständig widerspiegelt.

In den letzten Monaten hat es den DeFi Markt im Sturm erobert, wobei die gesamte Marktkapitalisierung erst vor kurzem 1 Milliarde USD überschritten hat.

Es hat nun die Kapazität des Lightning Network in den Schatten gestellt und den Status von Ethereum als führende Layer-2-Lösung für Bitcoin gefestigt. Zumindest vorerst.

Im Gegensatz zu Bitcoin ist das WBTC vollständig zentralisiert. Seine Verwahrung wird von BitGo eigenhändig verwaltet.

BitGo ist zwar ein hoch angesehenes Unternehmen mit einem Versicherungsfonds in Höhe von 100 Mio. USD, dennoch bleibt es ein zentralisierter Faktor, auf den man vertrauen muss. Um also etwas Dezentralität in dieses Konstrukt zu bringen, kommt Chainlink mit seinen Oracles ins Spiel.

Proof of Reserve ermöglicht eine dezentralisierte und vertrauensminimierte Prüfung. Wie der Gründer von Chainlink, Sergey Nazarov, anmerkte, macht die Technologie Sicherheiten „kugelsicherer“:

Ich denke, bei dem Konzept des „Proof of Reserve“ geht es im Allgemeinen darum, zu beweisen, dass sich ein zugrunde liegender Vermögenswert irgendwo in einem bestimmten Zustand befindet. Und dieser Beweis ist eigentlich sehr grundlegend dafür, wie Finanzsysteme funktionieren.

tBTC versucht einen Neustart

WBTC ist nicht die einzige synthetische Version von Bitcoin, die von Vertrauensproblemen geplagt wird. Denn auch der aktuelle Hauptkonkurrent, renBTC, hat alle echten Bitcoin in nur einer Adresse gesichert. Das wird dem zentralen Anspruch nicht gerecht.

Letzte Woche erlebte das dezentralisierte, von Thesis entwickelte Protokoll tBTC ein Comeback nach dem katastrophalen Start seines Mainnets. Das Mainnet war nur für zwei Tage online, bevor es wegen eines kritischen Fehlers im Mai abgeschaltet werden musste.

Wir sind gespannt ob die Zusammenarbeit mit Chainlink und BitGo zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen wird. Denn DeFi wird auf Dauer ohne Bitcoin nicht überleben können.

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