BTC ist die Alternative zu unserem maroden Finanzsystem. Es soll die Menschen vor allem vor der Inflation der FIAT Währungen und der monetären Willkür der Staaten dahinter retten. Doch in Zeiten einer Pandemie konnte sich Bitcoin nicht gegen den traditionellen Finanzmarkt behaupten.

Der BTC Kurs ist gestern kurzzeitig um mehr als 50% eingebrochen. Das Coronavirus hat auch vor dem Kryptomarkt keinen Halt gemacht und die Stimmen werden lauter, dass BTC als Store of Value (SoV, Wertaufbewahrung) nicht geeignet sei und niemals einer sein wird.

Diese Meinung vertreten aber sicherlich nicht alle. Erik Voorhees, bekannter Bitcoin- und Krypto-Experte, stellt sich aktuell öffentlich gegen die negative Meinung in Bezug auf BTC als mögliche Wertaufbewahrung.

In diesem Artikel schauen wir uns an, ob Bitcoin tatsächlich kein Store of Value ist und auch niemals einer sein kann.

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BTC hatte einfach einen schlechten Tag

Der Finanzmarkt erlebt aktuell eine der wohl schlimmsten Krisen in der Geschichte. Die aktuelle Situation, wenn man die Kurs-Einbrüche als Indikator nimmt, ist schlimmer als in 2008. Aktuell sieht es auch nicht danach aus, dass sich das schlagartig ändern könnte.

Das Coronavirus ist in vielen Ländern weiter auf dem Vormarsch und negative Nachrichten aus den jeweiligen Ländern könnten weiter die Märkte unter Druck setzen. Davor wird sich wohl auch BTC nicht retten können. In Zeiten von Hysterie und Panik flüchten die Menschen aus allen möglichen Investments in FIAT. Hat also BTC als Wertspeicher komplett versagt?

Erik Voorhees, einer der wohl bekanntesten Personen im Crypto Space, stellt sich gegen diese Behauptung und argumentiert dagegen. Dabei nimmt er auch Ethereum und DeFi mit dazu, die ebenfalls unter dem aktuellen Kurs-Einbruch zu leiden haben.

Nein, Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel ist nicht tot, nur weil es einen super beschissenen Tag hatte. Nein, Ethereum und DeFi sind nicht tot, nur weil sie einen super beschissenen Tag hatten. In den kommenden Monaten wird die Welt sehen, was anti-fragil bedeutet.


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Usecase von BTC durch jede Krise immer deutlicher

Der Bitcoin Kurs-Einbruch kann natürlich nicht ignoriert werden. Im Markt steckt sehr viel spekulatives Geld. Das hat man wohl gestern mehr als deutlich zu spüren bekommen. Bitcoin ist dennoch widerstandsfähiger als der Aktienmarkt.

Um den kompletten Kollaps zu umgehen, wird in angeschlagene Volkswirtschaften Geld gepumpt. Die Zentralbanken erhöhen die Geldmenge und retten zwar kurzfristig die jeweiligen Unternehmen mit dem frischen Geld aber erhöhen auch gleichzeitig die Geldmenge und fördern somit die Entwertung unserer FIAT-Währung. Dieses Verhalten fördert den eigentlichen Usecase von Bitcoin. Zudem braucht BTC keine Unterstützung der Zentralbanken, um zu überleben. Der freie Markt entscheidet über den Kurs des dezentralen Assets.

Die US-Notenbank hat gerade ein weiteres Programm im Wert von 1 Billion USD angekündigt, das durch die quantitative Lockerung in die Wirtschaft gespeist werden soll. Diese Entscheidung fiel aufgrund der starken Einbrüche im Aktienmarkt in den letzten Tagen.

Marktkapitalisierung und unzureichende Liquidität Schuld am starken Einbruch

Bitcoin hat einen der schlimmsten Tage in seiner Kurs-Geschichte erlebt. Das heißt aber noch lange nicht, dass BTC für immer als mögliche Wertaufbewahrung versagt hat. Das sagt uns eigentlich nur aus, dass der Markt immer noch extrem klein ist und die Liquidität nicht ausreicht, um größere Verkäufe (und Käufe) ohne starke Kurs-Schwankungen zu überstehen.

Alleine die 12 Millionen BTC, die mehr als 1 Jahr nicht mehr bewegt wurden, nehmen extrem viel Liquidität vom Markt. BTC wird durch jeden einzelnen Kurs-Einbruch und technische Problematik mit der Zeit stärker. Ganz nach dem Motto: „Was einen nicht umbringt, macht einen stärker“. Bitcoin ist wie ein lebender Organismus, der Anti-Körper entwickelt und damit beim nächsten „Infekt“ nicht mehr solche Symptome zeigt.

Laut Erik ist Bitcoin dabei seine Stärke in den kommenden Monaten unter Beweis zu stellen. Für BTC war es gestern ein herber Kurs-Einbruch aber für BTC dennoch nicht ganz untypisch. Ich persönliche habe schon ähnliche Anstiege und Einbrüche mehrfach miterleben müssen. Irgendwann stumpft man ab und sieht nur noch das große Ganze. Theoretisch kann sich Bitcoin innerhalb weniger Tage oder Wochen von dem Drama der letzten Tage erholen. Bei Aktien sieht es da schon etwas anders aus.


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Store of Value vom Tisch? Ganz sicher nicht!

Das härteste Geld der Welt wird sich auf Dauer als Store of Value durchsetzen. Das machen die unveränderlichen Eigenschaften von BTC möglich, die auch nach so einem starken Einbruch immer noch unverändert sind. Diese Krise stärkt sogar die Fundamentals von BTC.

Die Entwertung unserer FIAT-Währungen wird von Krise zu Krise immer stärker und irgendwann fängt auch der letzte an über mögliche Alternativen nachzudenken. Dafür braucht es aber viel mehr Zeit. BTC ist immer noch in der Öffentlichkeit ein reines Spekulationsobjekt ohne klaren Nutzen. Erst muss das Vertrauen in rein virtuelle Assets steigen. Denn das ist eine ganz neue Asset-Klasse, die wir bis jetzt nicht auf dem Schirm hatten.

Wir können einfach nicht erwarten, dass nach 11 Jahren etwas zu einem angesehenen Store of Value wie Gold wird. Gold hat dazu Jahrtausende gebraucht. Sollten wir also BTC nicht etwas Zeit geben, um sich möglicherweise doch noch als Store of Value zu beweisen?

Zudem ist der jeweilige Zeithorizont subjektiv. Wenn jetzt Gold, aus welchen Gründen auch immer, um 10-20% fallen sollte, ist es kein Store of Value mehr? Die Definition von Store of Value ist ganz klar. Man versucht seine Kaufkraft für die Zukunft zu halten oder zu steigern. Hier gibt es aber keinen genauen Zeitraum.

Wenn ich nun 10 Jahre Bitcoin halten sollte und es die Inflation meiner FIAT-Währung in diesem Zeitraum ausgeglichen hat, dann ist es für mich ein Store of Value. Wenn jemand BTC nur 2 Monate hält und 50% ins Minus rutscht, dann ist es für denjenigen kein Store of Value.

Man sieht, dass die Frage, ob etwas ein Store of Value ist nicht so einfach zu beantworten ist. Noch viel schwieriger ist es aber, wenn wir etwas, was alle Eigenschaften mitbringt, um ein besserer Store of Value zu sein als Gold, die Darseinsberechtigung eines Store of Value nach gerade mal 11 Jahren komplett absprechen. Lasst uns die nächsten Monate und Jahre abwarten und schauen, ob BTC sich tatsächlich in diesem Feld nachhaltig platzieren kann.

Ist Bitcoin (BTC) für dich ein Store of Value oder nur eine spekulative Anlage?

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[Bildquelle: Shutterstock]