Laut Daten der brasilianischen Zentralbank haben Brasilianer dieses Jahr sehr viel Geld in Kryptowährungen investiert. Seit Januar haben sie jeden Monat digitale Coins im Wert von mehr als 350 Millionen US-Dollar erworben.

Der Kauftrend erreichte im Mai einen Höhepunkt. Allein in diesem Monat wurden Käufe im Wert von 756 Millionen US-Dollar getätigt, berichtet Bitcoin.com. Seitdem sind die Zahlen rückläufig und fielen im August auf 500 Millionen US-Dollar.

Interesse an Kryptowährungen wird wohl bleiben

Kryptowährungen locken die Brasilianer. Laut Bruno Serra, dem Direktor für Geldpolitik der Zentralbank des Landes, ist es unwahrscheinlich, dass dieses Interesse in Zukunft nachlässt. Einige glauben sogar, dass sich die Zahl bis zum Ende des Jahres verdoppelt.

Laut Serra können die von Brasilianern im Ausland getätigten Investitionen in Krypto bald auf den doppelten Wert ansteigen. Der Prozess wird aber dadurch behindert, dass das südamerikanische Land derzeit keine eigenen digitalen Währungen hat. Serra sagte dazu:

Es ist ein einseitiger Fluss. Aufgrund der Energiekosten schürfen Brasilianer keine Kryptowährungen, sie kaufen diese lediglich. Es ist möglich, dass die Zahl der Zuflüsse in diesem Jahr mehr als 8 Milliarden Dollar erreicht.

Dem Bericht der Zentralbank zufolge belaufen sich die Abflüsse von Kryptowährungen auf etwa 15 Millionen Dollar, was weniger als 1 % der Zuflüsse ausmacht.

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Was verbirgt sich hinter diesen Zahlen?

Die brasilianische Zentralbank erfasst die Zu- und Abflüsse von Kryptowährungen in Statistiken. Die Bank verwendet Austauschverträge als Grundlage für die Schätzung dieser Zahlen. Börsenverträge sind Rechtsinstrumente, die Verhandlungen zwischen Verkäufern und Käufern von Bitcoin und anderen Kryptowährungen aufzeichnen.

Die tatsächlichen Zahlen könnten jedoch höher sein als die gemeldeten, da diese Instrumente nur den Handel zwischen Brasilianern und Bürger anderer Länder erfassen.

Anonymität ist „keine Option“

Laut Mauricio Moura, Chef der brasilianischen Zentralbank, ist Anonymität keine Option für diejenigen, die mit Kryptowährungen handeln. Er erklärte, dass die Regierung früher oder später damit beginnt, alle Transaktionen zu identifizieren. Dadurch will man Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus verhindern.

Moura erklärte, dass eine neue Gesetzgebung in Vorbereitung sei. Sollte man sie verabschieden, wird es keine Anonymität mehr für Krypto-Transaktionen in Brasilien geben. Seine Aussage dazu war kurz und deutlich:

Die Namen derjenigen, die an Kryptogeschäften beteiligt sind, werden ans Licht kommen. Ich kann sagen, dass Anonymität keine Option sein wird.