Es gibt Dinge, die kann man nicht einfach ändern. Und das genau dies sowohl ein Vor- als auch Nachteil sein kann, zeigt sich in der aktuellen Situation. Konkret geht es um den Handel am Aktienmarkt sowie das Trading von Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Situation wollen wir schauen, wie realistisch das Szenario ist, dass Bitcoin in einigen Wochen eines der wenigen noch handelbaren Assets ist.

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Kommt der Shutdown der US-Aktienmärkte?

Aktuell wird über ein Szenario debattiert, was vor einigen Wochen wahrscheinlich noch als völlig undenkbar betitelt worden wäre: Es geht um die Schließung der Aktienmärkte. Wir durften die letzten Tage und Wochen bereits erfahren und miterleben, was es heißt, wenn der sogenannte ‚automatic circuit breaker‘ zur Geltung kommt. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich nichts anderes als eine Art automatische Bremse, die gezogen wird, sobald der Aktienmarkt (S&P 500) um eine gewisse Prozentzahl sinkt. Das genaue Prinzip erkläre ich im Folgenden:

Wie ein automatic circuit breaker im Aktienmarkt funktioniert

Es gibt pro Handelstag drei mögliche Circuit Breaker, die den Handel an der New York Stock Exchange stoppen. Dabei wird der erste Circuit Breaker ausgelöst, sobald der S&P 500 um 7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages fällt. Bei der ersten Unterbrechung wird der Handel um 15 Minuten pausiert. Fällt der Index weiter auf insgesamt 13% wird die zweite 15-minütige Pause ausgelöst. Die zweite Bremse wird allerdings nur dann ausgelöst, wenn das Szenario vor 3.25pm stattfindet. Der dritte und finale Circuit Breaker wird bei einem Kursverlust von 20% ausgelöst und beendet den Handel für den Tag. Bereits jetzt darfst du dir die Frage stellen, wie realistisch es wäre, dass der Handel bei Bitcoin ausgesetzt wird, weil BTC um 7 Prozentpunkte gefallen ist.

Dabei kam es in den letzten 2 Wochen bereits viermal zu einer Unterbrechung des Handels. In Folge dessen soll der Handel an der New Yorker Börse nun nur noch voll elektronisch abgewickelt werden. Die berühmten „Trading Floors“ sollen also vorerst nicht mehr involviert werden.

Schließung der Aktienmärkte macht BTC zum Last Man Standing

Wenn sich die gesamte Situation weiterhin zuspitzt, können wir sogar mit dem Szenario rechnen, dass die Aktienmärkte für einige Tage oder gar Wochen vollständig geschlossen werden, um weiteren Schaden abzuwenden.

In den Philippinen kam es vor wenigen Tagen zu genau solch einem Szenario. Hier wurde der Aktienmarkt für zwei Tage komplett ausgesetzt. Die Quittung hierfür erhielten alle Investoren am Tag der Wiedereröffnung: So krachte der Markt um weitere 13 Prozent ein, nachdem er vor der Schließung bereits 24 Prozent Verluste einstecken musste.

Ein Shutdown der US-Börsen wäre ein absolutes Novum in der Neuzeit und würde parallel dazu den Fokus auf den Markt der Kryptowährungen lenken und Bitcoin ins Spotlight katapultieren.


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Bitcoin und der 24/7 Handel: You can’t stop it!

Wer selbst mit Kryptowährungen tradet, weiß wohl bestens, dass der Handel von Bitcoin und Co. ohne Pause verläuft: 24/7 und 365 Tage im Jahr. Genau das ist eine Eigenschaft des Marktes, die ihn so einzigartig macht. Nun müssen wir klar festhalten, dass eine solche ständige Verfügbarkeit natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile bringt. Wir erinnern uns einige Tage zurück, als der Bitcoin Kurs binnen 24 Stunden um satte 50 Prozent einbrach. An der Börse wäre der Handel hierbei längst ausgesetzt worden.

Auf der anderen Seite ist es eben eine Stärke von Bitcoin und Co. immer handelbar zu sein. Des Weiteren ist es nicht einfach so möglich (bzw. unmöglich) den Handel vollständig zu unterbrechen. Man möge sich nur vorstellen, dass Binance den Handel von Bitcoin plötzlich aussetzt. Dann würde es nach wie vor etliche andere Möglichkeiten geben am Markt zu partizipieren.

Kann Bitcoin profitieren, wenn BTC zum Last Man Standing wird?

Diese ständige Verfügbarkeit in Kombination mit dem Szenario, dass Bitcoin und alle Kryptowährungen plötzlich zum ‚Last Man Standing‘ werden können, ist natürlich äußerst interessant. Es wäre spannend zu sehen, wie der Bitcoin Kurs reagiert, wenn Investoren Bitcoin als eines der letzten noch handelbaren Assets erkennen. Vielleicht werden wir dies live miterleben dürfen!

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Wie denkst du über ein solches Szenario? -- Würde Bitcoin profitieren oder wäre die Lage in einer solchen Situation bereits völlig aussichtslos?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.