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Im heutigen zweiten Teil der Artikelreihe mit dem Titel „Bitcoin – Store of Value oder Medium of Exchange“ werden wir die Bedrohungen für Bitcoin als Store of Value sowie die Definition eines Medium of Exchange betrachten und die abschließende Frage klären, ob BTC nun ein Store of Value oder Medium of Exchange ist.

Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, wird es Zeit. Hier geht es zum ersten Teil, indem wir insbesondere darauf eingehen, was einen Store of Value charakterisiert und warum Bitcoin sich als solcher klassifizieren lässt.

Bitcoin als Store of Value – die Bedrohungen

Im Folgenden möchte ich Gefahr(en) für Bitcoin als Store of Value aufzeigen und eine Einschätzung abgeben, wie realistisch diese sind.

Eine der größten Gefahren für das Werteversprechen von BTC als Store of Value wäre die Aufhebung der 21-Millionen Grenze. Das heißt die Aufhebung des maximalen Supply von 21 Millionen. Jeder, der aktuell an eine solche Maßnahme denkt, würde jedoch als ‚verrückt‘ bezeichnet werden. Denn die Limitierung der Anzahl an BTC ist genau das, was aktuell für viele den Anreiz in eine Investition darstellt. Daher hat die Aufrechterhaltung des maximalen Supply oberste Priorität. Ein solches Szenario scheint also ziemlich unrealistisch, oder…?

Nicht ganz. Denn die ökonomische Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Mining-Konzepts ist durchaus in Frage zu stellen ohne einen weiteren Basis-Reward pro gemintem Block. Das heißt: Sobald alle Bitcoin vollständig geschürft wurden, leben die Miner von den Transaktionsgebühren, da der Block-Reward entfällt. Um also eine Instabilität der Netzwerkstärke zu vermeiden, müssen die akkumulierten Transaktionskosten so hoch sein, dass das Geschäftsmodell Mining auch ohne den zusätzlichen Block-Reward profitabel ist. Wie können wir dies erreichen?

Die Antwort ist (mehr oder weniger) einfach: durch die Nutzung von Bitcoin als Medium of Exchange und durch das Erlangen einer vollständigen („real-world“) Adoption. Werfen wir also einen Blick auf das Thema Real-World-Adoption.

Bitcoin als Medium of Exchange – die Herausforderungen

Die Anforderungen für ein Medium of Exchange sind relativ einfach: das Medium muss einen Standard-Wert repräsentieren, der von zwei Seiten, Käufer und Verkäufer, akzeptiert wird. Das heißt, dass das Medium/Bitcoin einen externen Wert benötigt. Diese Eigenschaften trifft nicht nur für Bitcoin, sondern auch für viele andere Kryptowährungen zu. Diese sind in ihren Eigenschaften (beispielsweise Transaktionsgeschwindigkeit) sogar besser als BTC.

Eine interessante Entwicklung auf die wir nun schauen möchten, ist, wie viel des Bitcoin Volumens von Stablecoins kommt. Gehen wir dazu 3 Jahre in die Vergangenheit: 2016 kam lediglich 1% des Bitcoin Volumens von Stablecoins. Diese Zahl stieg dann auf ca. 17% Ende 2017 an – ein Jahr später, also Ende 2018, lag das Volumen für Bitcoin-Trading durch Stablecoins bereits bei 88%.

Wir können diese Zahl also wie folgt interpretieren: Stablecoins sind mittlerweile eine sehr große Herausforderung für Bitcoin, was das Thema Medium of Exchange angeht. Dennoch sind die meisten Stablecoins wie beispielsweise Tether zentralisiert; sie repräsentieren also nicht zur Gänze die Werte, die Bitcoin mit sich bringt. Auf der anderen Seite gibt es bereits Umsetzungen dezentraler Stablecoins (DAI ist hier ein Beispiel), die die Vision eines dezentralisierten Medium of Exchanges verwirklichen wollen. Natürlich gibt es auch auf dieser Seite noch Probleme und Hürden, die überwunden werden müssen.


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Andere Kryptowährungen und deren Werteversprechen

Wie ich bereits in der Einleitung des ersten Teils der Artikelreihe erwähnt habe, möchten wir hier noch in aller Kürze auf das weitere Ökosystem, das heißt die anderen Kryptowährungen, eingehen. Alle Kryptowährungen, die als reine Currency Coins gelten, sehen sich den gleichen Problemen gegenüber wie ich sie bereits in Teil 1 und auch diesem Teil genannt habe. Sie stehen alle in direkter Konkurrenz zueinander. Ein Feature, das ich an dieser Stelle kurz betonen möchte, da es dem langfristigen Werteversprechen von Kryptowährungen hilft, ist Staking. Warum?

Staking ermöglicht ein ‚passives Einkommen‘, unterstützt das Versprechen eines Store of Values und hilft einer Kryptowährung, die Eigenschaft einer „reinen Währung“ loszuwerden. Damit möchte ich aber ausdrücklich nicht sagen, dass Bitcoin seinen Konsensmechanismus nun zu PoS umstellen soll. Dennoch glaube ich nicht, dass irgendeine andere (!) reine „Währungs“ Kryptowährung auf langfristige Sicht eine Chance hat. Für mich wird es entweder Bitcoin oder ein Stablecoin; definitiv aber nicht eine andere Kryptowährung. Aufgrund der besseren ‚user experience‘ sind Stablecoins für mich der aktuelle Gewinner der Stunde. In Zukunft wird die Volatilität von Bitcoin jedoch geringer werden. Wichtig hierbei ist auch eine Verbesserung der Transaktionsgeschwindigkeit. Außerdem muss es einfache(re) Möglichkeiten geben, Bitcoin zu kaufen und verkaufen. Denn das ist es möglich, Transaktionen in (fast) Echtzeit zu verschicken, wobei die „Empfangs-Partei“ direkt die empfangenen BTC auszahlen kann und somit keiner Gefahr der Währungsschwankung/Volatilität unterliegt.

Bitcoin – Store of Value oder Medium of Exchange? Das Battle

Ja, es gibt also dieses konstante Battle, ob Bitcoin nun eher als Store of Value fungiert oder sich stärker in Richtung Medium of Exchange positionieren sollte. Ich persönlich glaube nicht, dass dieser Kampf ein weiser Kampf ist. Denn um langfristige ein Store of Value zu sein, muss Bitcoin auch zumindest eine kleine Portion Medium of Exchange mit sich bringen. Es ist also kein Battle, sondern viel mehr eine Synergie.

Wenn Bitcoin es nicht schaffen wird, sich als Medium of Exchange zu positionieren, dann ist das Gesamtprojekt Bitcoin in Gefahr und könnte sogar scheitern.

Last, but not least könnten sich einige Leute nun zum Thema Medium of Exchange fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, von Anfang an auf ein inflationäres System zu setzen. Denn mit einem inflationären „Geldkonzept“ würde man langfristig nicht die gerade genannten Probleme haben; auf der anderen Seite würde man die Besitzer/Hodler jedoch für die „Nachhaltigkeit“ des Systems zahlen lassen, indem ihr Erspartes/Guthaben mit der Zeit an Wert verliert. Im aktuellen System, indem die Transaktionskosten (zumindest zukünftig) als „Erhaltungskosten“ für das Netzwerk dienen, werden die Kosten von denen gezahlt, die das Netzwerk für Zahlungen nutzen und nicht von denen, die lediglich hodlen. Zu der Frage, ob ein inflationäres oder deflationäres System nun also besser ist, lautet die Antwort: es gibt kein Richtig oder Falsch, beide Konzepte sind valide.

Am Ende dieser Artikelreihe möchte ich mit folgendem Statement abschließen: Es gibt keine zwei Seiten des Schlachtfeldes. Es ist das ein und selbe Schlachtfeld auf dem jeder von uns kämpft. Also kämpft für das, was zählt! #bitcoin

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[Bildquelle: Shutterstock]
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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