Bitcoin ist für viele bereits jetzt schon ein Store of Value. Doch im Vergleich zu Gold oder anderen Edelmetallen schneidet BTC nicht so gut ab. Zumindest wenn wir uns die Marktkapitalisierung und dementsprechend auch den Preis pro BTC anschauen. Denn von den grundlegenden Eigenschaften ist Bitcoin ungeschlagen. Ist die dezentrale Alternative zu Gold also unterbewertet?

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Bitcoin und das Stock-to-Flow-Modell

Wenn wir nach dem Stock-to-Flow (S2F) Modell gehen, dann ist Bitcoin massiv unterbewertet. Das Modell beschreibt sozusagen die „Härte“ des zugrundeliegenden Vermögenswertes. Also wie knapp tatsächlich etwas ist. Das Modell wird bereits seit vielen Jahren für Gold, Silber und andere Edelmetalle angewendet.

Das Stock-to-Flow-Modell beschreibt das Verhältnis zwischen dem aktuellen Bestand (stock) und dem Zufluss (flow) eines Rohstoffs. Je geringer der Zufluss im Verhältnis zum aktuellen Bestand ist, desto „härter“ ist der Vermögenswert.

Wer sich bereits mit dem Thema Bitcoin Halving und dem S2F-Modell auseinandergesetzt hat, der wird sicherlich den Crypto-Analysten PlanB kennen. Der gute Mann, der unter dem Namen 100trillionUSD bei Twitter bekannt ist, hat das S2F-Modell für Bitcoin bekannt gemacht. Wie der Name es schon sagt, geht der Analyst davon aus dass Bitcoin eine Marktkapitalisierung von 100 Billionen USD erreicht.


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Bitcoin bald härter als Gold

In dem folgenden Tweet vergleicht PlanB das S2F-Verhältnis verschiedener Edelmetalle wie Gold, Silber, Palladium und Platin mit dem von Bitcoin. Den höchsten S2F-Wert belegt aktuell Gold mit 58. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum das Edelmetall so hoch bewertet wird. Die Marktkapitalisierung von Gold liegt aktuell bei ca. 10 Billionen USD. Bitcoin hingegen hat einen S2F-Wert von 27 und liegt knapp hinter Silber mit 33.

Bei Gold, Silber und Diamanten ist die Abbaurate variabel. Zwar ist die Gesamtmenge dieser Rohstoffe auf der Erde begrenzt aber die Produktion kann jederzeit an den Markt angepasst werden. Bei Bitcoin ist es anders. Bei Bitcoin ist die Abbaurate im Code fest verankert – so wie die maximale Anzahl von 21 Millionen BTC.

Die Abbaurate entspricht dem Block Reward. Das ist eine feste Anzahl an BTC, die als Belohnung an die Miner für einen gefundenen Block ausgeschüttet wird. Aktuell liegt der Block Reward bei 12,5 BTC pro Block. Alle 210.000 Blöcke (ca. 4 Jahre) wird dieser Block Reward halbiert. Im Mai dieses Jahres steht das nächste Bitcoin Halving bevor, wo die Belohnung von 12,5 BTC auf 6,25 BTC reduziert wird. In der Summe entstehen ab diesem Zeitpunkt statt 1.800 BTC nur noch 900 BTC täglich.

Durch die Halbierung des Zuflusses (flow) neuer Bitcoin, verdoppelt sich das S2F-Verhältnis. Somit hat Bitcoin ab Mai einen S2F-Wert von 54 und liegt damit knapp hinter Gold (58) und deutlich vor Silber (33). Dieser Wert wird sich bei BTC bis zum nächsten Halving weiter erhöhen, da die Gesamtmenge an Bitcoin steigt aber der Zufluss neuer BTC gleich bleibt. In 2024 erreicht das digitale Gold einen S2F-Wert von über 100 und wird somit offiziell zum härtesten Vermögenswert.

Positiver Ausblick in die Zukunft

Wenn Bitcoin also in 2024 härter ist als Gold, dann sollte sich BTC irgendwann an der Marktkapitalisierung vom goldenen Edelmetall orientieren. Wenn Bitcoin die Marktkapitalisierung von 10 Billionen USD erreichen sollte, dann würde der Preis bei ca. 500.000 USD pro BTC liegen.

Aber erstmal genug mit den Träumereien. Wir haben gerade einmal 11 Jahre hinter uns und wollen uns mit Gold messen, welches sich über Jahrtausende durchgesetzt hat? Ja, wollen wir, aber das braucht nun mal seine Zeit bis Menschen den revolutionären Mehrwert von Bitcoin erkennen und nicht nur dem Kurs hinterherjagen.

Vielleicht hilft die aktuelle Krise, damit sich Menschen mit Alternativen beschäftigen, um ihr Geld oder eher gesagt ihre Kaufkraft für der Zukunft zu erhalten. Bitcoin hat sich noch nicht in der Masse durchgesetzt. Wir sind immer noch in der Phase um Vertrauen aufzubauen. Das neue Kryptoverwahrgeschäft macht es ab diesem Jahr zB. möglich, dass Banken und andere Finanzinstitute mit einer entsprechenden Lizenz, Bitcoin und andere Kryptowährungen für ihre Kunden anbieten und verwahren dürfen.

Ob Bitcoin nun aktuell unterbewertet ist oder nicht, am Ende ist es das härteste Asset und in der Vergangenheit hat sich das härteste Asset immer durchgesetzt – Gold. Wir sind gespannt ob sich das S2F-Modell über die nächsten Jahre bewahrheiten wird und ob wir wirklich solche astronomischen Kurse erreichen werden.

Welchen Bitcoin Kurs werden wir bis 2024 erreichen?

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[Bildquelle: Shutterstock]