Die Future-Börse BitMEX sorgte die Nacht über wieder für Schlagzeilen. Nachdem die Börse mit einer unerwarteten Ausfallzeit zu kämpfen hatte, fiel der Bitcoin Kurs auf ein Tief von ca. 3.800 USD. Das bei einem solchem Zusammenspiel der Ereignisse die Gerüchteküche nicht lange auf sich warten lässt, ist dabei wohl selbstredend.

Laut einem Tweet der Börse traten während der hektischen Handelsaktivitäten am Abend des 12. März Probleme auf. Genauer wurde erklärt, dass zwischen 02:16 und 02:40 UTC am 13. März 2020 ein Hardware-Problem bei dem Cloud-Service-Provider von BitMEX aufgetreten sind. In Folge dessen kam es zu einer Verzögerung der BitMEX-Anfragen. Der normale Dienst wurde um 03:00 UTC wieder aufgenommen.


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Steckt BitMEX hinter dem rapiden Bitcoin Kurseinbruch?

Am selben Tag gab es mehr Liquidationen an der Börse als an jedem anderen Tag des vergangenen Jahres. Das Gesamtvolumen der Bitcoin-Futures brach ebenfalls alle Rekorde.

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BitMEX-Liquidationstabelle. Bildquelle: Skew.com

Der unter dem Twitter-Handle SBF_Alameda bekannte Betreiber der Crypto Derivatbörse FTX gab eine Theorie zum Besten, die einiges an Aufsehen erregte. Er nannte sie selbst die Theorie des Tages. Dort erhob er die Anschuldigung, dass es nie ein BitMEX-Hardware-Problem gab.

Laut seiner Theorie könnte die Börse sogar zu diesem Rekordverlusten beigetragen haben. Es könnte die mangelnde Bereitschaft von BitMEX gewesen sein, auf die Marktbedingungen einzugehen, die den Bitcoin Kurs und seinen starken Einbruch beschleunigte. Nachdem die Plattform offline ging, erholte sich der Bitcoin Kurs. Laut der Theorie war das möglich, da mit BitMEX die gigangtische Verkaufsmauer verschwand.

SBF ging in seinen Tweets weiter auf die komplizierten Mechanismen der Liquidationsmaschinerie einer Future Börse wie BitMEX ein und die möglichen Hintergründe der angeblichen Wartungsarbeit. Auch ein Thema war der Versicherungsfonds von BitMEX, der am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden um 1.600 BTC (8,6 Millionen Dollar) gesunken war. Dies scheint der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung zu sein. Er stellte damit die Theorie auf, dass BitMEX sich quasi aus dem Markt flüchten musste. Gleichzeit räumte er aber ein, dass es sich hierbei um eine wilde Verschwörungstheorie handelt.

BitMEX weist die Anschuldigungen entschieden von sich

BitMEX reagierte auf diese Verschwörungstheorie und wies den Verfasser darauf hin, dass seine Annahmen tatsächlich verrückt sind. Zumal er mit FTX selbst eine Plattform in diesem Bereich betreibt und damit eigentlich verstehen sollte, welche Art von Problemen in großem Maßstab auftreten können.

In Folge dessen ruderte SBF zurück und betonte noch einmal öffentlich auf Twitter, dass es sich hier wirklich nur um eine Verschwörungstheorie handelt und er den Erklärungen von BitMEX glaubt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, warum jemand eine Verschwörungstheorie in den Raum wirft, an die er selbst nicht einmal glaubt? Ist es ein Schrei nach Aufmerksamkeit? Ein Marketing-Gag?

Eines ist in jedem Fall sicher: Die Märkte spielen verrückt und niemand scheint wirklich eine Erklärung für den stark einbrechenden Bitcoin Kurs liefern zu können. Dies ist Wohl oder Übel dem Umstand verschuldet, dass durch die allgemeine Panik an den globalen Finanzmärkten die einzelnen Akteure teilweise einfach nur ihrem Risikomanagement folgen und ihre Bitcoin Positionen liquidieren, während andere irrationale Entscheidungen aus Emotionen heraus treffen. Doch dazu später mehr hier auf CryptoMonday.

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[Bildquelle: Shutterstock]