Nach dem massiven Bullrun im Jahr 2017 und dem damit verbundenen medialen Echo sind nicht wenige Menschen auf die Idee gekommen, Bitcoin zu kaufen. Auch wenn das Interesse im Vergleich zu 2017 wieder etwas rückläufiger ist, ist es aus heutiger Sicht dennoch absolut keine schlechte Entscheidung Bitcoin zu kaufen. Diese Aussage stammt jedoch nicht von mir persönlich, sondern von Wissenschaftlern der Yale Universität.

Denn in dem 2018 veröffentlichten Paper mit dem Titel ‚Risk and Returns of Cryptocurrency‘ empfehlen die beiden Wissenschaftler in jedem Portfolio mindestens 1 Prozent bis hin zu 6 Prozent an Bitcoin zu haben.

Bitcoin kaufen als Renditeboost für’s Portfolio

Auch in diesem Jahr hat es BTC mal wieder geschafft alle anderen Assets outzuperformen. Egal ob Öl, Gold oder S&P 500 – mit einer aktuellen Year-to-Date Performance von gut 77 Prozent führt Bitcoin die Liste der besten Assets an. Damit übertrifft Bitcoin den S&P 500, der in diesem Jahr gute 25 Prozent zulegen, konnte um satte 50 Prozent. Dies allein mag schon ein guter Grund sein, Bitcoin zu kaufen.

Ein weiterer Punkt, der immer wieder genannt wird, ist die Korrelation von BTC. So gibt es etliche Analysen, die zeigen, dass Bitcoin unkorreliert zu klassischen Vermögenswerten ist. Anders formuliert: BTC ist ein optimales Asset zur Diversifikation, das gleichzeitig auch noch klassische Vermögenswerte outperformed. Und genau auf diese Tatsache gehen auch die beiden Yale-Wissenschaftlicher ein.

So heißt es in der 67-seitigen Arbeit beispielsweise:

Wir haben festgestellt, dass das Risiko-Rendite Verhältnis von Kryptowährungen (Bitcoin, Ripple und Ethereum) sich deutlich von dem von Aktien, Währungen und Edelmetallen unterscheidet. Kryptowährungen haben keinen Zusammenhang zu den geläufigsten Aktien und makroökonomischen Faktoren.


Bitcoin steigt stark im Preis und kann Kursgewinne verzeichnen. Das Bild zeigt eine Preiskurve sowie gestapelte Bitcoins.Die Dollar-Cost-Average Strategie: Immer wieder wird die Frage nach einer guten Investment-Strategie gestellt. Mit Hilfe der Dollar-Cost-Average Strategie (DCA) minimierst du dein Risiko, kannst besser schlafen und profitierst nachhaltig von der langfristigen Entwicklung von Bitcoin und Co. – Einfacher geht es nicht! Wie die Strategie funktioniert.


Eine historische Outperformance von 200 Prozent p.a.

Wer sich also überlegt Bitcoin zu kaufen, sollte dabei dennoch besonnen und reflektiert vorgehen. So empfehlen die Wissenschaftlicher logischerweise auch keinen „All-In Move“. Vielmehr sei es eine Frage der persönlichen Einschätzung über die zukünftige Entwicklung von Bitcoin. So haben die Wissenschaftlicher vier Perspektiven kreiert:

  • Bitcoin hat im Vergleich zu allen anderen Assets eine Overperformance von 30% p.a.
  • BTC hat im Vergleich zu allen anderen Assets eine Overperformance von 50% p.a.
  • Bitcoin hat im Vergleich zu allen anderen Assets eine Overperformance von 100% p.a.
  • BTC hat im Vergleich zu allen anderen Assets eine Overperformance von 200% p.a.

In Abhängigkeit von der Prognose, die du als Investor triffst, ergibt sich die Allokation (=Verteilung) von Bitcoin in deinem Portfolio. Wer jetzt denkt, dass die Annahmen absolut irrsinnig sind, dem möchte ich folgendes Zitat aus dem Paper vorhalten:

Historisch gesehen hat Bitcoin alle anderen Assets um ca. 200 Prozent pro Jahr outperformed.

Wer sich jetzt also zur ‚konservativen‘ Sorte zählt und von einer 30 prozentigen Outperformance ausgeht, dem empfehlen die Forscher so viel an Bitcoin zu kaufen, dass BTC 1 Prozent des Portfolios ausmacht. Wer hingegen von dem bullishen Fall von 200% p.a. ausgeht, dem Empfehlen die Yale-Wissenschaftlicher einen Bitcoin-Anteil von 6,12% im Portfolio.

(Anmerkung: die von mir zitierten und relevanten Inhalte lassen sich ab Seite 64 im Paper finden.)

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEOriginal Paper
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.