Wir haben bereits in der Vergangenheit mehrfach darüber berichtet, dass Grayscale massiv Bitcoin akkumuliert. Dabei zeigt sich, dass die Investmentfirma aktuell ein zentraler Faktor für die Knappheit von BTC darstellt. Denn dadurch, dass sie regelmäßig die neu geminten Bitcoin kaufen, entsteht eine reale Verknappung des Angebots, welches auf den Markt kommt.

In diesem Artikel wollen wir einen Blick darauf werfen, in welcher Dimension sich der Grayscale Bitcoin Trust bewegt und damit auch wie viele Bitcoin von der Investmentfirma gekauft werden.

Bitcoin kaufen: Grayscale kauft fast 20.000 BTC in 7 Tagen

Basis unseres Berichts ist ein aktueller Tweet von Kevin Rooke. Aus diesem Tweet geht hervor, dass Grayscale für ihr eigenes Produkt, den Grayscale Bitcoin Trust, alleine in den letzten 7 Tagen fast 20.000 Bitcoin kaufte. Dies entspricht zum aktuellen Zeitpunkt einem Gegenwert von rund 185 Millionen US-Dollar.

Die Zahlen sind insofern beeindruckend, als dass der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) mittlerweile ein Volumen von fast 400.000 BTC verwaltet.

Neben den reinen quantitativen Zahlen, die bereits eindrucksvoll sind, kommen weitere Aspekte hinzu: Das bereits in der Einleitung angedeutete Thema des Angebots spielt hierbei eine wichtige Rolle. Denn in der letzten Woche wurden gerade einmal 7081 BTC produziert. Damit zeigt sich bereits jetzt, dass der Durst von Grayscale Bitcoin zu kaufen, das wöchentlich neu produzierte bzw. zur Verfügung gestellte Angebot deutlich übersteigt.

Anders formuliert: Wenn Grayscale in einem vergleichbaren Tempo Bitcoin kauft, dann kann diese Nachfrage nur dadurch gestillt werden, dass es Parteien – außerhalb der Miner  – gibt, die bereit sind, ihre Bitcoin zu verkaufen. Insofern bedient Grayscale das Narrativ der knappen und raren Kryptowährung Bitcoin bestens.

Institutionelle Investoren sehen BTC als Hedge

Hinzu kommt natürlich noch ein weiterer Aspekt. Nämlich die Antwort auf die Frage, wer bei Grayscale eigentlich Bitcoin kauft. Die Antwort hierauf lautet: die institutionellen Investoren.

In diesem Kontext lässt sich nämlich eine deutliche Zunahme der Nachfrage seitens der institutionellen Anleger innerhalb der letzten Wochen beobachten. Grayscale selbst begründet diese erhöhte Nachfrage mit dem Wunsch großer Hedgefonds Bitcoin kaufen zu können. Diese wiederum sehen BTC als Hedge (=Absicherung) gegen Inflation und die Erhöhung der Geldmenge.

Wir können also Folgendes zusammenfassen: Grayscale kauft aktuell mehr Bitcoin als tatsächlich produziert werden. Dabei übersteigt alleine die von Grayscale angefragte Menge das produzierte Angebot um einen Faktor von fast 3. Nachhaltig führt dies zu einer deutlichen Verknappung des Angebots. Die erhöhte Nachfrage selbst kommt von institutionellen Investoren, die Bitcoin kaufen, um gegen die momentanen geldpolitischen Maßnahmen abgesichert zu sein.

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.