Mit Bitcoin in Deutschland Geld verdienen – der Bundesstaat Niedersachsen hat dies nun mehr oder weniger geschafft. Nach einem Bericht von Heise Online hat das nach Fläche zweitgrößte Bundesland Deutschlands, Bitcoin im Wert von mehreren Hunderttausend Euro akkumuliert. Die Bitcoin wurden jedoch nicht gekauft, sondern bei Beschlagnahmungen sichergestellt. Beim Hodlen der BTC stellte das Bundesland nun einen kräftigen Wertzuwachs der digitalen Währung fest.

Bundesland Niedersachsen im Besitz von Bitcoin

Nach Angaben des niedersächsischen Justizministerium hält das Bundesland aktuell BTC im Wert von 650.000€ – bei einem aktuellen Bitcoin Kurs von ca. 7.500 € entspricht dies 86 Bitcoin. Zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung betrug der Gegenwert der beschlagnahmten Bitcoin gerade einmal 410.000€. Damit konnten die Niedersachsen einen Wertzuwachs in Höhe von 58% verbuchen.

Die Behörden geben an, dass alle Bitcoin von „Cyberkriminellen“ entnommen wurden. Das heißt beispielsweise von Straftaten im Zusammenhang mit Ransomware Attacken (=auch als Erpressungs- oder Verschlüsselungstrojaner bezeichnet).

Bitcoin im Portfolio – Niedersachsen hat keine HODL Absicht

Unterdessen stellte Rechtsanwalt Frank Lange von der Staatsanwaltschaft Niedersachsen klar, dass es keine Absicht gab, Bitcoin zu halten. Der Leiter der Informations- und Kommunikationstechnologie Behörde fügte der Aussage von Lange hinzu, dass sie nun planen, die Kryptowährung für gemeinnützige Zwecke zu nutzen. Dies soll zunächst über regelmäßig stattfindende Auktionen realisiert werden. Die Bundesanwaltschaft teilte diesbezüglich in einer separaten Erklärung mit, dass sie in der ersten Phase vier BTC zum Verkauf anbieten werden. Zum aktuellen Bitcoin Kurs von 7.500€ entspräche dies also einer Summe von 30.000€ und somit nur einem Bruchteil der Gesamtsumme.


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Bitcoin im Kampf gegen Kriminelle? Justizministerin zeigt sich erfinderisch

Auch wenn die Idee Bitcoin für gemeinnützige Zwecke zu nutzen, eine edle Idee ist, hat die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza eine andere Idee. Sie sagte, dass ihr Büro diese beschlagnahmten BTC benutzen will – und zwar als als Köder, um andere Cyberkriminelle mit einer gewissen Vorliebe für die Nummer 1 der Kryptowährungen fangen zu können.

Cyberangriffe auf Krankenhäuser oder Verwaltungen sind eine echte Bedrohung für uns alle. Sie [=die Hacker] lähmen Institutionen mit digitalen Mitteln und erpressen von ihnen Millionen von Euro in Bitcoin. Daher ist die Verwendung beschlagnahmter virtueller Währungen wichtig. Wir treten Cyberkriminellen dort hin, wo es am meisten wehtut: beim Geld.

Niedersachsen ist jedoch nicht das erste Bundesland mit BTC im Portfolio. So hatten sich Anfang 2017  die Berliner Behörden etwa 64 BTC von einer kriminellen Gruppe „angeeignet“. Der Wert dieser BTC betrug zum Zeitpunkt der Beschlagnahme 76.000 €. Doch während des Booms im Dezember 2017 verzehnfachte sich ihr Wert auf mehr als 700.000 Euro. Es ist jedoch nicht bekannt, ob die Berliner Polizei diese Bitcoin versteigert hat oder nicht.

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEheise.de
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.